Alkoholverbot im öffentlichen Raum gegen ausgegrenzte Menschen führt zur Verdrängung

Nach dem Karlsplatz und dem Stadtpark ist es jetzt der Praterstern1. Öffentliche Räume werden vom Boulevard und von populistischer Politik immer wieder neu problematisiert und skandalisiert. Mit negativen Schlagzeilen können Geschäfte gemacht werden und von populistischer Politik erhoffen sich Politiker*innen Stimmenzugewinne. Sowohl diese Form der Berichterstattung als auch diese Art der Politik ignorieren dabei die Fakten.

Tatsächlich zeigen sich in öffentlichen Räumen gesellschaftliche Probleme, wie Armut und soziale Ausgrenzung. Auf urbanen und zentralen Plätzen, wie rund um Bahnhöfe, halten sich Menschen auf, die besonders auf öffentlichen Raum angewiesen sind. Das sind Menschen, die mangelhaft über Wohnraum verfügen wie Wohnungslose. Das sind Menschen, die sonst keinen Raum für den täglichen Aufenthalt haben. Es sind Suchtkranke, die gesellschaftlich ausgegrenzt sind. Er ist für manche der einzige Lebens- und Wohnraum. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum lässt diese ausgeschlossenen Menschen in gewisser Weise noch Teil von Gesellschaft sein. Und die Sichtbarkeit ermöglicht der Sozialen Arbeit, diesen Menschen Hilfe anzubieten.

Alkoholverbote in öffentlichen Räumen hingegen richten sich gegen Menschen, die von Armut und Ausgrenzung betroffen sind. Sie werden verdrängt und verlieren diese Orte des Aufenthalts. Durch die Verdrängung wird das „Problem“ aber nur verlagert, was sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt hat (wie bei der „Auflösung der Szene am Karlsplatz“). Menschen, die sonst nirgends mehr sein können, werden „mobilisiert“. Sie sind von weiterer Ausgrenzung und von täglichen Kontrollen und Strafen seitens der Sicherheitsorgane betroffen. Die „Mobilisierung der Szene“ hat zumindest zwei weitreichende Folgen: Erstens wird es der Sozialen Arbeit erschwert, Unterstützung und Hilfe anzubieten. Und zweitens wird „die Szene“ an vielen anderen Orten sichtbar. Nach einiger Zeit werden sich die betroffenen Menschen an diesen Plätzen mehr niederlassen wie möglicherweise in Floridsdorf. Sie werden immer mehr an den Rand und auch in Wohngebiete gedrängt.

Weil die Folgen der Verdrängungen aus öffentlichen Räumen – auch aus Beobachtungen in unterschiedlichen Städten – wissenschaftlich bekannt sind2 und weil die Expert*innen der Sozialen Arbeit vor Ort von einem Alkoholverbot abgeraten haben, entschied sich die Stadt noch vor wenigen Wochen gegen diese Maßnahme3. Ähnliches Fachwissen war auch Grundlage für die Erstellung eines Mission Statement „Soziale Arbeit im öffentlichen Raum“, das 2013 von 5 Stadträt*innen verabschiedet wurde und sich „gegen jegliche Form von Diskriminierung in und Verdrängung aus dem öffentlichen Raum“4 ausspricht. Das Alkoholverbot steht aber auch im Widerspruch zur Deklaration „Wien als Menschenrechtsstadt“, die 2014 vom Gemeinderat beschlossen wurde5. Es ist gezielt auf die Verdrängung von gesellschaftlich ausgegrenzten Menschen gerichtet. Der Alkoholkonsum im Rahmen kommerzieller Angebote (wie in Gastgärten und auf der sogen. „Wiener Wiesn“) wird ja nicht eingeschränkt. Die Kommerzialisierung dieser Plätze ist ein weiterer Hintergrund für diese Maßnahmen. Für die Verdrängung der überschaubaren Gruppe ausgeschlossener Menschen vom Praterstern werden dafür hohe Kosten in Kauf genommen (Exekution des Alkoholverbotes).

Die Armut in internationalen Metropolen verschwindet durch Verdrängungsmaßnahmen nicht. Daher sind diese Städte gefordert, mit öffentlich sichtbarer Armut adäquat umzugehen. Neben der sozialen Versorgung der Menschen hilft es, wenn der öffentliche Raum so gestaltet ist, dass unterschiedliche Nutzungen möglich sind. Expertisen aus der Planung und der Sozialen Arbeit zeigen, dass große zentrale Plätze wie der Praterstern besonders gut geeignet sind, vielfältige und widersprüchliche urbane Nutzungen aufzunehmen. Diese lassen es zu, dass sich Menschen mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen und Verhalten nebeneinander aufhalten können. Es ist leichter, einander auszuweichen und ausgegrenzte Personen können sich in Teilen der Plätze zurückziehen, in denen sie sich nicht dauernd im Blickfeld aller befinden.

Um zu einem menschlichen Umgang mit Armut und Ausgrenzung in urbanen Räumen zurück zu finden – auch im Interesse der Wohnbevölkerung – sollten fachliche Expertisen und die Expert*innen der Stadt zukünftig wieder in Entscheidungen einbezogen werden.

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populistisches Alkoholverbot am Praterstern kommt doch?

Jetzt scheint es doch zu kommen: in der vergangenen Woche haben wir bei unserer Begehung am Praterstern noch gehört, dass niemand dieses Alkholverbot will. Aber der Populismus scheint den zukünftigen Bürgermeister schon voll erfasst zu haben. Wenn das tatsächlich umgesetzt wird („Ich hoffe, es gelingt, die Szene, zu zerstreuen“, Michael Ludwig im Standard am 22.4.18), dann passiert das, wovon alle Exper*innen abraten: Mobilisierung der Szenen, unnötige und unmenschliche Erhöhung von Schikanen und weitere Ausgrenzung von gesellschaftlich Marginalisierten, Verlagerung der „Szenen“ in Wohngebiete. Politisch stellt sich die Frage, worauf Michael Ludwig reagiert – auf ein paar rechte Politiker*innen und Medien…?

https://derstandard.at/2000078401806/Wien-verordnet-Alkoholverbot-am-Praterstern

Leistbares Wohnen – aber für wen?

Campus Lectures: Vortrag und Diskussion
am Fr, 4.5.2018 15:00-17:30 Uhr
auf FH Campus Wien, 10., Favoritenstraße 226, Festsaal B.E.03

Vortrag von Christian Reutlinger, 
Leitung des Instituts für Soziale Arbeit und des Kompetenzzentrums Soziale Räume auf der FHS St. Gallen: 
Wohn-Bedingungen und Wohn-Praktiken aus historischer Perspektive. 

Podiums-/Publikumsdiskussion: 
"Leistbares Wohnen" ist derzeit in aller Munde - es stellt sich aber die Frage, was darunter gemeint ist und welche Herausforderung sich daraus ergeben. Aus der Perspektive der Sozialen Arbeit können wir dabei auf die Wohnversorgung breiter Bevölkerungsschichten ebenso blicken, wie auf Zugang zum Wohnen von vulnerablen Personen.

Diskussion mit:
Tove Raiby, wohnpartner im Wiener Gemeindebau
Martin Orner, EBG - gemeinnütziger Wohnbau
Elisabeth Hammer, bawo - Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe
Moderation: Christoph Stoik, FH Campus Wien - Master-Studienzweig Sozialraumorientierte Soziale Arbeit

Anmeldung bis 29. April 2018 an sozialklinisch@fh-campuswien.ac.at 
 Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen:
https://www.fh-campuswien.ac.at/studium/aktuell/news-und-termine/detail/News/campus-lectures-leistbares-wohnen-aber-fuer-wen.html 

Stellungnahme zu Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Sozialer Arbeit in der Kinder- und Jugendarbeit

Ausgelöst durch die Anwendung des Kollektivvertrags der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) in der professionellen Kinder- und Jugendarbeit findet derzeit eine Debatte zu „Sozialarbeit“ und „Sozialpädagogik“ innerhalb der Wiener Kinder- und Jugendarbeit statt. Von verschiedenen Seiten werden Argumente verwendet, die irritierend sind, weil sie sich im Widerspruch zur etablierten Fachdiskursen befinden. Unter anderem wird auch das „Glossar für Soziale Arbeit im öffentlichen Raum“, das ich mit Richard Krisch u.a. inhaltlich verantworte, missbräuchlich verwendet. Deshalb will ich einige Punkte klarstellen. Diese Klarstellung ergeht an die Fachöffentlichkeit, also an die Wiener Magistratsabteilung 13 – Fachbereich Jugend, an die Vereine der Wiener Kinder- und Jugendarbeit, die Kolleg*innen, die in der Kinder und Jugendarbeit tätig sind, den Vorstand der SWÖ, an die bOJA , die AG „Offene Kinder- und Jugendarbeit in Österreich“ der OGSA und an Vertreter*innen der GPA.

Derzeit ist zu beobachten, dass die Debatte über „Sozialarbeit“ und „Sozialpädagogik“ nicht aus fachlichen Überlegungen heraus geführt wird, sondern von monetären Interessen geleitet ist. Es geht um die Einstufung von Mitarbeiter*innen der Wr. Kinder- und Jugendarbeit in Verwendungsgruppen des KVs – mit entsprechenden finanziellen Konsequenzen. Fachliche Argumente werden dabei für diese Verteilungs- und Budgetfragen missbraucht. Ich plädiere dafür, entweder die fachliche Debatte von diesen Finanzierungsfragen zu trennen (was allerdings postfaktisch wäre), oder den SWÖ-KV so schnell wie möglich aus fachlicher Sicht zu korrigieren!

Soziale Arbeit ist Sozialarbeit UND Sozialpädagogik in Praxis und Wissenschaft

Insbesondere im deutschsprachigen Raum hat sich die Soziale Arbeit aus der Tradition der „Sozialpädagogik“ („Jugendpflege und Pädagogik der frühen Kindheit“[1]) und der Tradition der „Sozialarbeit“ („Sozialhilfe und klassische Wohlfahrtspflege“[2]) entwickelt. Während der wissenschaftliche Diskursort der „Sozialpädagogik“ insbesondere in Deutschland auf den Erziehungs- und Bildungswissenschaften auf universitärer Ebene zu finden waren, fand der wissenschaftliche Diskurs zu „Sozialarbeit“ auf den Fachhochschulen statt. Empirisch und theoretisch betrachtet ist gegenwärtig aber nicht mehr argumentierbar, „Sozialarbeit“ und „Sozialpädagogik“ als getrennte Arbeitsbereiche mit eigenen Methoden zu verstehen[3]. Im deutschsprachigen wissenschaftlichen Diskurs, hat sich durchgesetzt, die Theorietraditionen und Praxen der „Sozialarbeit“ und „Sozialpädagogik“ unter „Sozialer Arbeit“ zusammenzufassen. „Soziale Arbeit“ wird dieser Erkenntnis folgend – mit besonderem Blick auf die Kinder- und Jugendarbeit – so verstanden:

„Soziale Arbeit“ setzt sich mit Sorge- Erziehungs- und Bildungsprozessen auseinander – sowohl in klassischen Bereichen der „außerschulischen“ Jugendarbeit, als auch in Prozessen  der Gemeinwesenarbeit. Erziehungs-, Bildungs- und Sorgeprozessen sind im Alltag der Menschen und in der professionellen Jugendarbeit nicht voneinander abtrennbar. „Soziale Arbeit“ beschäftigt sich mit der Not und Hilfebedürftigkeit von Menschen genauso wie mit Fragen der Sozialisation, der menschlichen Entwicklung in unterschiedlichen Lebensphasen, der Zugang zu Bildung, Erwerbsarbeit und Versorgung.

Dazu ist Folgendes zu betonen:

  1. Selbst wenn die Kinder- und Jugendarbeit historisch der Tradition der „Sozialpädagogik“ entstammt, ist sie Teil der „Sozialen Arbeit“. Ausgehend von der Lebenswelt der Kinder und Jugendliche ist „Soziale Arbeit“ mit Fragen der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ebenso beschäftigt, wie mit Fragen, der Hilfeleistung und Unterstützung. Diese unterschiedlichen Aspekte des Lebens sind im Alltag der Kinder und Jugendlichen verknüpft und vermischt.
    Die Kinder- und Jugendarbeit geht vom Wissen der Sozialen Arbeit aus, egal welcher Tradition entsprungen. Sie bezieht sich auf Theorien der Sozialisation, der Alltags- und Lebenswelten, der Inklusion und Integration, des Ausschlusses, der Stigmatisierung, der Geschlechterforschung, der Intersektionalität, der Bedürfnisse und Menschenrechtsprofession, der Emanzipation, der Resilienz, des Sozialen Raums u.v.m. Diese Theorien stammen aus unterschiedlichen Bezugswissenschaften und werden in Bezug zur „Sozialen Arbeit“ gesetzt.
    Die Kinder- und Jugendarbeit wendet sowohl Methoden an, die in der Tradition der „Sozialarbeit“ entstanden sind (wie Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit, aber auch Streetwork), als auch in der Tradition der „Sozialpädagogik“ (wie Lebensweltanalysen, sozialpädagogisches Fallverstehen, oder Erlebnispädagogik)[4].
  2. Ausdrücklich muss dabei betont werden, dass auch in der Vergangenheit „Sozialarbeit“ NICHT auf Einzelfallhilfe und Beratung reduziert war. „Sozialarbeit“ ist historisch betrachtet von der Methodentrias ausgegangen (Casework, Social Groupwork und Communitywork), was sich im aktuellen deutschsprachigen und in internationalen Verständnis nach wie vor zeigt[5].
  3. Ausdrücklich betont werden muss außerdem, dass Methoden egal aus welcher Tradition in allen Feldern der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden – in der Parkbetreuung, in der Arbeit in Jugendzentren und -treffs, in der aufsuchenden und mobilen Jugendarbeit und in den Angeboten der Gemeinwesenarbeit. Im Setting der Freizeitpädagogik beispielsweise müssen professionelle Gespräche mit „Einzelfällen“ ebenso geführt werden wie lebensweltliche Sozialisations- und Bildungsprozesse bei der Beratung im Setting der Streetwork berücksichtigt werden müssen.

Diesem Verständnis würde ich in Österreich folgen, auch wenn sich die Situation zu Deutschland, in der diese Theoriediskussionen besonders geführt wurden und werden, unterscheidet. Dazu ein paar erklärende Aspekte:

  1. Im deutschsprachigen Diskurs war (ist) mit „Sozialpädagogik“ ein Teil der Bildungs- bzw. Erziehungswissenschaften auf den Universitäten gemeint. Viele Theorien der Sozialen Arbeit wurden in universitären Kontexten entwickelt. Die Beschäftigung mit „Sozialarbeit“ – aus der Praxis-Tradition der „Sozialhilfe und klassische Wohlfahrtspflege“[6] – fand in der Vergangenheit eher auf den Fachhochschulen in Deutschland statt. Würde man*frau theoriebezogen einer Trennung der „Sozialarbeit“ und „Sozialpädagogik“ folgen, wäre hierarchisch betrachtet „Sozialpädagogik“ der „Sozialarbeit“ übergeordnet. Dieses Gedankenspiel zeigt die Absurdität der aktuellen Debatte in Österreich.
  2. Mit eigenen Ausbildungsstätten für „Sozialpädagogik“, die formal aber nicht an das österreichische Hochschulsystem angebunden sind, ist die Situation in Österreich anders als in Deutschland. Die Erkenntnis, dass „Sozialpädagogik“ theoretisch und empirisch nicht abtrennbar ist von „Sozialarbeit“ und auch verknüpft sein muss mit einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung über „Soziale Arbeit“, hat sich in Österreich immer noch nicht vollständig durchgesetzt. Dies ist vermutlich nicht nur dadurch erklärbar, dass die wissenschaftliche Fundierung der „Sozialen Arbeit“ mit der späten Gründung der Fachhochschulen in Österreich noch nicht so weit fortgeschritten ist wie in Deutschland, sondern auch mit finanziellen bzw. budgetären Überlegungen.

Plädoyer für eine wissensbasierte Debatte

Folgt die Kinder- und Jugendarbeit dem Selbstverständnis einer professionellen Arbeit in Sorge- Erziehungs- und Bildungskontexten, die sich wissenschaftlich und theoretisch begründet, muss sie sich an den wissenschaftlichen und empirischen Grundlagen orientieren. Aufgrund der gesellschaftlichen und öffentlichen Beauftragung stellt sie ein professionelles Handeln dar, das fachlichen Erkenntnissen folgen muss – alles andere wäre rückwärtsgewandt und postfaktisch – zumal die Kinder- und Jugendarbeit mit komplexen gesellschaftlichen Ansprüchen von Sorge-, Erziehungs- und Bildungsprozessen konfrontiert ist. Diese Anforderungen verlangen Analyse- und Erklärungswissen ebenso wie Wissen über professionelles Handeln. Diese professionelle Arbeit sollte gesellschaftlich entsprechend anerkannt und bezahlt werden. Die Spaltung der Beschäftigten der Kinder- und Jugendarbeit, sowie eine Entprofessionalisierung durch Kurzausbildungen und die Zersplitterung der Ausbildungsangebote sind gegen diese professionellen und gesellschaftlichen Ansprüchen gerichtet und folgen kurzfristigen finanziellen Überlegungen, denen entgegen zu treten ist – nicht nur aus der Perspektive der professionellen Kinder- und Jugendarbeit, sondern auch aufgrund gesellschaftlicher Herausforderungen und Entwicklungen (zunehmende Spaltung der Gesellschaft, zunehmender gesellschaftlicher Ausschluss, zunehmender Normierungs- und Sozialisationsdruck etc.).

Ich appelliere daher an alle Beteiligten, eine wissensbasierte und fachliche Debatte zu führen, die dem Wissensstand und den Ansprüchen an die professionelle Kinder- und Jugendarbeit gerecht werden – und politische Entscheidungen diesem fachlichen Diskursen grundzulegen.

Wien am 3.4.2018

 

[1] Thole Werner: Soziale Arbeit – Praxis, Theorie, Forschung und Ausbildung. Versuch einer Standortbestimmung. In: Thole Werner (Hg.) (2012): Grundriss Soziale Arbeit. Ein einführendes Handbuch. Wiesebaden: VS-Verlag/Springer. 4. Auflage. S. 20

[2] Thole Werner: Soziale Arbeit – Praxis, Theorie, Forschung und Ausbildung. Versuch einer Standortbestimmung. In: Thole Werner (Hg.) (2012): Grundriss Soziale Arbeit. Ein einführendes Handbuch. Wiesebaden: VS-Verlag/Springer. 4. Auflage. S. 19

[3] vgl. Thole Werner: Soziale Arbeit – Praxis, Theorie, Forschung und Ausbildung. Versuch einer Standortbestimmung. In: Thole Werner (Hg.) (2012): Grundriss Soziale Arbeit. Ein einführendes Handbuch. Wiesebaden: VS-Verlag/Springer. 4. Auflage. S. 19-70

[4] vgl. dazu diverse Handbücher zur Kinder- und Jugendarbeit, wie
Deinet Ulrich, Sturzenhecker Benedikt (Hg.) (2013): Handbuch Offene Kinder-und Jugendarbeit. Wiesbaden: Springer VS. 4., überarb. u. aktual. Auflage;
Schröer, Wolfgang/Struck, Norbert/Wolf, Mechthild (Hg.) (2002): Handbuch Kinder- und Jugendhilfe. Weinheim: Juventa.

[5] vgl. u.a.
Galuske, Michael (2007): Methoden der Sozialen Arbeit. Eine Einführung. 7. Auflage. Weinheim und München: Juventa;
International Federation of Social Workers (2014): Global Definition of Social Work. online: http://ifsw.org/get-involved/global-definition-of-social-work/ [03.04.2018]

[6] Thole Werner: Soziale Arbeit – Praxis, Theorie, Forschung und Ausbildung. Versuch einer Standortbestimmung. In: Thole Werner (Hg.) (2012): Grundriss Soziale Arbeit. Ein einführendes Handbuch. Wiesebaden: VS-Verlag/Springer. 4. Auflage. S. 19

OGSA-Forum am 4.4.18

am 5.4.18 findet am FH Joanneum in Graz das OGSA-Forum statt. Im Panel der AG „Sozialer Raum“ werden wir ausgehend von zwei Impulsbeiträgen diskutieren:
– Ilija Kugler (Wien): Sozialräumliche Nutzungsmuster von Volksschulkindern in städtischer Struktur.
– Jochen Bruchmann (Graz): Analyse der Qualitätskriterien von Gemeinwesenprojekten im Raum Graz.

Nach dem Forum, um 16h30-18h00, laden wir alle ein, die an der AG „Sozialer Raum“ Interesse haben. Wir wollen uns über zukünftige Aktivitäten der AG austauschen.
alle Infos zum OGSA-Forum, Programm und Anmeldung über
https://www.ogsa.at/ogsaforum/

Studium Sozialraumorientierter Sozialer Arbeit

Bis 31.5.18 ist es wieder möglich, sich für unseren Masterstudiengang an der FH Campus Wien zu bewerben. An diesem Studiengang kann entweder Sozialraumorientierte Soziale Arbeit oder Klinische Soziale Arbeit studiert werden.

Zum Studienzweig Sozialraumorientierung zugelassen werden u.a. Bachelor-Absolvent*innen der Sozialen Arbeit, der Sozial- und Bildungswissenschaften, sowie diverser Raumwissenschaften.

Der Masterstudiengang bildet insbesondere für Felder der Sozialen Arbeit aus, wie der partizipativen Stadtentwicklung und Stadtteilarbeit, der Gemeinwesenarbeit im Wohnumfeld, der Streetwork und der offene Kinder- und Jugendarbeit, aber auch für die Durchführung von Sozialraumanalysen (qualitativ und quantitativ).

Weiter Informationen über
www.fh-campuswien.ac.at/departments/soziales/studiengaenge/detail/sozialraumorientierte-und-klinische-soziale-arbeit.html

Archiv vom twoday-blog

Da ich vom alten blog übersiedeln musste, habe ich alle alten Beiträge von dort hier  abgelegt – derzeit leider in keiner schönen Form und nicht sehr übersichtlich – ich bitte um Verständnis!

TITLE: 2. Raumbegehung am Hauptbahnhof
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DATE: 03/11/2018 11:37:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Am Mo, 12. März, 15h00-18h00 findet die 2. Raumbegehung am Hauptbahnhof mit der Streetwork der Caritas statt. Treffpunkt um 15h00 ist im Seminar- und Kreativraum Nr. 4.30 der Caritas, Eingang Mommsengasse 35 / 4. Stock. Das Streetwork-Team der Caritas wird eine kleine Einführung geben und wir möchten in einer ersten Runde unsere Raumbilder austauschen. Dann werden wir den Hauptbahnhof in Kleingruppen begehen und Eindrücke sammeln. Gegen 16h30 wollen wir uns dann austauschen und Spannungsfelder Sozialer Arbeit diskutieren.

WEITERE TERMINE

18.04.2018, 15.00-18.00 Uhr

Bahnhöfe als Soziale Räume und die Praxen Sozialer Arbeit – Teil 3: Der Bahnhof Wien Praterstern

Mit sam 2, Mobile soziale Arbeit am Praterstern – Suchthilfe Wien

Treffpunkt wird noch bekanntgegeben

05.04.2018, 9.30 bis 18.00 Uhr

ogsaFORUM, FH JOANNEUM Graz

u.a. 16.30-18.00: Österreichweite Vernetzung
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TITLE: Auf einer Spurensuche nach einer emanzipatorischen Gemeinwesenarbeit in Wien
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DATE: 03/11/2018 11:18:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Die neue Ausgabe des sozialen_kapital ist vor kurzem online. Interessante Beiträge zu Sozialraum / Community Development:

http://soziales-kapital.at/index.php/sozialeskapital/issue/view/22

Ich hab mich auf die Spurensuche nach einer emanzipatorischen GWA in Wien gemacht.
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TITLE: International Conference on Working Class Districts
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DATE: 03/11/2018 10:32:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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das Book of Abstracts unserer „International Conference on Working Class Districts“ ist seit einiger Zeit abrufbar:

https://wienerwissenswelt.fh-campuswien.ac.at/images/pdf/confbooks/UrbanTransformations2018A4.pdf
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TITLE: Der Zynismus von Bettelverbote
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DATE: 01/02/2018 06:25:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Ich verstehe Bettelverbote u.a. in den Wr. Linien nicht – deshalb habe ich Wr. Linien geschrieben – anscheinend orientiert sich Wr. Linien nach der Anzahl der Beschwerden (und nicht nach Argumenten – siehe unten).

Im folgenden mein Mailverkehr dokumentiert und ein Kommentar, den ich vielleicht noch breiter veröffentlichen werde.
Sehr geehrter Herr Stoik!

Es sind deutlich mehr Fahrgäste, die sich durch Musikanten mit Sammelbechern und sitzende Menschen mitten im Stationsbereich gestört/belästigt fühlen, als anzunehmen ist. Deshalb ist in unserer Hausordnung geregelt, dass Waren anzubieten und betteln nicht erlaubt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Kundendialog

WIENER LINIEN GmbH & Co KG

Erdbergstraße 202

1031 Wien

Telefon +43 (0)1 7909 – 100

Kundendialog@wienerlinien.at

http://www.wienerlinien.at
Gesendet: Freitag, 22. Dezember 2017 17:06

An: Wiener Linien Kundendialog

Betreff: Aw: M15 18/19209/2017 – Warum Bettelverbot?

Sehr geehrte Damen und Herren!

Sehr geehrte Frau N.N.!

wie kommen Sie eigentlich dazu, ein paar Beschwerden über Bettler*innen mehr Bedeutung zu geben, als den Beschwerden gegen das Bettelverbot – gegen eine schweigende Mehrheit und gegen nachvollziehbare Argumente? Würden Sie z.B. Menschen, die eine andere Hautfarbe haben, verbieten, die Wr. Linien zu benutzen, wenn andere Fahrgäste das verlangen würden?

gespannt auf Ihre Antworten!

mit freundlichen Grüßen,

Christoph Stoik
Am 19.12.17, 15:20, Wiener Linien Kundendialog schrieb:

Sehr geehrter Herr Stoik!

Seit jeher ist betteln ist in unsere Anlagen und Fahrzeugen verboten. Von Zeit zu Zeit sagen wir das durch, nämlich dann, wenn uns wieder viele Beschwerden von Fahrgästen erreichen, weil sich diese durch Betteleien gestört fühlen.

Damit stehen wir zwischen den Fahrgästen, die sich Durchsagen wünschen und Fahrgästen, die diese Hinweise auf das Verbot ablehnen.

Wir bitten um Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Kundendialog

WIENER LINIEN GmbH & Co KG

Erdbergstraße 202

1031 Wien

Telefon +43 (0)1 7909 – 100

Kundendialog@wienerlinien.at

http://www.wienerlinien.at
Sehr geehrte Damen und Herren!

ich fühle mich von Ihren Durchsagen, dass das Betteln verboten ist, belästigt. Dass ein Unternehmen in öffentlicher Hand gegen die Ärmsten in unserer Gesellschaft vorgeht ist traurig, unmenschlich und empörend.

ich bitte Sie eindringlich, diese Durchsagen zukünftig zu unterlassen!

mit freundlichen vorweihnachtlichen Grüßen.

Christoph Stoik, MA

(Jahreskartennutzer seit Anfang 1990er Jahre)

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Der Zynismus von Bettelverbote

Das Betteln in öffentlichen und halböffentlichen Räumen (wie in öffentlichen Verkehrsmitteln) rückt gerade zur Weihnachtszeit wieder stärker in den Blick – leider nicht nur aus der Perspektive von Wohltätigkeit. Durchsagen über Bettelverbote in der U-Bahn beispielsweise machen dabei sichtbar, wie verroht unsere Gesellschaft in der Zwischenzeit ist.

Bettelverbote egal in welchen Städten und Ländern, egal ob in öffentlichen Verkehrsmitteln, oder ob sie als „aggressiv“oder „organisiert“ bezeichnet werden, sind wissenschaftlich und mit etwas Menschenverstand nicht vernünftig argumentierbar und eigentlich zynisch. Menschen, die ausgeschlossen sind von einer menschenwürdigen Versorgung mit Wohnraum – mit privaten Rückzugsbereichen, ausgeschlossen von Zugang zu gesunder Ernährung, Erwerbsarbeit und Einkommen, und täglich gefährdet in ihrer Gesundheit, wird auch das Betteln verboten.

Durch betteln wird kein Mensch reich. Und es gibt auch keine „Bettelmafia“, auch wenn das tausendfach behauptet wird. Wenn sich Menschen organisieren, die aufs Betteln angewiesen sind, ist das nur begrüßenswert. Durch die gegenseitige Hilfe lindern betroffenen Menschen ihre Armut ein wenig. Selbst wenn Bettler*innen von anderen ausgenutzt werden sollten, wäre das kein Grund für Bettelverbote, sondern dafür, Programme zu stärken, die Zugang zu Bildung, Arbeit und Wohnraum herstellen. Die Armut wird durch Bettelverbote nicht gemindert. Das Betteln aber lindert die Armut der Betroffenen, auch wenn sie nicht deren Ursachen beseitigt.

Bettelverbote werden damit begründet, dass sich Kund*innen, bzw. Bürger*innen gestört fühlen. Das ist absurd – die „Störung“ ist unverhältnismäßig zu der Not der Menschen, die betteln. Was steckt da dahinter? Wodurch fühlen wir uns eigentlich gestört? Wollen wir die Armut nicht sehen? Oder sehen wir unseren Wohlstand, bzw. die eigene soziale Absicherung bedroht? Es hat wohl mehr psychologische Hintergründe, warum sich manche vom Betteln gestört fühlen.

Noch viel mehr aber stellt sich die Frage, wie politisch Verantwortliche oder öffentliche Unternehmen eigentlich dazu kommen, ein paar Beschwerden über Bettler*innen mehr Bedeutung zu geben, als den Beschwerden gegen das Bettelverbot? Menschen, die sich gegen Bettelverbote richten, gibt es nämlich auch – z.B. die zivilgesellschaftlich organisierte bettellobby.at. Warum wird auf wenige Beschwerdeführer*innen mehr gehört als auf die schweigende Mehrheit? Und wo ist die Grenze? Was wird im Sinne von einigen Beschwerden noch alles entschieden? Würden Menschen einer anderen Hautfarbe ausgeschlossen werden, wenn es dazu Beschwerden geben würde? Wohl nicht. Hoffentlich nicht! Aber warum gibt es dann Bettelverbote, wenn es keine vernünftige und menschlich nachvollziehbare Argumente dafür gibt?

Wien ist eine der reichsten Städte der Welt. Und Wien wandelt sich seit 1989 zu einer internationalen Stadt. Von globalen Städten wissen wir, dass sie Anziehungspunkte für Binnen- und internationale Migration sind. Hier gibt es nicht nur Reichtum, sondern hier gibt es v.a. Arbeitsplätze. Eine globale Stadt zieht billige Arbeitskräfte an. Diese werden für billige Dienstleistungen, für die Versorgung, für die Reinigung, für Botendienste und die Gastronomie gebraucht. Aber auch von Armut betroffene Menschen werden von reichen Städten angezogen. Ihnen fällt etwas vom Wohlstand dieser Städte ab. In modernen Städten im Kapitalismus ist es Normalität, dass diese internationaler werden, vielfältiger aber auch stärker von sozialer Ungleichheit geprägt sind.

Diese Städte sind daher auch mehr herausgefordert mit Armut umzugehen, darüber nachzudenken, wie diese Armut eingedämmt werden kann. Die Schwächung von Sozialsystemen – wie die geplante Reduktion der Mindestsicherung – wird noch mehr Armut auf die Straße bringen. Die Armen zu bekämpfen ist anscheinend leichter oder zumindest opportuner als die Armut zu bekämpfen. So müssen ungerechte Verhältnisse nicht in Frage gestellt werden. Die Bekämpfung der Armen lenkt sogar davon ab, sich mit Ursachen und Hintergründen auseinander zu setzen. Sie wird eingesetzt um politische Macht zu erhalten und zu erlangen. Und sie bringt in Boulevardmedien anscheinend Leser*innen und Inserate.

Wenn wir in einer menschlicheren Gesellschaft leben wollen, wird es nötig sein, neue „urbane Kompetenzen“ zu entwickeln. Wir müssen lernen, mit Widersprüchlichkeiten wie soziale Ungleichheiten umzugehen. Diese „urbanen Kompetenzen“ müssen wir in Bezug auf die öffentliche Debatte, die Medien ebenso entwickeln, wie Politiker*innen und wir alle, die in dieser Gesellschaft leben. Hier haben Medien und die Politik, aber auch öffentliche Unternehmen eine Verantwortung. Sie müssen Argumenten und Fakten folgend Stellung beziehen – gegen Armut und nicht gegen Arme. Wir müssen uns dafür stark machen, dass Verantwortung für die Schwächsten unserer Gesellschaft (wieder) wahrgenommen wird. Oder wir denken wieder ganz grundsätzlicher über gerechtere Formen von Gesellschaft nach. Als ersten Schritt wünsche ich mir für 2018 folgende Durchsage in der U-Bahn: „Behandeln Sie Menschen, die in unseren Verkehrsmitteln betteln, bitte respektvoll. Sie sind ein Teil unser Gesellschaft, wie wir alle.“
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TITLE: Regierungsprogramm im Sozialbereich
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DATE: 12/27/2017 03:24:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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ich habe mal versucht mir einen groben Überblick über das Regierungsprogramm in Bezug auf den Sozialbereich zu verschaffen.

einiges gibt es dazu ja bereits zu lesen:

http://www.armutskonferenz.at/news/news-2017/hartz-iv-und-kuerzungen-durchloecherung-des-sozialen-netzes-fuehrt-zu-10-mehr-psychischen-problemen.html

https://www.slp.at/artikel/regierungsprogramm-180-seiten-neoliberalismus-sexismus-und-rassismus-8656

https://www.facebook.com/sddbdgrrrr145/videos/1771725099796557/

http://mosaik-blog.at/sozialarbeit-schwarz-blau-knast/

http://www.baukulturpolitik.at/aktivitaeten/analyse-des-regierungsprogramms-2017/

generell ist das Programm sehr wirtschaftsorientiert – es geht v.a. um die Sicherung des Wirtschaftsstandorts, Stärkung der Konkurrenzfähigkeit. Deregulierung – „Governance“ findet sich sehr oft wieder – heißt Schwächung staatlicher Systeme und Förderung der „freien Wirtschaft“ – also sehr leistungsorientiert – auf Kosten der Schwächeren in der Gesellschaft und menschlicher Bedürfnisse.

Wenig überraschend ist, dass dauernd von „Entlastungen“ des Systems zu lesen ist – Abgabenquote reduzieren, Sozialversicherungen vereinfachen (u.a. Schwächung bzw. Auflösung der AUVA), sowie von einem „leistungsorientierten“ Sozialsystem – das heißt natürlich, dass gleichzeitig die öffentlichen Einnahmen und Ausgaben reduziert werden – also Rückbau von sozialen Sicherungssystemen und dem Sozialstaat. Das Programm zielt eindeutig auf eine Vergrößerung der sozialen Ungleichheiten und der Armut ab. Bei vielen Maßnahmen, wie den Veränderungen der Arbeitsmarktpolitik oder beim Arbeitszeitgesetz (12 Stunden-Tag, 60-Stunden-Woche), geht es offensichtlich um die Senkung der Kosten und Effizienzsteigerung der Arbeitskraft – also mehr Druck am Arbeitsmarkt und billiger Arbeitskräfte. Und es gibt ein ganz klares Bekenntnis zu einem Einwanderungsstopp und der (völkerrechtswidrigen) Schwächung im Asylbereich.

einige Punkte hier jetzt aufgelistet, die mir besonders ins Auge gestochen sind:

. Studiengebühren als Nachteil für einkommensschwache Familien

. zahlreiche Verschlechterungen für Menschen auf der Flucht

. Arbeitsdienst für Arbeitslose bzw. Mindestsicherungs-Bezieher*innen

. Kürzung der Arbeitslosenunterstützung u.a. nach Dauer des Bezugs

. Aufweichung der Zumutbarkeitsbestimmungen (Schwächung des Berufsschutzes und bis zu 2,5 Stunden zumutbare Fahrzeit zum Arbeitsort)

. Erleichterungen für den 12-Stunden-Tag und 60 Stunden-Woche wird zu noch mehr Druck auf Arbeitnehmer*innen führen

. Entlastung mittlerer und höherer Einkommen aber nicht der niedrigsten Einkommen – ist eine defacto Umverteilung von unten nach oben.

. Senkung der Abgabenquote und der Steuern, was natürlich nur den höheren Einkommen und Unternehmen etwas bringen wird, und Geld, das im (Sozial-)Staat fehlen wird – Umverteilung von unten nach oben

. Schwächung der Arbeiterkammer und Arbeiter*innenschutzbestimmungen (u.a. Arbeitsinspektorat, Jugendvertrauenspersonen)

. Vermieter*innen-freundliche Veränderungen des Mietrechts – damit weitere Verteuerung von Wohnungen

. Angleichung der Strafdrohungen für junge Erwachsene an jene der Erwachsenen
einige Maßnahmen sind für mich noch nicht ganz einschätzbar:

– gesetzliche Verankerung der Schüler*innen-Parlamente – ist z.B. noch nicht erkennbar, was das konkret bedeutet (u.a. auch für die Offene Kinder- und Jugendarbeit).

– Gewalt gegen Frauen und Kindern ist zumindest mal ein Thema im Programm.

– Bekenntnis zum 4-Augenprinzip in der Jugendhilfe.

– Bekämpfung der Altersarmut – ist aber sehr vage im Programm.
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TITLE: die nächsten Termine der AG Sozialer Raum der OGSA:
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 12/22/2017 10:16:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
31.1.2018, 15.00-18.00 Uhr

Bahnhöfe als Soziale Räume und die Praxen Sozialer Arbeit – Teil 1: Der Wiener Westbahnhof

Mit JUVIVO – aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit in Wien

Treffpunkt wird noch bekanntgegeben
12.03.2018, 15.00-18.00 Uhr

Bahnhöfe als Soziale Räume und die Praxen Sozialer Arbeit – Teil 2: Der Wiener Hauptbahnhof

Mit Streetwork Hauptbahnhof – Caritas Wien

Treffpunkt wird noch bekanntgegeben
18.04.2018, 15.00-18.00 Uhr

Bahnhöfe als Soziale Räume und die Praxen Sozialer Arbeit – Teil 3: Der Bahnhof Wien Praterstern

Mit sam 2, Mobile soziale Arbeit am Praterstern – Suchthilfe Wien

Treffpunkt wird noch bekanntgegeben

Auch nicht vergessen:

05.04.2018, 9.30 bis 18.00 Uhr

ogsaFORUM, FH JOANNEUM Graz

u.a. 16.30-18.00: Österreichweite Vernetzung

Marc Diebäcker und Christoph Stoik
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TITLE: Verlängerung CALL FOR PAPERS – AG Sozialer Raum der OGSA
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 12/22/2017 10:15:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Soziale Arbeit und Sozialer Raum

ogsaFORUM, Donnerstag 5. April 2018, FH JOANNEUM Graz

Soziale Arbeit kann in allen Praxisfeldern sozialräumlich kontextualisiert und reflektiert werden. Dies geschieht z.B. häufig mit Blick auf die Gestaltung und Nutzung von öffentlichen Räumen, das Aushandeln von sozialen Konflikten, das Ermöglichen politischer Repräsentation oder auf Ordnungsprozesse in sozialen Einrichtungen.

Im Rahmen des ogsaFORUMS 2018 in Graz organisiert die AG Sozialer Raum ein Panel, in dem aktuelle Ergebnisse junger Forscher*innen vorgestellt werden sollen. In diesem Sinne wenden wir uns bewusst an jüngere Kolleg*innen, die z.B. ihre Bachelor- oder Masterarbeiten in der Fachöffentlichkeit sichtbar machen wollen. In der Hoffnung Leerstellen zu entdecken und Alternativen zu denken, freuen wir uns auf zahlreiche Einreichungen!

Hinweise für die Einreichung der Papers:

· Die Tagung findet am Do. 5. April von 9.30 bis 16.15 Uhr an der FH JOANNEUM Graz statt.

· Im Rahmen der Tagung werden in einem eineinhalbstündigen Panel der AG Sozialer Raum drei Forschungsarbeiten präsentiert.

· In dem moderierten Panel stehen für jeden der drei Beiträge 15 Minuten für den Impuls und 15 Minuten für die Diskussion zur Verfügung.

· Die Tagung wendet sich an alle „jüngeren“ Kolleg*innen, die ihre Forschungsarbeit im Feld von „Sozialer Arbeit und Sozialer Raum“ geschrieben haben. Wir freuen uns besonders über Einreichungen von Studierenden oder Absolvent*innen.

· Wir benötigen einen einseitigen Abstract zum Panelthema. Bitte folgende Struktur beachten: Name, Ort, Titel, Themenaufriss sowie einige zentrale Aussagen zu den Ergebnissen.

· Das Paper soll zwischen 2.000 und max. 3000 Anschläge enthalten.

· Bitte schickt das Abstract als doc oder rtf bis 15.01.2018 an: marc.diebaecker@fh-campuswien.ac.at

· Für die Auswahl der eingereichten Impulsbeiträge zeichnen wir uns als Koordinatoren der AG Sozialer Raum verantwortlich.

· Aktualisierte Informationen auf https://www.ogsa.at/arbeitsgemeinschaften/ag-sozialer-raum/
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TITLE: Festrede zu sam. Erwartungen treffen auf Haltungen. 10 Jahre Mobile Soziale Arbeit im Öffentlichen Raum
CATEGORY: öffentlicher Raum
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 12/06/2017 10:46:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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BODY:
Sozialräumliche Exklusion vs. integrative Urbanität.

Herausforderungen der Teilhabe marginalisierter Menschen an der wachsenden Stadt –

Perspektiven einer Mobilen Sozialen Arbeit im Öffentlichen Raum.

Festrede zu

sam. Erwartungen treffen auf Haltungen. 10 Jahre Mobile Soziale Arbeit im Öffentlichen Raum.

Jubiläumsveranstaltung am Di., 28. 11.2017, von 16:00 bis 18:00 Uhr

im ega, 1060, Windmühlgasse 26

Danke für Einladung! Es ist eine große Ehre für mich, anlässlich der Feier zur 10 Jährigen Arbeit der Mobilen Soziale Arbeit im Öffentlichen Raum diesen Redebeitrag halten zu dürfen. Als Koordinator für den sozialräumlichen Zweiges des Masterstudiengangs Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit auf der FH Campus Wien beschäftige ich mich ja schon lange mit der sozialen Arbeit im öffentlichen Raum – umso mehr freue ich mich, dass ich aus dieser kritischen Position diese Rede halten darf! Ich werde über

Herausforderungen der Teilhabe marginalisierter Menschen an der wachsenden Stadt

reden. Dazu möchte ich 2 Vorbemerkungen machen:

1. Wien ist eine der reichsten Städte der Welt – Wien ist jetzt schon länger auf Platz 1 des Städterankings der Mercer-Studie, die Wien v.a. aus der Perspektive des ausländischen Personals auf Managementebenen betrachtet. Aber auch, wenn das eine eingeschränkte Sichtweise darstellt, weil weniger die Situation der Wohnbevölkerung betrachtet wird, zeigt dies die hohe Lebensqualität und den Reichtum, die wir in Wien finden.

2. Wien wandelt sich seit 1989 zu einer internationalen – eigentlich globalen Stadt. Von globalen Städten wissen wir, dass sie Anziehungspunkte sind – für die Binnenmigration und die internationale Migration. Hier gibt es nicht nur Reichtum, sondern hier gibt es v.a. Arbeitsplätze. Eine globale Stadt zieht billige Arbeitskräfte an und u.a. Konzerne brauchen diese auch, für billige Dienstleistungen, für die Versorgung, für die Reinigung, für Botendienste und die Gastronomie. Aber auch von Armut betroffene Menschen werden von reichen Städten angezogen. Ihnen fällt etwas vom Wohlstand dieser Städte ab.

In der modernen großen Stadt ist es Normalität, dass diese internationaler wird, vielfältiger aber auch stärker von sozialer Ungleichheit geprägt ist.

Diese Städte sind auch mehr dazu gezwungen mit Armut umzugehen, darüber nachzudenken, wie diese Armut eingedämmt werden kann. Das spüren wir jetzt ja auch in der Mindestsicherungsdebatte, die Wien besonders trifft: Weniger Unterstützung wird noch mehr Armut auf der Straße bedeuten.

Die Armut auf der Straße ist aber auch auf andere Weise ein Ausdruck des Reichtums der Stadt: Steigenden Boden- und Immobilienpreise in einer wachsenden Stadt machen es schwerer, leistbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Der Profit auf der einen Seite führt zu mehr Armut auf der anderen Seite, die in der Folge auch stärker auf der Straße sichtbar wird.

In der Folge spreche ich nun von Menschen, die von Armut betroffen sind – und im öffentlichen Räumen sichtbar werden. Ich bleibe hier in Anbetracht der Kürze der Zeit ungenau – natürlich sieht Armut unterschiedlich aus – das zeigt sich nicht nur in Wohnungslosigkeit, sondern z.B. auch in engen Wohnraum. Ich bleib da jetzt aber etwas oberflächlich.

Die im öffentlichen Raum sichtbarere Armut ist in der Folge Gegenstand von öffentlichen Auseinandersetzungen. Man_frau will sie nicht sehen, man_frau fühlt sich dadurch gestört – vielleicht sogar bedroht im eigenen Wohlstand, bzw. in der eigenen sozialen Absicherung. Das zeigt sich auch in Normalitätsvorstellungen, die sich gegen diese Armen richten. Armut wird zwar oft in einem von der Norm abweichenden Verhalten sichtbar – aber diese Verhaltensweisen sind kaum tatsächlich bedrohlich, sondern vielleicht manchmal unangenehm.

Trotzdem wird über diese abweichenden Verhaltensweisen ein Diskus über die subjektive Sicherheit inszeniert – einerseits weil er sich medial gut verkaufen lässt. Medien profitieren von der Debatte über die subjektive Sicherheit. Andererseits werden damit auch Wahlen gewonnen, wenn manche Politiker*innen sich damit zu den Hüter*innen der subjektiven Sicherheit inszenieren. Mit dieser Rede von den unsicheren öffentlichen Räumen und der subjektiven Sicherheit werden Arme bekämpft und leider nicht die Armut. Von Armut betroffen Menschen sollen sich „richtig“ verhalten – und es entsteht der Druck, sie zu verdrängen, sie unsichtbar werden zu lassen.

Die Armen zu bekämpfen ist anscheinend leichter oder zumindest opportuner als die Armut zu bekämpfen – besonders in diesem internationalen Kontext, der zugegebenerweise auch nicht unkomplex ist. An dieser Stelle möchte ich mich jetzt aber einmal bei allen Kräften der sozialen Arbeit, der Medien und der Wiener Politik bedanken, die das anders sehen, die sich für marginalisierte Menschen einsetzen und Angebote schaffen – allen voran sam und der zuständigen Stadträtin.

Grotesk bei dieser öffentlichen Debatte um die Unsicherheit ist ja, dass die Menschen, die von Armut betroffen sind, die sind, die tatsächlich in ihrer Sicherheit gefährdet sind. Sie sind gefährdet krank zu werden, sie sind auch tatsächlich viel stärker von Gewalt im öffentlichen Raum gefährdet. Aber sie sind v.a. vielfach ausgeschlossen vom Zugang zu einer menschenwürdigen Versorgung mit Wohnraum, mit privaten Rückzugsbereichen, mit Zugang zu gesunder Ernährung, mit Zugang zu Erwerbsarbeit und Einkommen. Oft bleibt ihnen nur noch der öffentliche Raum, in dem sie zumindest ein bisschen Teil dieser Gesellschaft bleiben können.

Mit Blick auf den öffentlichen Raum: Hier stellt sich eine nächste Herausforderung: Globale wachsende Städte erleben auch einen Druck auf die öffentlichen Räume – einerseits, weil mit öffentlichen Räumen auch Geschäfte gemacht werden kann (Stichwort: Gastgärten, Tourismus, Geschäftsstraßen, Aufwertung von Immobilien). Hier werden marginalisierte Menschen dann als „Störung“ für die Geschäfte definiert. Und der öffentliche Raum wird durch diese Kommerzialisierungsinteressen gleichzeitig gefährdet und knapper. Außerdem wird der öffentliche Raum auch knapper, weil in wachsenden Städten immer mehr Menschen auf dichten Raum leben und die Ansprüche auf diese Räume immer größer und vielfältiger werden. Dabei sind Menschen die von Armut betroffen sind, besonders auf den öffentlichen Raum angewiesen. Für sie ist dieser Raum oft der einzige Raum, in dem sie sich aufhalten können. Er ist der Ort, an dem sie soziale Beziehungen pflegen können. Aber er ist auch der Raum, in dem sie zumindest in einem Teilbereich der Gesellschaft noch teilhaben können, als Teil der Öffentlichkeit und der Konsumgesellschaft.

Die Verdrängung marginalisierter Menschen an den Rand, in die Peripherie, löst nicht nur keine Probleme, sondern ist in hohem Maße ungerecht, weil das Menschen trifft, denen dadurch die Teilhabe an dieser Gesellschaft noch mehr genommen wird.

Verdrängung und Bettelverbote sind aus dieser Perspektive zynisch – sie werden damit argumentiert, dass sich Kund*innen, Bürger*innen gestört fühlen – das ist absurd – die „Störung“ ist unverhältnismäßig zu der Not der Menschen, die betteln. Die, die Bettelverbote fordern oder umsetzen, missachten ihre Verantwortung, die sie gegenüber der Allgemeinheit haben, wenn sie dem Druck von Medien oder einzelnen Beschwerdeführer*innen nachgeben. Sie verabschieden sich von Werten des Allgemeinwohls, einer gerechten Gesellschaft und der Toleranz einer demokratischen Gesellschaft, wenn sie sich für Bettelverbote und Verdrängung aussprechen.

Ich versuche jetzt noch zwei Lösungsansätze bzw. Perspektiven zu formulieren:

1. Aus der Analyse folgernd muss eine Stadt ein Interesse haben, dass öffentliche Räume erhalten bleiben für diverse urbane – heißt widersprüchliche Nutzungen – auch für von Marginalisierung betroffenen Menschen – das ergibt sich aus einem Gebot der Menschlichkeit und der Menschenwürde. Aber es ermöglicht auch mehr, dass Menschen wieder Anschluss finden können an die Gesellschaft. Im öffentlichen Raum befinden sie sich in einer Form eines sozialen Netzes. Hier bleiben sie sichtbar. Hier können sie von der sozialen Arbeit angesprochen werden. Hier können Angebote gemacht werden. Eine Stadt, die zentrale Plätze für marginalisierte Menschen erhält und vorsieht leistet einen Beitrag für deren Integration, für eine Deeskalation und sozialen Frieden.

Ich möchte an dieser Stelle an das Mission Statement der Sozialen Arbeit im öffentlichen Raum hinweisen, dass von 5 Stadträt*innen unterschrieben wurde und in dem sich ein Bekenntnis enthält, dass der öffentliche Raum für die erhalten bleiben muss, die besonders auf ihn angewiesen sind.

2. Wir müssen lernen, urbane Gelassenheit und neue urbane Kompetenzen zu entwickeln. Wir müssen es in dieser Gesellschaft lernen, Widersprüchlichkeit auszuhalten – Vielfalt, Widersprüchlichkeit, aber leider auch soziale Ungleichheiten gehören eben zu einer reichen internationalen Stadt im Kapitalismus. Diese urbanen Kompetenzen müssen wir in Bezug auf die öffentliche Debatte, die Medien ebenso entwickeln, wie Politiker*innen und wir alle, die in dieser Stadt leben. Hier haben Medien und die Politik eine Verantwortung. Und wir müssen uns dafür stark machen, dass diese Verantwortung (wieder) wahrgenommen wird. Ich weiß – ich bin hier sehr normativ – und ich fordere hier etwas, was entgegen meiner eigenen Analyse oben steht. Aber umso mehr will ich diese Forderung nach gesellschaftlicher Verantwortung hier nicht aufgeben.

Am Schluss will ich jetzt noch über die Bedeutung der Sozialen Arbeit im öffentlichen Raum reden:

Die Soziale Arbeit im öffentlichen Raum kann genau dazu einen Beitrag leisten – also für die Teilhabe marginaliaiserter Menschen und für die Entwicklung urbaner Kompetenzen – und das tut sie jetzt auch schon seit 10 Jahren – dafür möchte ich „sam“ danken.

Dafür dass sie Bildungsprozesse für die Entwicklung urbaner Kompetenzen gestaltet,

dafür dass sie Menschen, die am Rand der Gesellschaft sind, beraten und unterstützen, sowie an die richtigen Stellen weitervermitteln;

aber auch dafür, dass sie sich dafür einsetzen, dass diese Menschen weiterhin im öffentlichen Raum bleiben können, dass diese Räume erhalten bleiben und auch so gestaltet sind, dass ein Aufenthalt von Menschen mit unterschiedlichsten Interessen im öffentlichen Raum möglich ist.

Die „Mobile Soziale Arbeit im Öffentlichen Raum“ kann hier eine wirklich wichtige Rolle dabei spielen, diese Stadt so mitzugestalten, dass sie den Anspruch auf Menschlichkeit und einer integrativen Stadtgesellschaft nicht verliert.

Vielen Dank und alles Gute für die kommenden 10 Jahre!

Christoph Stoik

Wien, 28.11.17

zwei weitere links zum Thema:

Positionspapier der OGSA zur Sozialen Arbeit im öffentlichen Raum: https://www.ogsa.at/arbeitsgemeinschaften/ag-sozialer-raum/

Mission Statement und Glossar zu sozialer Arbeit im öffentlichen Raum der Stadt Wien: https://www.wien.gv.at/gesellschaft/soziale-arbeit/index.html
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TITLE: CALL For PAPERS: ogsa-FORUM!
CATEGORY:
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 11/21/2017 03:31:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
CALL FOR PAPERS – AG Sozialer Raum der OGSA Soziale Arbeit und Sozialer Raum

ogsaFORUM, Donnerstag 5. April 2018, FH JOANNEUM Graz:

Im Rahmen des ogsaFORUMS 2018 in Graz organisiert die AG Sozialer Raum ein Panel, in dem aktuelle Ergebnisse junger Forscher*innen vorgestellt werden sollen. In diesem Sinne wenden wir uns bewusst an jüngere Kolleg*innen, die z.B. ihre Bachelor- oder Masterarbeiten in der Fachöffentlichkeit sichtbar machen wollen.

Abstract als doc oder rtf bis 20.12.2017 an:

marc.diebaecker@fh-campuswien.ac.at
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TITLE: CALL For PAPERS: http://www.soziales-kapital.at Bd.19
CATEGORY:
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 11/21/2017 03:29:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Die nächste Ausgabe des online-Journals http://www.soziales-kapital.at hat den Schwerpunkt „Sozialraum /Community Development“. Wissenschaftliche Artikel sind bis 31.12.17 erwünscht – Kontaktperson: marc.diebaecker@fh-campuswien.ac.at
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TITLE: Professionellen offene Kinder- und Jugendarbeit braucht gute Rahmenbedingungen
CATEGORY:
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/10/2017 03:14:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Beitrag in: aufgePASST! Unabhängige Zeitung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in wien, Ausgabe #6 / Herbst 2017

Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist eine überaus wichtige Arbeit in und für unsere Gesellschaft. Jugendarbeiter*innen können von Kindern und Jugendlichen kontaktiert werden, wenn diese einmal mit jemanden anderen sprechen wollen als mit Verwandten, Freund*innen und Lehrer*innen. Dazu gibt es in der Lebensphase der Kindheit und Jugend genug Gründe, wie Konflikte mit den Eltern, in der Schule, in der Lehre, am Arbeitsplatz oder mit Freund*innen, Fragen zu Sexualität, Umgang mit Alkohol oder anderen Substanzen, etc. Jugendarbeiter*innen haben keine anderen Aufgaben, als für Kinder und Jugendliche da zu sein. Sie müssen nicht kontrollieren, ob sie in die Schule gehen, oder Arbeit suchen. Sie haben nicht die Pflichten, die Eltern und Erziehungsberechtigte haben. Und sie sind nicht Teil einer Clique. Aber sie suchen die Kinder und Jugendlichen dort auf, wo sie sich aufhalten, sie gestalten Orte wie Jugendzentren und -treffs, in denen Kinder und Jugendliche leicht angesprochen werden können. Für manche Kinder und Jugendliche stellen Jugendarbeiter*innen die einzige bzw. letzte Möglichkeit dar, Probleme mit einem Erwachsenen zu besprechen.

Offene Kinder- Jugendarbeit unterstützt die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, sowie die Auseinandersetzung mit wichtigen Themen des Kindseins, der Jugend und des Erwachsenwerdens – alternativ zur Schule, in der es auch disziplinierende Aufgaben gibt und alternativ zu den Erziehungsberechtigten, mit denen sich Kinder und Jugendliche beim Zusammenleben alltäglich arrangieren müssen. Freizeitangebote der Jugendarbeit sind dabei nicht nur darauf ausgerichtet, dass Zeit sinnvoll verbracht wird, sondern sie sind auch Lernräume, die sich an den Bedürfnissen der Kinder- und Jugendlichen orientieren. Darüber hinaus achtet die offene Kinder- und Jugendarbeit darauf, dass die Interessen der Kinder und Jugendliche gesellschaftlich wahrgenommen werden, wie z.B. bei der Gestaltung von Parkanlagen. Jugendarbeit setzt sich dafür ein, dass sich Kinder und Jugendliche in Partizipations- und Gestaltungsprozesse einbringen. Offene Kinder- und Jugendarbeit übernimmt daher auch einen wichtige Funktion der politischen Bildung von Kindern und Jugendlichen.

Diese Arbeit benötigt viel Wissen darüber, wie Kinder und Jugendliche denken, was sie beschäftigt. Es braucht Wissen darüber, wie Kontakte gut aufgebaut und Beziehungen gut geführt werden können. Kinder- und Jugendarbeiter*innen müssen wissen, wie das Umfeld, das Jugendtreff, das Programm im Parkt, etc. gestaltet werden muss, damit Kinder und Jugendliche angesprochen werden und sich in die Angebote auch einlassen können. Dieses Wissen muss eng verknüpft sein mit Handlungskompetenzen, mit Methoden, die es dazu braucht, sowie mit einer professionellen Haltung. Jugendarbeiter*innen müssen sich laufend mit ihrer Rolle und Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen. Sie sind ihnen sehr nahe, sind aber auch keine Freunde. Sie müssen mit Problemen und Druck der Kinder und Jugendliche umgehen, verständnisvoll sein, aber auch eigene Positionen beziehen. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verlangt also viel Verantwortung, aber auch hohe Kompetenzen.

Diese Arbeit sollte daher auch gut bezahlt werden. Geregelt ist diese im Kollektivertrag für Sozialwirtschaft (SWÖ). Leider wird dort zwischen sozialpädagogischer und sozialarbeiterischer Tätigkeit unterschieden, obwohl es fachliche längst überholt ist, eine solche Unterscheidung in der Jugendarbeit vorzunehmen. Diese Einstufungen führen zu einem Zwei- bzw. Mehrklassensystem in der Jugendarbeit, was weder fachlich begründbar, noch gut für das Arbeitsklima in den Teams ist. Kinder- und Jugendarbeit ist immer Beziehungsarbeit, ist immer eine pädagogische Arbeit, die sensibel ist und hohe Qualifikation voraussetzt. Im Sinne der Bedeutung der Jugendarbeit für die Gesellschaft, sollte daher darauf geachtet werden, dass gut ausgebildete und gut bezahlte Jugendarbeiter*innen tätig sind. Die Spaltung der offenen Kinder- und Jugendarbeit führt eher zu einer Schwächung der Qualität der Arbeit. Dieser Fehler sollte daher möglichst bald behoben werden.
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TITLE: Bericht: International Conference on Working Class Districts
CATEGORY:
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DATE: 09/24/2017 11:05:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Von 14. bis 15. September fand die International Conference on Working Class Districts „Urbane Transformationen und Lebensqualitäten in der wachsenden Stadt“ auf der FH Campus Wien statt.

Mit über 60 Beiträge u.a. aus Wien, Zürich, Frankfurt, Berlin, Newcastle, London, Graz, Teheran, Ankara, Indien, Algerien und den USA wurden urbane Transformationen in den städtischen Peripherien und die Folgen für die Wohnbevölkerung („workingclass“) diskutiert. Nicht zuletzt aufgrund der Keynotes konnten diese Transformationen im Spannungsfeld zwischen sozialen Verhältnissen und symbolischen Zuschreibungen („die Ausländer“, Images vom „Stadtrand“, etc.) in räumlichen Kontexten – theoretisch und praxisbezogen – differenziert betrachtet werden. Deutlich wurde, dass auch Wien trotz vergleichsweise noch recht sicheren Rahmenbedingungen (z.B. 220.000 kommunale Wohnungen) vor großen Herausforderungen steht. Zugang zu „leistbaren Wohnen“ für vulnerable Personen, aber auch insgesamt für untere Einkommensbereiche (Teile der Arbeiter*innen-Klasse) wurde thematisiert. Die Konferenz wurde von der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Lebensqualität urbaner Räume“ organisiert, getragen von den Departments Soziales, Bauen und Gestalten, Gesundheit und Technik, unterstützt vom INUAS-Netzwerks der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, der Hochschule München und der FH Campus Wien, sowie vom Projekt WienerWissensWelt – gefördert durch die Stadt Wien. Auf der FH Campus Wien wird eine weitere transdisziplinäre Auseinandersetzung mit urbanen Transformationsprozessen stattfinden.

weiter Informationen mit Fotos von der Konferenz:

https://www.fh-campuswien.ac.at/studium/aktuell/news-und-termine/detail/News/lebensqualitaet-und-wandel-in-favoriten.html
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TITLE: Urbane Transformationen und Lebensqualitäten in der wachsenden Stadt
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 09/01/2017 11:57:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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das endgültige Programm ist da:

„International Conference on Working Class Districts / Urbane Transformationen und Lebensqualitäten in der wachsenden Stadt“

am Do, 14. und Fr, 15. September 2017 an der FH Campus Wien.

Programm, Information und Anmeldung:

https://www.fh-campuswien.ac.at/die-fh/veranstaltungen/international-conference-on-working-class-districts.html

Bitte noch bis 7.9.17 anmelden – v.a. auch um die Versorgung zu Mittag planen zu können!

danach ist eine Anmeldung über

petra.zeiller-vesely@fh-campuswien.ac.at

noch bis 11.9.17 möglich.
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TITLE: International Conference on Working Class Districts / Urbane Transformationen und Lebensqualitäten in der wachsenden Stadt
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 07/19/2017 06:13:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Das Programm für die

„International Conference on Working Class Districts / Urbane Transformationen und Lebensqualitäten in der wachsenden Stadt“

am 14. und 15. September 2017 an der FH Campus Wien

steht und die Anmeldung ist möglich:

https://www.fh-campuswien.ac.at/die-fh/veranstaltungen/international-conference-on-working-class-districts.html
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TITLE: Neuvergabe der Gebietsbetreuung Stadterneuerung ab 2018
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 07/06/2017 08:35:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung wurde neu ausgeschrieben. Neben der sanften Stadterneuerung wird sie – wie schon in den letzten Jahren – als Stadtteilmanagements in Stadtentwicklungsgebieten tätig sein. Die gemeinwesenorientierte Tätigkeit soll in interdisziplinären Teams erbracht werden. Explizit werden mit dieser Neubeauftragung auch Sozialarbeiter*innen in den Teams verlangt.

Heute ist der letzte Tag für die Einbringung der Teilnahmeanträge zur Angebotslegung für die Gebietsbetreuungen Stadterneuerung. 5 Aufträge wurden öffentliche ausgeschrieben und sollen ab Anfang 2018 für 3 Jahre und maximal 3 Jahre Verlängerungsoptionen vergeben werden. Die Gebietsbetreuungen werden sowohl in definierten Stadterneuerungsgebieten und in Stadtentwicklungsgebieten (Stadtteilmanagemenents) tätig sein. Insgesamt wird es weniger Aufträge geben als im letzten Beauftragungszeitraum, die Auftragssumme bleibt aber ca. auf dem derzeitigen Niveau und die Tätigkeit wird auf das gesamte Stadtgebiet ausgedehnt. Die fünf Stadtgebiete sind

1., 2., 7., 8., 9. und 20. Bezirk;

3., 4., 5., 10. und 11. Bezirk;

6., 12., 13., 14., 15. und 23. Bezirk;

16., 17., 18. und 19. Bezirk;

21. und 22. Bezirk.

Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung „… versteht sich als Vermittlerin zwischen Politik, Verwaltung sowie BewohnerInnen…“. Sie „… agiert sowohl als „vor Ort ansässige“ als auch „aufsuchende“ Serviceeinrichtung, um die Bedürfnisse der BewohnerInnen proaktiv zu identifizieren („Ohr vor Ort“) und das Potenzial der StadtteilbewohnerInnen zur Mitgestaltung des Wohnumfeldes zu mobilisieren, um langfristig das nachbarschaftliche Miteinander zu gewährleisten.“

In den Stadterneuerungsgebieten ist es Ziel, „… leistbares Wohnen zu gewährleisten und der Verdrängung der angestammten BewohnerInnen entgegenzuwirken. Der Schutz der MieterInnen und die kostenlose miet- und wohnrechtliche Beratung der Gebietsbetreuung Stadterneuerung als lokale Serviceeinrichtung der Stadt Wien nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein.“

In den Stadtentwicklungsgebieten soll u.a. „das Zusammenwachsen von „Neu“ und „Alt“ …“ gefördert werden.

Neu in der Ausschreibung ist, dass die interdisziplinären Teams explizit auch mit Sozialarbeiter*innen besetzt werden müssen.

https://www.wien.gv.at/Vergabeportal/Detail/50657 (beispielhaft für die Bezirke 1., 2., 7., 8., 9. und 20. mit allen Unterlagen).
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TITLE: International Conference on Working Class Districts / Urbane Transformationen und Lebensqualitäten in der wachsenden Stadt
CATEGORY:
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DATE: 06/19/2017 01:07:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Save The Date!

Anmeldungen spätestens ab Anfang Juli möglich!

https://www.fh-campuswien.ac.at/studium/aktuell/news-und-termine/detail/News/international-conference-on-working-class-districts-urbane-transformationen-und-lebensqualitaeten.html

International Conference on Working Class Districts / Urbane Transformationen und Lebensqualitäten in der wachsenden Stadt

14.09.2017-15.09.2017, FH Campus Wien, Favoritenstraße 226, 1100 Wien

Urbane Transformationen und Lebensqualitäten

Wachsende Städte sind Kristallisationspunkte gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Entwicklungen, in denen sich ökonomische Innovationen und technische Errungenschaften ebenso abzeichnen wie soziale Polarisierungen und ökologische Krisen. Globale Entwicklungen und urbane Trends interdisziplinär zu betrachten ist wesentlich, um gesellschaftliche Bedingungen und Perspektiven zu reflektieren und politische Alternativen entwickeln zu können.

ArbeiterInnenviertel im Fokus

Im Mittelpunkt der Tagung stehen die in der Industrialisierung entstandenen Arbeiter*innenviertel, die in wachsenden Städten gegenwärtig besonderen Dynamiken unterliegen und für die lokale Bevölkerung mit vielfältigen Herausforderungen verbunden sind. Die Zunahme städtischer Bevölkerung, Polarisierungen des Arbeitsmarktes, Aufwertungen des Stadtzentrums, Verknappungen von Wohnraum oder begrenzte städtische Budgets und Flächenkapazitäten führen unter anderem dazu, dass die häufig peripherisierten Quartiere des modernen Prekariats zu zentralen Zielgebieten der Stadtentwicklung und staatlicher Politiken werden.

Ziel ist es, aktuelle Forschungsergebnisse zu diskutieren, gegenwärtige Herausforderungen zu bestimmen und zur nachhaltigen Entwicklung dieser Quartiere beizutragen.

Keynote SpeakerInnen

Dr.in Marie Glaser, Leiterin ETH Wohnforum – ETH Case

Prof.in Dr.in Susanne Heeg, Professorin für Geographische Stadtforschung, Goethe Universität Frankfurt am Main

Prof.in Dr.in Felicitas Hillmann, Professorin für Transformation städtischer Räume im internationalen Kontext, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung / TU Berlin

Prof. Dr. Ali Madanipour, Professor für Urban Design, Newcastle University

Prof. Dr. Christoph Reinprecht, Professor für Soziologie, Universität Wien

Forschungsthemen und –perspektiven

Die Tagung fokussiert auf Transformationsprozesse in acht Themengruppen, zu denen der fachliche Diskurs geführt und innovative Projekte diskutiert werden sollen.

1. Soziale Ungleichheiten, Identitäten und urbane Diversität

2. Ökonomische Transformationen und soziale Stadtpolitiken

3. Gesundheit, Lebensphasen und demographische Entwicklung

4. Nachverdichtung, soziale Infrastruktur und Soziale Räume

5. Stadtplanung, urbane Qualitäten und Partizipation

6. Architektur, neue urbane (Wohn)Formen und leistbares Wohnen

7. Erneuerbare Energien, Photonik, Energieeffizienz und nachhaltige Sanierung

8. Zukunft urbaner Mobilität und innovativer Verkehrsplanung

Tagungsorganisation

Wissenschaftliche Arbeitsgruppe „Lebensqualität urbaner Räume“ der FH Campus Wien

Department Bauen und Gestalten

Isabel Glogar, Ana-Maria Simionovici, Edmund Spitzenberger

Department Gesundheitswissenschaften

Angelika Eder, Peter Putz

Department Soziales

Andreas Bengesser, Marc Diebäcker, Christoph Stoik

Department Technik

Markus Wellenzohn

Akademische Hochschulentwicklung im Rahmen des Projekts

„WienerWissensWelt“-Trendradar für Markt und Wirtschaft

Susanna Boldrino, Petra Zeiller-Vesely

Die Tagung findet im Zuge des Projekts „WienerWissensWelt“-Trendradar für Markt und Wissenschaft, gefördert von der Stadt Wien (MA 23), zum Aufbau einer Wissendrehscheibe statt.

INUAS Internationales Netzwerk von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften

Katharina Kloser

(FH Campus Wien, Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften)
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TITLE: Wohnen im 10. Bezirk – interdisziplinäre Auseinandersetzungen im Rahmen des Studiums auf der FH
CATEGORY:
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 05/30/2017 05:09:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Von 8. bis 12.5.17 fand eine interdisziplinäre Studienforschungswoche auf der Fachhochschule Campus Wien statt. Fast 100 Student*innen haben sich mit urbanen Transformationen und Raumanalysen auseinandergesetzt. In 12 interdisziplinären Gruppen forschten die Student*innen aus den Studiengängen für Sozialraumorientierte Soziale Arbeit, Architektur und Bauingenieurwesen, aber auch von der Hochschule Zürich, im 10. Bezirk. Das Engagement der Student*innen und die Ergebnisse der Arbeiten haben die Erwartungen übertroffen. Hier sind nun u.a. einige ausgezeichnete Arbeiten und Fotos zur Woche zu finden: https://www.fh-campuswien.ac.at/studium/aktuell/news-und-termine/detail/News/aus-der-welt-im-favoritner-graetzl.html

Die INUAS Research Week hat insgesamt gezeigt, dass es Sinn macht, räumliche Veränderungen aus interdisziplinären Perspektiven zu betrachten. Die Transformationen können besser und vielseitiger erfasst werden und bieten so auch eine breitere Grundlage für Lösungsvorschläge. Deutlich wurde aber auch, dass interdisziplinäres Arbeiten Zeit braucht und Konfliktbereitschaft herausfordert – umso wichtiger ist es, Interdisziplinarität gut in die Lehre zu integrieren.

weitere Fotos: https://www.flickr.com/photos/christoph_stoik/albums/72157681607406521

und

https://www.flickr.com/photos/christoph_stoik/albums/72157684444943125/
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TITLE: Migrationsbewegungen als globale soziale Frage
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 04/13/2017 07:04:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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„Genug Solidarität gezeigt“, meint Roland Fürst zur Flüchtlings- und Migrationspolitik im Standard vom 11.4.2017 (http://text.derstandard.at/2000055781705/Toleranz-ist-Ausfluss-eines-Schuldkomplexes?ref=rss). Zu dieser Aussagen kann es natürlich nur aus einer nationalistischen Position heraus kommen, ohne der Berücksichtigung der Fluchtbewegungen als internationales Phänomen.

Tatsächlich kann Migration in einer kapitalistischen Welt nur verstanden und richtig eingeordnet werden, wenn globale Dimensionen betrachtet werden. Migration und Flucht ist Normalität in einer globalisierten Welt aber auch ein Ausdruck von weltweiten ungleichen Verhältnissen und einer Interessens-geleiteten – eigentlich kolonialen – Politik des Nordens, die danach strebt, weiter Gewinne machen zu können – mit Waffengeschäften, oder – noch mehr – um sich den Zugang zu Ressourcen zu sichern, wie seit eh und je im Nahen Osten. Unter die Räder kommen dabei sowohl die Wohnbevölkerung im Süden und als auch die im Norden. Aus nationalistischer Perspektive können natürlich zuerst die Menschen in den Blick genommen werden, die als erstes in Österreich verlieren, Arbeiter_innen und der Mittelstand – übrigens auch viele in Österreich lang lebende Migrant_innen. Aber es ist naiv, zu glauben, dass Migration aus ärmeren Ländern in den Norden und Westen wirklich verhinderbar wäre. Diese Menschen kommen natürlich in die Länder und Zentren, in denen es Reichtum gibt -so ungleich dieser dort auch verteilt sein mag. Mauern, Zäune, Grenzkontrollen und das Mittelmeer halten sie nicht ab. Wer sich entschließt, diese Menschen aussperren zu wollen, muss zu gewaltsameren Mitteln greifen, nimmt in Kauf, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken, schickt geflüchtete Menschen ins Kriegsgebiet nach Afghanistan zurück – was soll da noch alles kommen? Die eigentliche Grenze die zu setzen wäre, ist eine, die sich gegen Unmenschlichkeit wendet und eine die sich dagegen richtet, die letzten Reste eines humanen Europas auf zu geben.

Die sozialen Sicherungssysteme in Österreich zu schwächen, wie die Schwächung der Mindestsicherung – u.a. auch im Burgenland -, ist jedenfalls der falsche Weg und das falsche Signal. Das wird nur soziale Ungleichheit in Österreich verstärken.

Die Migrationsbewegungen müssen viel mehr als das gesehen werden, was sie tatsächlich sind – als Ausdruck DER sozialen Frage, die sich weltweit stellt – nämlich in welcher Welt wir leben wollen, wie Ressourcen gerecht verteilt sein sollen, wer profitiert und wer in dieser Gesellschaft verliert. Diese globalen Fragen sind nicht national zu lösen – und auch nicht nur durch eine Abschottung der Europäischen Union. Leider stellt die österreichische Sozialdemokratie diese Frage kaum mehr.
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TITLE: Calls zur International Conference on Working Class Districts – Urbane Transformation und Lebensqualitäten in der wachsenden Stadt, 14.- 15.09.2017
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DATE: 04/09/2017 10:38:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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der Call für die International Conference on Working Class Districts – Urbane Transformation und Lebensqualitäten in der wachsenden Stadt, 14.- 15.09.2017

schließt am 10.05.2017:

https://www.fh-campuswien.ac.at/studium/aktuell/news-und-termine/detail/News/call-for-papers-and-projects-international-conference-on-working-class-districts-urbane-transfor.html
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TITLE: Abschlusserklärung der 3. wissenschaftliche Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Soziale Arbeit (ogsa) am 27. bis 28.3.2017 in St. Pölten
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DATE: 04/09/2017 10:29:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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„Die Österreichische Gesellschaft für Soziale Arbeit (ogsa) hat von 27. bis 28.3.2017 mit 200 TeilnehmerInnen aus Praxis und Wissenschaft der Sozialen Arbeit in St. Pölten getagt. Neben Fragen der Wissenschaft und Forschung in der Sozialen Arbeit wurden auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen diskutiert. Dabei mussten wir konstatieren:

1. Alle Indikatoren verweisen darauf, dass sich die soziale Lage vor allem der Menschen mit den niedrigsten Einkommen (die untersten 2 Dezile) in Österreich in den letzten eineinhalb Jahrzehnten zunehmend verschlechtert hat. Das ist besorgniserregend und kann nicht durch den Einsatz von Sozialarbeit und Sozialpädagogik allein aufgefangen werden.

2. Leistungen der Sozialen Arbeit werden weiterhin ausgebaut, in einigen Bereichen lassen allerdings die prekären Arbeitsbedingungen keine Tätigkeit zu, die modernen fachlichen Standards genügen würde. Die Investitionen in Soziale Arbeit werden aber nur dann zu Inklusion beitragen können, wenn die Leistungen von hinreichend qualifiziertem Personal und unter Bedingungen erbracht werden, die fachlich korrekte und wissenschaftlich gestützte Tätigkeit ermöglichen.

[…]

Die Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Soziale Arbeit erklärt daher:

Soziale Sicherungssysteme wie die bedarfsorientierte Mindestsicherung dürfen nicht geschwächt und ausgehöhlt werden. Geringen Einsparungen stehen dramatische Folgen für die Betroffenen gegenüber.

Nützt man Rechtssysteme wie z.B. das Fremdenrecht zum systematischen gesellschaftlichen Ausschluss von Menschen, die sich im Lande befinden, so nimmt man die Verschärfung sozialer Probleme und Auseinandersetzungen in Kauf. Wir fordern die Verantwortlichen daher auf, eine menschenrechtskonforme, den internationalen Verpflichtungen Österreichs entsprechende und auf die Ermöglichung der Inklusion bzw. Integration zielende Gesetzgebung und Rechtspraxis wiederherzustellen.

[…]“

mehr:

http://www.ogsa.at/109-veranstalt…/…/166-abschlusserklaerung
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TITLE: „Nachbarschaft“ zwischen dörflicher Romantik und Governance-Strategie
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DATE: 04/04/2017 06:25:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Bericht zur Campus Lectures „Nachbarschaft – zwischen lokaler Identität und sozialer Kontrolle“ am 21.3. auf der FH Campus Wien,

https://www.fh-campuswien.ac.at/studium/aktuell/news-und-termine/detail/News/nachbarschaft-doerfliche-romantik-oder-governancestrategie.html

„Nachbarschaft“ wird in der Praxis der Gemeinwesenarbeit sehr unterschiedlich verstanden. Sie dient als Begriff für freiwillige stadtteilbgezogenen soziale Unterstützungsnetzwerke, sie steht für die Notwendigkeit, auf engen Raum nebeneinander leben zu können, sie ist Ausgangspunkt bzw. Vehikel für unterschiedliche partizipative Aktivitäten von Menschen in den Bezirken, sie wird als Kommunikationskultur im Wohnungsneubau gebildet, sie wird genutzt und entwickelt, um durch soziale Beziehungen die Gesundheit zu fördern, oder sie wird als Ausgangspunkt für die Entwicklung von Solidarität und politischen Engagement gesehen. Sie bezieht sich räumlich auf ein Stockwerk im Wohnhaus, eine ganze Stiege bzw. Wohnhausanlage bis zum Grätzel. Je nach Lebenslage gewinnt oder verliert sie an Bedeutung z.B. aufgrund der Mobilität mit kleinen Kindern oder körperlichen Einschränkungen, aber auch aufgrund der Integration in bzw. des Ausschlusses aus der Erwerbsarbeit. „Nachbarschaft“ bewegt sich zwischen Bilder einer vormodernen Dörflichkeit in der Stadt, der Sehnsucht nach sozialen Beziehungen, wenig romantischen Vorstellungen des nebeneinander Wohnens im urbanen Raum, bei der Anonymität und Vielfalt als Qualität gesehen wird und eines politischen Governance-Programms, das auf die neoliberale gesellschaftlichen Fragmentierung und Unwirtlichkeit der Städte reagieren soll. Diese letzte Deutung würde die Konjunktur der „Nachbarschaft“ erklären, die in den letzten 20 Jahren beobachtbar ist.

Die kritische Auseinandersetzung mit diesem Konzept auf der vom Masterstudiengang Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit organisierten Campus Lectures mit dem Titel „Nachbarschaft – zwischen lokaler Identität und sozialer Kontrolle“ am 21.3. auf der FH Campus Wien, hat gezeigt, wie wichtig eine differenzierte und wissenschaftliche Beschäftigung dazu ist . Empirische Arbeiten von Absolvent_innen und Student_innen des Departements „Soziales dienten für die Diskussion auf der Veranstaltung auch als Ausgangspunkt. Barbara Eibelhuber, Absolventin des Masterstudiengangs „Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit“ hat die Ergebnisse ihrer Masterarbeit zur Relevanz der räumlichen Nähe für das soziale Netzwerk von Bewohner_innen eines Gemeindebaus vorgestellt. Student_innen des Bachelorstudiengangs „Soziale Arbeit“ berichteten danach von den Erkenntnissen aus ihrer Forschung zu Nachbarschaft im Sozialen Wohnbau.

Anschließend fand eine Podiumsdiskussion mit Expert_innen aus der Praxis der Stadtteilarbeit statt mit Iris Heinrich vom Nachbarschaftszentrum 2 des Wiener Hilfswerk, Johannes Kellner vom Verein Lokale Agenda 21 Wien, Katharina Kirsch-Soriano von der Stadtteilarbeit der Caritas Wien. Andreas Rechling von wohnpartner des Wohnservice Wiens und Christoph Reinprecht vom Institut für Soziologie der Universität Wien.
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TITLE: International Conference on Working Class Districts
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DATE: 03/24/2017 00:39:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Am 14. und 15. September 2017 findet an der FH Campus Wien die Veranstaltung

International Conference on Working Class Districts.

Urbane Transformation und Lebensqualitäten in der wachsenden Stadt

statt.

In dieser wissenschaftlichen Konferenz werden die Entwicklungen und Herausforderungen in wachsenden Städten beleuchtet. Ziel ist die Diskussion aktueller Forschungsergebnisse und die Bestimmung der gegenwärtigen Herausforderungen als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung dieser Quartiere.

Den Call for Papers and Projects mit allen Detail sind hier anzurufen:

https://www.fh-campuswien.ac.at/studium/aktuell/news-und-termine/detail/News/call-for-papers-and-projects-international-conference-on-working-class-districts-urbane-transfor.html
Die Konferenz findet in Kooperation mit dem INUAS Netzwerk im Rahmen des Projekts „WienerWissenWelt – Trendradar für Markt und Wissenschaft“ (gefördert von der MA 23 der Stadt Wien) statt.
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TITLE: Panels der AG „Sozialer Raum“
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 03/24/2017 00:28:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Am Mo, 27. und Di, 28.3.17 findet die ogsaTagung 2017 auf der FH St. Pölten, u.a. Panels der AG „Sozialer Raum“ am 28.3. statt:

Programm 28.3.2017 der AG Sozialer Raum

9.30-15.30 Uhr

Panel 1: Raum – Körper – Geschlecht.

Impuls: Birgit Bütow (Universität Salzburg)

Panel 2: Sozialraumforschung und Institutionelle Räume Sozialer Arbeit.

Ein Frauenhaus und ein Tageszentrum für wohnungslose Menschen als sozialräumliche Fallskizzen.

Impulse: Marc Diebäcker, Anna Fischlmayr und Aurelia Sagmeister (FH Campus Wien)

Panel 3: Extremismus und Sozialraumarbeit.

Impulse: Andreas Peham (DÖW- Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes), Gabriele Wild (Verein Juvivo), Süleyman Ceviz (wohnpartner)
16.00-17.30 Uhr

Koordinationstreffen der AG Sozialer Raum

(Treffpunkt Mensa)

Ein weiteres Koordinationstreffen der AG Sozialer Raum ist für den 2. Mai 2017, ab 14.00 Uhr in Salzburg geplant.
Weitere Informationen zur Tagung, zum Programm und zur Ameldung:

http://www.ogsa.at/109-veranstaltungen/tagung-2017/161-programm
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TITLE: Campus Lecture: Nachbarschaft – zwischen lokaler Identität und sozialer Kontrolle
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 02/06/2017 03:49:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Di, 21.3., 17.30-20.30 Uhr

Nachbarschaft –

zwischen lokaler Identität und sozialer Kontrolle

FH Campus Wien

Masterstudiengang Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit

Favoritenstraße 226,

Festsaal

1100 Wien

Seit ca. 20 Jahren hat die „Nachbarschaft“ Konjunktur und wird programmatisch und von zahlreichen Einrichtungen neu entdeckt und genutzt. Im Rahmen der Campus Lecture findet eine kritische Auseinandersetzung zu diesem Konzept statt.

Einleitend wird Barbara Eibelhuber die Ergebnisse ihrer Masterarbeit zur Relevanz der räumlichen Nähe für das soziale Netzwerk von Bewohner_innen eines Gemeindebaus vorstellen.

Student_innen des Bachelorstudiengangs „Soziale Arbeit“ berichten von den Erkenntnissen zu Nachbarschaft im Sozialen Wohnbau aus ihrer Forschung im Rahmen der LV Forschung- und Projektentwicklung.

Anschließend laden wir ein, mit Kolleg_innen am Podium zu diskutieren mit

Andreas Rechling, wohnpartner, Wohnservice Wien

Katharina Kirsch-Soriano, Stadtteilarbeit der Caritas Wien

Iris Heinrich, Nachbarschaftszentren, Wiener Hilfswerk

Johannes Kellner, Verein Lokale Agenda 21 Wien

Christoph Reinprecht, Institut für Soziologie , Universität Wien
Programm:

17.30 – 18.00

Barbara Eibelhuber: Gelebte Nachbarschaften

18.00 – 18.30

Einblicke in Forschungserkenntnisse von Student_innen des Bachelorstudiengangs „Soziale Arbeit“

18.30 – 20.00

Podiumsdiskussion (Moderation: Christoph Stoik)

Ausklang

Anmeldung bitte bis 15. März 2017 an:

sabine.siegmund@fh-campuswien.ac.at
https://www.fh-campuswien.ac.at/studium/aktuell/news-und-termine/detail/News/campus-lectures-nachbarschaft-zwischen-lokaler-identitaet-und-sozialer-kontrolle.html
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TITLE: GWA-Tagung Strobl: 17.-19.10.16
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DATE: 09/02/2016 00:56:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Einladung

zur alljährlichen GWA-Tagung am Mo, 17. – Mi, 19. Oktober 2016

am

Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb)

Bürglstein 1 – 7, 5360 St. Wolfgang

einladen.

„Die jährliche Tagung zur Gemeinwesenarbeit beschäftigt sich 2016 mit dem Thema des freiwilligen Engagements. Gemeinsam mit Vertreter_innen von mehr als 10 Projekten/Initiativen, Referent_innen (Markus Miessen und Bettina Hollstein) und der Veranstaltungsgemeinschaft werden sich die Teilnehmer_innen den Themen *Bildung und Lernen, *Demokratie und Gemeinwesen, *Kultur und Soziales und *Flucht und Asyl“ widmen.“

„Freiwilliges Engagement ist zentrales Lebenselement für lokale Gemeinwesen und die Zivilgesellschaft. Es ist Ausdruck von Gemeinsinn und Solidarität ebenso wie von Freiheit und Eigen-Sinn, Ort der Selbstverwirklichung ebenso wie Ort der Selbstausbeutung – und wird zunehmend auch Gegenstand der Steuerung durch Freiwilligenpolitik und Freiwilligenmanagement. Diese Spannungsfelder bestimmen die Praxis der Freiwilligen und gewinnen zusätzliche Brisanz durch die breite Engagementbereitschaft für Flüchtlinge.“

weitere Infos und Anmeldemöglichkeit:

http://www.bifeb.at/programm/termin/calendar/2016/10/17/event/tx_cal_phpicalendar/erwachsenenbildung_und_soziale_arbeit_im_dialog-1/

und

http://www.gemeinwesenarbeit.at/tagungen/tagung-2016-17-19-oktober/
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TITLE: Campus Lecture zu „Parallelgesellschaften“ am 31.3.16
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 04/08/2016 02:19:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Christian Reutlinger von Hochschule St. Gallen empfiehlt auf der Campus Lecture des Masterstudiengangs „Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit“ mit 70 Teilnehmer_innen auf der FH Campus Wien die „Rede von der Parallelgesellschaft“ zu dekonstruieren. Die Wissenschaft und Praxis der Sozialen Arbeit hat die Aufgabe, gesellschaftliche Ausschließungsprozesse differenziert zu betrachten und sich gegen homogenisierende Vereinfachungen durch diverse Politiker_innen, Medien und Populärwissenschaft zu stellen. Die Rede von der Parallelgesellschaft muss selbst als Instrument zur Ausschließung von Menschen entlarvt werden.
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TITLE: ogsaFORUM2016
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DATE: 03/17/2016 01:36:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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18.04.2016,

Fachhochschule Oberösterreich, Campus Linz

Für die AG Sozialer Raum ist Folgendes geplant:

Positionspapier: Soziale Arbeit und Öffentlicher Raum

Aktive der AG Sozialer Raum haben im Jahr 2015 zu Konfliktmustern, Spannungsfeldern und Leitbildern des

öffentlichen Raums gearbeitet. In weiteren Folge entwickelten Sie ein Positionspapier zum Thema „Soziale Arbeit und Öffentlicher Raum“, das in dem Workshop zur Diskussion gestellt wird.

Präsentation durch Aktive der AG Sozialer Raum.

und

Körper und Sozialraum

Der Körper bzw. Leib sowie seine Beziehungen zu anderen materiellen Körpern im sozialen Raum ist weitgehend unterthematisiert, damit verbundene Relationierungen, Zwischenräume, (An)Ordnungen und Grenzziehungen kommen nicht in den Blick. Der Impuls bietet Anschlussstellen aus phänomenologischer, geschlechtskritischer und körpersoziologischer Perspektive und kritisiert u.a. die Inmaterialität von Sozialtheorien, die körperliche Präsenz und Relationen von Nähe und Distanz weitgehend ausblenden. Vortrag: Dr. Alexander Brunner.

das gesamte Detailprogramm unter

http://www.ogsa.at/107-veranstaltungen/tagung-2016/142-programm
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TITLE: Parallelgesellschaften – ein sozialräumliches Gedankenspiel
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DATE: 02/28/2016 08:26:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Herausforderungen für die Soziale Arbeit

Campus Lecture mit

Prof. Dr. Christian Reutlinger, FHS St.Gallen

Donnerstag, 31. März 2016, 17.30 Uhr

FH Campus Wien, B.E.01, Favoritenstraße 226, 1100 Wien

Gesellschaftlich „daneben“ und/oder „draußen“? Die Ausprägung und Verfestigung von Parallelgesellschaften wird aktuell in der Diskussion um Flüchtlingsströme aus uns fremden Weltregionen als Schreckgespenst gezeichnet: Fremdheit, Desintegration, Extremismus gepaart mit einer latenten Gefahr für uns alle. Doch was meint eigentlich «parallel» zur Gesellschaft in der Rede von der Parallelgesellschaft?

Prof. Dr. Christian Reutlinger dekonstruiert aus einer raumtheoretischen Perspektive das Gebilde Parallelgesellschaft, um scheinbar unhinterfragte Paradoxien und dahinter liegende Raumkonstruktionen und deren Bedeutung für die wissenschaftliche Diskussion sichtbar zu machen. In einem Ausblick zeigt er die damit verbundenen Herausforderungen für eine reflexive Soziale Arbeit auf. Ausgangspunkt bilden dabei die Netzwerke und Beziehungen, welche die Menschen heute im Alltag quer zu den nationalstaatlichen Grenzen und über mehrere Orte hinweg leben und pflegen.

PROGRAMM

> 17.30 Uhr – 19.00 Uhr

Parallelgesellschaft: gesellschaftlich „daneben“ und/oder „draußen“? Sozialräumliches Gedankenspiel und Herausforderungen für die Soziale Arbeit

Prof. Dr. Christian Reutlinger, Leitung des Kompetenzzentrums Soziale Räume, FHS St.Gallen, Leitung Forschung IFSA (Institut für Soziale Arbeit)

> Im Anschluss Diskussion und Vernetzung bei Erfrischungen
Melden Sie sich bitte bis 29. März 2016 an: sabine.siegmund@fh-campuswien.ac.at
Die Campus Lectures, die allen Interessierten offenstehen, sind eine Vortragsreihe des Campusnetzwerks der FH Campus Wien in Kooperation mit dem Masterstudiengang Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit.
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TITLE: Bezirksvorsteher Blimlinger (7. Bezirk) gegen Drogenhandel
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DATE: 02/27/2016 08:39:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Das Märchen, dass SchülerInnen ins Drogenmilieu „abgleiten“, nur weil es sichtbaren Drogenhandel gibt, wird nun also auch vom grünen Bezirksvorsteher Blimlinger verbreitet. Diese Aktion kann nur als Beruhigungsaktion für zu schlecht aufgeklärte Eltern interpretiert werden.

Und als öffentlichkeitswirksame Aktion eines Bezirksvorstehers, der zeigen will, dass er auf „seinen“ Bezirk „acht gibt“. Damit geht das „Spiel“ weiter: Wer kann die, die keiner haben will, aus „seinem“ Bezirk besser verdrängen.

Tatsächlich gehört aber auch das zu einer internationalen Stadt in unserem Gesellschaftssystem – dass es Drogenkonsum und Handel auf der Straße gibt. Die Verdrängung, wird dieses Phänomen nicht beseitigen. Sondern sie führt nur zur weiteren Mobilisierung der Szene. Diese Mobilisierung ist nicht in erster Linie durch die Eröffnung des Jedmayers bei der Gumpendorferstraße ausgelöst worden, sondern durch die Vertreibung der Szene vom Karlsplatz. Vertreibung ist keine Lösung.

Reaktion auf:

http://diepresse.com/home/panorama/wien/4932117/Drogen_Situation-entlang-U6-vollkommen-inakzeptabel

(Die Presse, 23.02.2016)
weil es auf meiner privaten FB-Seite Verständnis für die Thematisierung durch den Bezirksvorsteher gab, eine Ergänzung von mir:

Die Art der Thematisierung ist das Problem: es geht ganz offensichtlich nicht um die Bearbeitung des Problems, sondern um die Verdrängung.

Der Gürtel stellt in Wien einen hochurbanen Raum dar, der v.a. einen transitorische Funktion hat. Er ist einigermaßen zentral und daher als ein Raum der Vielfalt, aber auch der Widersprüche, besonders geeignet. Wo sonst, soll Armut sichtbar sein und bleiben, wenn nicht in diesen zentralen urbanen Räumen. Die Alternative ist die Verdrängung an den Rand oder ins Private. Wir alle – und auch die Grünen – müssen lernen diese Widersprüche auszuhalten und damit umzugehen („urbane Kompetenz“ – Aufklärung ist da ein guter Ansatz – danke Brigitte!).

Es sei denn, man/frau findet die Alternativen besser:

1. eine bürgerliche („begrenzte“) Stadt, die alles Unerwünschte vom Zentrum in die Peripherie und ins Private verdrängt („gesäubert“) hat.

2. eine Kleinstadt, die sich vielleicht besser von der Globalisierung abgrenzen kann (Armut ist eine Folge des Wettbewerbs globaliserter, attraktiver und wachsender Städte).

3. ein gerechteres Wirtschaftssystem (in EU und weltweit).
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TITLE: Alkoholverkaufsverbot am Praterstern
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DATE: 02/07/2016 10:36:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Marc Diebäcker und Christoph Stoik, beide Dozenten am FH Campus Wien zu politischen Überlegungen eines Alkoholverbots am Praterstern:

Alkoholverbote im öffentlichen Raum richten sich letztendlich gegen Menschen, die von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen sind. Sie stellen europaweit ein ordnungspolitisches Instrument dar, marginalisierte Menschen in öffentlichen Räumen zu regulieren, zu normieren und bei Verstößen über Ordnungsstrafen zu kriminalisieren. Daher ist diese Maßnahme strikt abzulehnen.

Die Stadt Wien hat viele andere Mittel mit menschlichen Armuts- und Notlagen im öffentlichen Raum umzugehen. Die gut funktionierenden Angebote aufsuchender Sozialer Arbeit der Sucht- oder Wohnungslosenhilfe sowie spezifische Streetworkprojekte sind wesentliche Schnittstelle zu Unterstützungsleistungen und stellen Überlebenshilfen bereit.

Zugleich halten wir fest: der öffentliche Raum ist für alle Menschen dieser Stadt als Ort gesellschaftlicher Vielfalt und Teilhabe zu sichern, insbesondere für marginalisierte Personen und Gruppen, die aufgrund ihrer prekären Lebenssituation auf diesen besonders angewiesen oder verwiesen sind. Alkoholverbote lösen keine gesellschaftlich produzierten Problemlagen, sondern verschärfen massiv die Lebenssituation der von Ausgrenzung Betroffenen.

Reaktion auf:

https://www.w24.at/Nachrichten/240210

(W24, 01.02.2016)
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TITLE: UG Gemeinwesenarbeit
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DATE: 02/01/2016 02:53:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Mo, 22.2.2016, 12.00 – 16.00 Uhr

Bewohnerservicestelle

Strubergasse 27A

in Salzburg.

Link zum Stadtplan:

http://maps.stadt-salzburg.at/#zoom=1&lat=47.80094&lon=13.04461&layers=0

Tagesordnung:

1. Vorstellung des Bewohnerservice in Salzburg

(inkl. aktuelles Projekt zum Thema Nachbarschaftskonflikte)

Diskussion: Wie ist die GWA in anderen Städten verankert, Unterschiede?

2. Flüchtlinge und GWA

(Beschäftigungsprojekte, Ängste der Bevölkerung bzw. AnrainerInnen von Asylunterkünften, Integrationsprojekte,…)

Austausch über Erfahrungen der KollegInnen, Möglichkeiten bzw. Aufgaben der GWA
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TITLE: UG GWA: 22.2.16, Salzburg
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 01/22/2016 04:06:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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> UG Gemeinwesenarbeit

Mo, 22.2.2016, 12.00 – 16.00 Uhr

Bewohnerservicestelle Salzburg

Ausgehend von der Praxis der Bewohnerservicestellen werden aktuelle Themen und Herausforderungen der GWA diskutieren.

Die UG GWA dient der Vernetzung und dem Austausch zu Gemeinwesenarbeit in Österreich

Sie ist Teil der AG „Sozialer Raum“ in der OGSA – der österreichischen Gesellschaft für Soziale Arbeit.

In der UG GWA pflegen wir den interdisziplinären und praxisorientierten Austausch.

Eine Mitgliedschaft bei der OGSA ist für die Teilnahme an der UG GWA nicht nötig.

Ein detailliertere Tagesordnung und die genaue Adresse folgt demnächst.
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TITLE: Termine der OGSA AG „Sozialer Raum“
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DATE: 12/13/2015 00:53:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Die nächsten Termine der OGSA Sozialer Raum:

UG Soziale Arbeit und öffentlicher Raum

Di, 15.12.2015, 14.00 – 17.00 Uhr

am FH Campus Wien

Favoritenstraße 226

1100 Wien

Raum B.1.03

Tagesordnung:

Erarbeitung einer Positionierung zu öffentlichen Raum und Sozialer Arbeit

mit einleitenden Input von Christoph Stoik
UG Theorien des Sozialen Raums

am Mi, 16.12.2015, 14.00-18.00 Uhr

am FH Campus Wien

Favoritenstraße 226

1100 Wien

Raum A.2.01

Thema: Diskussion zu Textauszügen aus dem Buch „Rebellische Städte“ von David Harvey zum Thema „Recht auf Stadt“
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TITLE: soziale Begleitprozesse in Neubaugebieten
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DATE: 12/09/2015 09:33:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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100 Teilnehmer_innen an der ersten Campus Lecture des Masterstudiengangs „Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit“ am Di, 01. Dezember 2015 an der FH Campus Wien.

Vorgestellt wurde die Arbeit der Stadtteilarbeit der Caritas der Erzdiözese Wien in der Wohnanlage Oase 22 in Wien-Stadlau durch Katharina Kirsch-Soriano da Silva, Magdalena Hubauer und Lukas Botzenhart, sowie die Evaluierung dieser Arbeit durch das Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit an der FH Campus Wien durch Christoph Stoik.

Außerdem haben Nicole Hausmann und Ilija Kugler Einblicke in ihre studentische Forschung zum Sonnwendviertel am neuen Hauptbahnhof gewährt.

Interessante Erkenntnisse und Fragen aus der teilweise kontroversiell geführten Podiums- und Publikumsdiskussion mit Susanne Reppé (Büro der Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung), DDipl.-Ing. Daniel Glaser (MA 50 – Wohnbauforschung und internationale Beziehungen), Ing. Ewald Kirschner (Generaldirektion GESIBA), Michael Herbeck (Projektentwicklung BUWOG), Dipl. Ing.in Gudrun Peller (Gebietsbetreuung Stadterneuerung Favoriten) und Harald Prokopetz (Bewohner der Oase 22):

– Bauträger und Bewohner_innen sehen große Vorteile, wenn Besiedelungsprozesse in Neubaugebieten sozial begleitet werden.

– Soziale Begleitprozesse werden notwendiger aufgrund der größer werdenden sozialen und alltagskulturellen Unterschiede in Wohngebieten.

– Es braucht mehr Forschung, um zu verstehen, wo und wie viel soziale Begleitung sinnvoll ist.

– Faktoren der Entwicklung von sozialem Wohnen sind Schaffung von leistbarem Wohnraum, räumliche Angebote für Mitgestaltung und Begegnung und die Entwicklung sozialer Organisation und Kommunikation.

– Die Entwicklung und Organisation von nachhaltigen und offenen Kommunikationsstrukturen in Wohnanlagen benötigen Ressourcen und Zeit.

– Wie viel kontinuierliche Begleitung brauchen schon etablierte Kommunikationsstrukturen?

– Welches Verständnis von Nachbarschaft wird durch soziale Begleitprozesse produziert – zwischen vormodernen dörflichen Vorstellungen und Vorstellungen moderner Urbanität?
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TITLE: Soziale Begleitungsprozesse bei der Besiedelung von Neubaugebieten
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/26/2015 11:37:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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SAVE THE DATE

Soziale Begleitungsprozesse bei der Besiedelung von Neubaugebieten.

„Gemeinschaftliches Wohnen in der Oase 22“ und „Sonnwendviertel“

Dienstag, 1. Dezember 2015, 9.00 – 13.00 Uhr

FH Campus Wien, Festsaal, Favoritenstraße 226, 1100 Wien
Die Besiedelung von Neubaugebieten wird immer mehr als sozialer Prozess gesehen, bei dem soziale Begleitung dazu beiträgt, sich einen neuen Wohnraum bzw. Stadtteil anzueignen. Ein aktuelles Beispiel ist die Wohnanlage „Oase 22“ in Neu-Stadlau, für die die Stadtteilarbeit der Caritas der Erzdiözese Wien im Auftrag der Bauträger BUWOG, GESIBA und ÖSW 2013 vor Ort ein Quartiersmanagement unter dem Motto „Gemeinschaftliches Wohnen“ eingerichtet hat. Die begleitende Evaluierung wurde gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit der FH Campus Wien durchgeführt. Im Rahmen der Campus Lecture wird ein Einblick in diese sozialen Begleitprozesse samt Evaluierung gewährt. Darüber hinaus werden die Ergebnisse studentischer Forschung zum Neubaugebiet „Sonnwendviertel“ in Wien Favoriten präsentiert.
Programm

9.00 Uhr – 11.00 Uhr

Präsentation

Quartiersmanagement der Stadtteilarbeit der Caritas der Erzdiözese Wien

„Gemeinschaftliches Wohnen in der Oase 22“ in Neu-Stadlau und begleitende Evaluierung der FH Campus Wien

Studentische Forschungsprojekte zum „Sonnwendviertel“ in Favoriten

11.15 Uhr – 13.00 Uhr Publikums- und Podiumsdiskussion

mit

Susanne Reppé, Büro der Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung

DDipl.-Ing. Daniel Glaser, MA 50 – Wohnbauforschung und internationale Beziehungen

Dipl.-Ing.in Gudrun Peller, Gebietsbetreuung Stadterneuerung Favoriten

Dipl.-Ing.in Dr.in Katharina Kirsch-Soriano da Silva, Stadtteilarbeit Caritas der Erzdiözese Wien

Christoph Stoik MA, FH Campus Wien

sowie VertreterInnen der Bauträger der Oase 22 – BUWOG, GESIBA, ÖSW

Im Anschluss Diskussion und Vernetzung bei Erfrischungen.

Um Anmeldung bis 27. November 2015 wird gebeten: sabine.siegmund@fh-campuswien.ac.at
https://www.fh-campuswien.ac.at/studium/aktuell/detail/detail/News/campus-lectures-soziale-begleitungsprozesse-bei-der-besiedelung-von-neubaugebieten.html
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TITLE: GWA Tagung in St. Wolfgang: 14.-16.1015
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 09/29/2015 10:19:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Es sind noch ein paar Plätze bei der Jahrestagung „Gemeinwesenarbeit“ in St. Wolfgang frei:

Erinnerungskulturen im Gemeinwesen gestalten

GESCHICHTE – RAUM – BIOGRAFIE

Erwachsenenbildung und Soziale Arbeit im Dialog

Tagung: 14. – 16. Oktober 2015
Expertinnen:

Bettina Dausien (Univ.Prof. für Bildungswissenschaften, Biographiearbeit)

Elli Scambor (Soziologin und Pädagogin)
Projekte/Initiativen:

Stadtspaziergänge; Widerstandsmuseum; Orte der Roma und Sinti; Das war unsere Zeit, eine

Gemeinde erinnert sich; Zentrum für Migration Tirol; Erinnerunsarbeit junger MigrantInnen; Steine

der Erinnerung; Storytelling; Negerdörfl; gewaltlose Befreiung Ottakring; Goethehof; Dajmo njimi

ime/Geben wir ihnen ihre Namen; und anderes
weiter Infos und Anmeldung:

http://www.bifeb.at/programm/termin/calendar/2015/10/14/event/tx_cal_phpicalendar/erwachsenenbildung_und_soziale_arbeit_im_dialog/

oder

http://www.gemeinwesenarbeit.at/tagungen/
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TITLE: zu meiner Person:
CATEGORY: zur Person
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 05/27/2015 07:02:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Christoph, Stoik, Dipl.Soz.Arb., MA, Jg 1971.

seit 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter am FH Campus Wien:

Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit“;

Master-Studiengang „Sozialraumorientierte und klinische Soziale Arbeit“; Koordination des Vertiefungszeigs Sozialraumorientierte Soziale Arbeit am FH Campus Wien;

Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit – Forschungseinrichtung des FH Campus Wien.

Lehr- und Themenschwerpunkte:

Gemeinwesenarbeit, Sozialraumarbeit und -orientierung, Soziale Arbeit in der Stadt- und Regionalentwicklung, Partizipation, Beteiligung Benachteiligter, Theorien und professionelles Arbeiten in der Sozialen Arbeit, Ökonomie des Gemeinwesens.

https://personen.fh-campuswien.ac.at/christoph-stoik

Ausbildung:

Studium der Sozialarbeit an der Bundesakademie für Sozialarbeit Wien und Masterstudium zu Gemeinwesenentwicklung, Quartiersmanagement und lokale Ökonomie, FH München.
Projekte:

am FH Campus Wien (v.a. Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit):

Besiedlungsmonitoring Seestadt Aspern

(Auftraggeberin: MA 50/Stadt Wien und Wien 3420 Aspern Development AG,

in Kooperation mit Institut für Soziologie der Universität Wien,

Mai 2015 – Dezember 2015)

http://www.wohnbauforschung.at/index.php?id=457

fachliche Begleitung der Überarbeitung des Rahmenkonzeptes „Fair-Play-Team“

(Auftraggeberin MA 13, September 2014 – Mai 2015)

Wissenschaftliche Begleitung des Stadtteilprojekts „Oase 22“

(Auftraggeberin Caritas Wien, Oktober 2013 – Februar 2015)

beforscht wurde die Zielerreichung des Quartiesmanagement in der neu errichteten Wohnhausanlage Oase 22

https://www.caritas-wien.at/hilfe-angebote/zusammenleben/stadtteilarbeit/abgeschlossene-projekte/gemeinschaftliches-wohnen-in-der-oase-22/

Wissenschaftliche Begleitung der Architekturvermittlungs-Programm „Was schafft Raum?“

(Auftraggeberin MA 19 – Architektur und Stadtgestaltung, Juli 2013 – November 2014)

beforscht wurde die Veränderung der Raumwahrnehmung von Schüler_innen durch das Architekturvermittlungs-Programm „Was schafft Raum?“

https://www.wien.gv.at/wienatshop/Gast_STEV/Start.aspx?artikel=460676

Wissenschaftliche Begleitung des Begriffsklärungsprozesses der MA 13 – intern zur außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit in Wien.

(Auftraggeberin MA 13 – Bildung und außerschulische Jugendarbeit, Oktober 2011 – August 2013; in zwei Teilen)

Wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts “Grätzeleltern”

(Auftraggeberin Caritas Wien, Mai 2012 – April 2013)

„Grätzeleltern“ war ein Projekt der Caritas Wien und der Gebietsbetreuung für den 5., 14. und 15. Bezirk.

Erstellung einer Sozialraumanalyse zur Mariahilfer Straße

in Kooperation mit tilia

(Auftrageberin: MA 18/Stadt Wien, Abschluss: 2011)

https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/studien/b008225.html

ways2gether: Zielgruppenspezifischer Einsatz von Augmented Reality und Web 2.0 in partizipativen Verkehrsplanungsprozessen

Gefördert von der FFG im Rahmen der Programmlinie ways2go, 3. Ausschreibung (2010)

Projektdauer: 01.02.2011 – 31.01.2013

https://www2.ffg.at/verkehr/projekte.php?id=745&lang=en&browse=programm

Evaluierung wohpartner unterwegs im Jahr 2010

mit Julia Emprechtinger und Sonja Gruber

(Auftrageberin: wohnpartner, Wohnservice Wien GmbH, Abschluss: 2011)

Nutzungs-Evaluierung des Christian-Broda-Platzes

unter Federführung von tilia

(Auftrageberin: MA 19/Stadt Wien, Abschluss: 2011)

https://www.wien.gv.at/wienatshop/Gast_STEV/Start.aspx?artikel=197716

wissenschaftliche Begleitung der (Selbst-)Evaluierung eines Nachbarschaftsgartens

in Kooperation mit „tilia“ mit Julia Emprechtinger

(Auftrageberin: MA 50/Stadt Wien, Abschluss: Ende 2010)

http://www.wohnbauforschung.at/index.php?id=338

Evaluierung des MieterInnen-Beirats-Forums 10

mit Julia Emprechtinger und Sonja Gruber

(Auftrageberin: MA 50/Stadt Wien, Abschluss: Ende 2010)

http://www.wohnbauforschung.at/index.php?id=335

Erstellung eines Glossars und Mission Statements zu Sozialer Arbeit im öffentlichen Raum in Wien

mit Richard Krisch, Evelyn Benrazougui-Hofbauer und Johannes Kellner

(Auftrageberin: MA 50, SDW/Stadt Wien, Abschluss: 6/2010)

http://www.sozialraum.de/soziale-arbeit-im-oeffentlichen-raum-glossar.php

Sozialraumanalyse Meidlinger Hauptstraße inkl. Erstellung eines Leitfadens für Sozialraumanalysen für die Planung öffentlicher Räume in Wien

in Kooperation mit tilia

(Auftrageberin: MA 19/Stadt Wien, Abschluss: 2009)

https://www.wien.gv.at/wienatshop/Gast_STEV/Start.aspx?artikel=174535

selbständig:

wissenschaftliche Beratung und

MitarbeiterInnen-Schulung bei wohnpartner

Einschulung der fair-play-Mitarbeiter_innen (ifp, MA 13)

wissenschaftliche Begleitung von Staddtteilarbeit der Caritas Wien

alte Projekte:

Mitglied des Projektteams „wohnpartner“ zur Umgestaltung der Gebietsbetreuungen in städtischen Wohnhausanlagen, zuständig für fachliche Grundlagen und Standards der Gemeinwesenarbeit.
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TITLE: nächsten Termine der AG „Sozialer Raum“ der OGSA
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 05/27/2015 05:08:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Die nächsten Termine der AG „Sozialer Raum“ der OGSA – Österreichische Gesellschaft für Soziale Arbeit:

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UG „Soziale Arbeit im öffentlichen Raum“ der OGSA

Wann? Mo. 01.06.2015, 14.00-17.00 Uhr

Wo? FH Campus Wien, Favoritenstr. 226, 1100 Wien, Raum A.2.01

Bei der Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Soziale Arbeit am 6.3.2015 in Wien gestaltete die AG Sozialer Raum einen Konferenztag. Dort haben sich Personen zu einer Gruppe zusammengeschlossen, die sich verstärkt mit Fragen von Sozialer Arbeit im öffentlichen Raum beschäftigen möchte.

Ziel ist es, fachliche Herausforderungen handlungsfeldübergreifend zu diskutieren und gemeinsam Handlungsalternativen zu entwickeln. Wir freuen uns über alle Personen, die dieses inhaltliche Interesse teilen und sich aktiv in den Diskurs einbringen wollen. Die UG „Soziale Arbeit im öffentlichen Raum“ trifft sich derzeit viermal im Jahr.

Für das erste Treffen wollen wir uns dem Thema „Nutzungskonflikte, Öffentlichkeit & Soziale Arbeit“ widmen. Mit Blick auf den Konflikt rund um die Etablierung einer neuen Suchthilfeeinrichtung wird Günter Tomschitz (Change) von seinen Erfahrungen in Wien Alsergrund berichten.

Text von Marc Diebäcker

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UG „Theorien des Sozialen Raums“ am Mo, 8. Juni von 10.00 bis 17.30 Uhr in Wien

am FH Campus Wien, Favoritenstraße 226, 1100 Wien, A.3.15

Thematisch gibt es Raumreflexionen von Michel Foucault. Marc Diebäcker macht einen einführenden Impuls. Texte werden zur Vorbereitung an die Gruppe ausgesendet.

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Untergruppe „Gemeinwesenarbeit“

am Di, 23.06.2015

im BewohnerInnenzentrum im Karl-Waldbrunner-Hof, Lechnerstraße 2-4, 1030 Wien

Walther Hohenbalken, wohnpartner lädt ein:

Im ersten Teil der Veranstaltung werden wir – so der vorläufige Plan – die Arbeit von wohnpartner vorstellen. Ein Schwerpunkt dabei: die BewohnerInnenzentren.

Danach – nach der intensiven Diskussion und Beiträgen von KollegInnen – würden wir einen kleinen Rundgang durch das Grätzel vorschlagen und ev. einen Besuch im nahen wp-Lokal im Rabenhof machen.

Es sollte auch Zeit genug bleiben, um die weitere Tätigkeit der Arbeitsgruppe zu besprechen. Vorschläge zur weiteren inhaltlichen Gestaltung werden gerne entgegengenommen.

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Weitere Informationen:

http://www.ogsa.at/ags/sozialer-raum

marc.diebaecker@fh-campuswien.ac.at und

christoph.stoik@fh-campuswien.ac.at
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TITLE: aktuelle Termine:
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 03/23/2015 02:58:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Hier die nächsten Termine aller Aktivitäten der AG Sozialer Raum der OGSA:

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17.4.15, 10.00-17.00 Uhr:

UG Theorien des Sozialen Raums,

in Linz, Neues Rathaus, Hauptstraße 1-5, Amt für Soziales, Jugend und Familie, im 2. Stock, Familiengesprächsraum 2195.

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1.6.15, 14.00-17.00 Uhr:

UG Soziale Arbeit im öffentlichen Raum,

am FH Campus Wien

genauer Ort wird noch bekanntgegeben.

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Juni 15:

UG Gemeinwesenarbeit,

bei wohnpartner Wien.

genaue Zeit und Ort wird noch bekanntgegeben.

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Und ein weiterer Termin für alle GWA-Interessierten zum Vormerken:

14.-16.10.2015

GWA-Tagung am BIFEB in Strobl / St. Wolfgang

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TITLE: Vorstellung Masterstudiengang „Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit“
CATEGORY: Sozialraum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 03/23/2015 02:57:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Seit September 2014 bin ich Koordinator für den sozialräumlichen Vertiefungszweig des Masterstudiengangs „Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit“ – hier eine kurze Vorstellung des Vertiefungszweiges:

Die sozialwissenschaftliche Hinwendung zum sozialen Raum ist auch für das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit nicht ohne Folgen. Neben klassischen Feldern der sozialräumlichen Sozialen Arbeit wie offene Kinder- und Jugendarbeit, Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit, sowie aufsuchende soziale Arbeit im öffentlichen Raum hat die raumtheoretische Auseinandersetzung Konsequenzen für die gesamte Soziale Arbeit. „Soziale Probleme“ werden in ihrem Wechselspiel zwischen individuellen Handlungsmöglichkeiten, gesellschaftlichen Verhältnissen, räumlichen Bedingungen, sowie Aneignungen analysiert und verstehbar, was Auswirkungen auf die Praxis der Sozialen Arbeit zur Folge hat (sozialräumliche Konzepte, Planung und Gestaltung sozialer Räume, sozialräumliche Methoden, etc.).

Das Studium vermittelt raumtheoretische und sozialpolitische Grundlagen, Kompetenzen der sozialräumlichen Forschung (Sozialraumanalysen und Sozialplanung) und Sozialarbeitswissenschaft, sowie Kompetenzen des professionellen Handelns im sozialen Raum (aktivierende Gespräche, Moderation von Bürger_innen-Versammlungen, Streetwork etc.).

Das Studium verschafft außerdem einen kritischen Überblick über sozialraumorientierte Konzepte in der Sozialen Arbeit im deutschsprachigen Raum.

Sozialräumliche Soziale Arbeit befindet sich in einem interdisziplinären Raum. Das Studium spricht daher nicht nur Sozialarbeiter_innen an, sondern auch Kolleg_innen mit planerischen und anderen sozialwissenschaftlichen Hintergrund an.

Der Studiengang bietet eine Organisationsstruktur speziell für berufstätige Studierende.

Nähere Informationen und Bewerbungen möglich unter:

https://www.fh-campuswien.ac.at/studium/studien-und-weiterbildungsangebot/detail/sozialraumorientierte-und-klinische-soziale-arbeit.html
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TITLE: (neue) Termine GWA und OGSA AG Sozialer Raum
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 02/05/2015 03:53:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
ich will auf folgende Termine hinweisen:

Do, 5.3. – 6.3.15:

OGSA-Jahrestagung, inkl. Symposium der AG Sozialer Raum.

am FH Campus Wien

Im Rahmen des Symposiums wird Michael May einen Input geben zu „Sozialräumliche Perspektiven für Theorie und Praxis Sozialer Arbeit“.

Das Symposium wird außerdem die Möglichkeit zum praxisbezogenen Austausch bieten.

Programm und Anmeldungsmöglichkeit ist unter folgenden link zu finden:

http://www.ogsa.at/aktuelles/news/129-tagung2015

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Fr, 17.4.15, 10.00 Uhr:

UG Theorien des Sozialen Raums, in Linz

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Mitte Juni 15:

UG Gemeinwesenarbeit

genaue Zeit und Ort wird noch bekanntgegeben.

angefragt wurde wohnpartner wien.

Die UG hat beschlossen zukünftig zwei Treffen / Jahr abzuhalten je ein Mitte Februar und Mitte Juni – immer in anderen Einrichtungen / Projekten.

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Und bitte vormerken:

14.-16.10.2015

GWA-Tagung am BIFEB in Strobl / St. Wolfgang
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TITLE: Soziale Arbeit in El Salvador: Mi, 14.5.14
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 04/27/2014 03:44:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Vor 3 Monten war ich noch in El Salvador, jetzt kommen unsere Kooperationspartner von der ULS, eine Universität in San Salvador zu uns auf Besuch.

Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am Mi, 14.5.14 am FH Campus Wien werden die Kolleginnen über Soziale Arbeit in El Salvador berichten (Details unten).

Vor kurzem hab ich auch ein paar Fotos zusammengestellt, die einen Eindruck über El Salvador vermitteln sollen:

https://www.flickr.com/photos/christoph_stoik/sets/72157644207941593/

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Einladung

Soziale Arbeit in El Salvador & Österreich

Methoden & Praxis Sozialer Arbeit im internationalen Austausch

14. Mai 2014, 13.30 Uhr – 19.00 Uhr

Die Aufgabe der Sozialen Arbeit, Sozialen Wandel und Entwicklung zu fördern, stehen im Mittelpunkt des akademischen Austauschs zwischen der Universidad Luterana Salvadoreña (ULS) und der FH Campus Wien. Entwicklung darf hierbei sehr weit verstanden werden, denn es ist längst an der Zeit, Erfahrungen aus Lateinamerika auch für die Bearbeitung der sozialen Fragen in Europa nutzbar zu machen.

Unsere Kooperationspartnerinnen der ULS sind im Rahmen des akademischen Austauschs im Mai 2014 in Wien: Lic.a Maritza Rivas de Romero (Dekanin für Geistes- und Sozialwis-senschaften), Lic.a Eneyda Arteaga (Studiengangsleiterin Soziale Arbeit), Lic.a Ada Ruth Gonzales (Leiterin der Abteilung für Internationale Beziehungen). Sie werden in diesem Workshop über ihre methodologischen Zugänge zur Sozialen Arbeit berichten und konkrete Beispiele der Praxis-Begleitung vorstellen. Darüber hinaus gibt es Zeit, in Arbeitsgruppen Erkenntnisse und Anknüpfungspunkte für die Soziale Arbeit und die Ausbildung der Sozialen Arbeit zu diskutieren. Nähere Infos zur Kooperation:

http://www.appear.at/appear_infos/project_portfolio/academic_partnerships/tecs_project67_prep56/

Ablauf:

13.30 Uhr Eintreffen

14.00 Uhr Begrüßung und inhaltliche Einführung

15.00 Uhr Vorträge und inhaltlicher Austausch:

• Soziale Arbeit & Entwicklung – Lernchancen eines Erfahrungsaustausches

• Potentiale für die Entwicklung neuer Methoden der Sozialen Arbeit am Beispiel von

Arbeit mit Wohnungslosen in El Salvador

• Relevanz von Educación Popular für die Soziale Arbeit am Beispiel von Workshops für Frauen, die Führungsfunktionen im Gemeinwesen übernehmen

19.00 Uhr Arbeitsende

Ausreichend Zeit für Diskussionen und eine Pause ist eingeplant.

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir herzlich zu einem Umtrunk ein.

Ort: FH Campus Wien

Termin: Mittwoch, 14. Mai 2014, 13.30 Uhr bis 19.00 Uhr Anmeldung erbeten bis 7. Mai 2014 unter:

https://umfrage.fh-campuswien.ac.at/index.php?sid=29889&lang=de

Für das Team: Eva Klawatsch-Treitl, Elfriede Fröschl, Christoph Stoik
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TITLE: Wissenschaftlicher Austausch El Salvador – Österreich
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 02/02/2014 05:39:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Im Rahmen des appear-Programms des OEADs durfte ich, gemeinsam mit Elfi Fröschl und unter der Leitung von Eva Klawatsch-Treitl El Salvador besuchen und die Soziale Arbeit, sowie das Studium der Sozialen Arbeit kennen lernen. Die Hochschulkooperation zwischen der Unversidad Luterana Salvadoreña (ULS) und des FH Campus Wien, Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit“ hat zum Ziel, in Bezug auf die Lehre in der Sozialen Arbeit voneinander zu lernen. Das Projekt nahm dabei folgende Themen in den Blick: „Gemeinwesenarbeit“ in El Salvador und in Österreich, „häusliche Gewalt“ in beiden Ländern und studentische Forschung im Rahmen des Studiums. Besonders beeindruckend war, wie unglaublich engagiert die Kolleg_innen, insbesondere unsere Ansprechpartnerin auf der ULS, Eneyda Arteaga und die Student_innen sich ins Projekt eingebracht haben.

Die Studierenden haben im Rahmen ihrer Praktikas Projekte zu unterschiedlichen Themen und in unterschiedlichen Gebieten in El Salvador in Stadt und Land entwickelt und durchgeführt. Dabei gingen sie systematisch, zuerst analytisch vor, um dann die Projekte entwickeln und umsetzen zu können. Sie beschäftigten sich mit Wohnungslosigkeit in San Salvador, mit der demokratischen Organisation einer ganzen Siedlung, mit Empowerment von Frauen und u.a. mit der Bedrohung einer Siedlung durch Hochwasser.

An diesen Beispielen wird das Verständnis der ULS zu Sozialer Arbeit bzw. Gemeinwesenarbeit deutlich. Ausgehend von konkreten Fragestellungen von Menschen, geht es darum, das diese ihre Interessen artikulieren und organisieren können. Durch die Veröffentlichung dieser Interessen, werden sie vergesellschaftet. Es geht nicht nur darum, dass Menschen sich zusammenschließen, um die individuelle Lebenssituation bzw. die Lebenssituation des Gemeinwesens zu verbessern, sondern daraus auch Forderungen für die Entwicklung des Sozialstaats abzuleiten und in die politische Diskussion bis zur Gesetzgebung einzubringen (z.B. für ein Gewaltschutzgesetz). Die ULS verschreibt sich dabei den sozialen Wandel – durchaus im interdisziplinären Sinn der unterschiedlichen Studiengängen: http://uls.edu.sv/

Ein wesentlicher Aspekt der Kooperation war es, eine gemeinsame Sprache zu finden. Es stellte sich die Frage, wie Soziale Arbeit in El Salvador im Vergleich zu Österreich verstanden wird. Dieser Diskurs kann nur geführt werden, wenn der jeweilige gesellschaftliche Kontext auch betrachtet wird.

Zu dieser Fragestellung haben Student_innen der ULS eine systematische Literaturarbeit unter Anleitung von Eneyda Arteaga durchgeführt. Tatsächlich zeigen sich Parallelitäten in Bezug auf das theoretische Verständnis von El Salvador und dem deutschsprachigen Raum – aber auch große Unterschiede. Auf den ersten Blick fällt auf, dass die international gültigen Standards, wie die internationale Definition der IFSW (International Federation of Social Workers) , und auch die Grundlagen des professionellen Handelns (Einzelfallhilfe, Arbeit mit Gruppen und mit dem Gemeinwesen), wichtige Bezugspunkte sind. Die Soziale Arbeit in El Salvador ist in Bezug auf ihr theoretisches Verständnis stark von den USA beeinflusst (z.B. Mary Richmond und Murray Ross). Andererseits gibt es Einfluss v.a. aus Südamerika (u.a. Paulo Freire und Fals Borda). Eine Systematisierung der Lehre der Sozialen Arbeit für El Salvador wurde im Rahmen der internationalen Tagung 22.1. – 24.1.2014 auf der ULS insbesondere durch die Arbeit von Eneyda Arteaga und ihrer Student__innen vorgenommen – was überaus bemerkenswert war. Diese Tagung war die erste Tagung im Rahmen der Sozialen Arbeit in El Salvador seit Jahrzehnten. Die ULS hat dadurch einen bedeutenden Einfluss auf den wissenschaftlichen Diskurs zu Sozialer Arbeit in El Salvador eingenommen. Die Tagung wurde dokumentiert: http://uls.edu.sv/trabajosocial/

Eine weitere Auseinandersetzung mit der Theorie und der Praxis der Sozialen Arbeit in El Salvador, im Vergleich zu Österreich wird im weiteren Verlauf des Projekts statt finden. Im Mai wird eine Delegation von Kolleg_innen aus El Salvador nach Wien kommen und eine öffentliche Tagung organisiert.

Wirklich beeindruckt hat mich die Kraft der Menschen in El Salvador. Das Land hat einen sehr langen Bürgerkrieg und jahrzehntelange Unterdrückung und Verfolgung von Widerstand hinter sich. Eine Allianz von Großgrundbesitzern, Militärs und der USA haben die ökonomische und soziale Ungleichheit mit brutalsten Mitteln (Morde, Entführungen, Folter) aufrecht erhalten. Aber es ist einfach unglaublich, wie stark die Menschen sich hier gewehrt haben und das immer noch tun. Sie haben dich im Rahmen der linksgerichteten FMLN zusammengeschlossen, bewaffneten und politischen Widerstand geleistet. Inzwischen findet der Kampf unbewaffnet statt – und am Sonntag, 2.2 (heute!). finden Präsidentschaftswahlen statt. Die rechtsgerichtete Allianz ARENA ist nach wie vor politisch tätig und sogar zweitstärkste Kraft im Land. Mit Spannung ist das Ergebnis der Wahl also abzuwarten.
http://www.appear.at/appear_infos/
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TITLE: Präsentation Handbuch GWA in Wien
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/22/2013 07:57:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Am Mo, 2.12.2013, 10.00-13.00

findet am FH Campus Wien, Favoritenstraße 226, 1100 Wien

die Präsentation unseres Handbuchs Gemeinwesenarbeit mit Sabine Stövesand statt!

Wir freuen uns sehr auf Ihr/Euer Kommen!

Das Detailprogramm folgt in Kürze.
http://www.budrich-verlag.de/
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TITLE: Öffentlicher Raum für ökonomische Interessen oder für Alle?
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/19/2013 00:03:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Es ist in Wien leider immer öfter zu beobachten, dass sich ökonomische gegen menschliche Bedürfnisse durchsetzen, wenn es um den öffentlichen Raum geht. Die Menschen (Wohnungslose, Drogenkranke, Bettler_innen, Sexarbeiter_innen, …) verschwinden ja nicht, sondern werden von Orten verdrängt, an denen Geschäfte gemacht werden sollen, um an anderen Orten wieder aufzutauchen – verteilt in ganz Wien und im Park um die Ecke. Dabei ist gerade der zentrale städtische öffentliche Raum, der von allen genutzt, der weniger wohnortnah ist, der ein Verkehrsknotenpunkt ist und von der Allgemeinheit bezahlt wird, der Raum, der häufig besonders geeignet für marginalisierte Menschen ist. Er bietet Schutz, und ist ja konzipiert, um von den unterschiedlichsten Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen genutzt werden kann. Hier bildet sich die Vielfalt und Widersprüchlichkeit einer wachsenden und „globalen“ Stadt ab. Er wird nicht von der Allgemeinheit bezahlt, damit Private ökonomische Gewinne erzielen können.

Erstaunlich dabei ist, dass sich die politischen Kräfte dabei nicht gegen die ökonomischen durchsetzen können, v.a. weil die Rechnung der Verdrängung ja nicht nur die Allgemeinheit zahlen muss, sondern auch die Politik. Die Armut wird durch die Vertreibung ja nicht versteckt (außer vielleicht vor Touristen), sondern nur überallhin verteilt.

Glücklicherweise gibt es aber auch politische Kräfte, die explizit darauf verweisen, dass der öffentliche Raum besonders denen erhalten bleiben muss, die besonders auf ihn angewiesen sind, die sonste wenig Raum haben – darauf verweist Leitbild für den öffentlichen Raum

( http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/strategien/freiraum-stadtraum-wien.html ), oder die Studie „Planen – aber sicher!

( http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/studien/b008269.html ), das Mission Statement und Glossar für Soziale Arbeit

( http://www.sozialraum.de/soziale-arbeit-im-oeffentlichen-raum-glossar.php ). Das aber hat nur Wirksamkeit, wenn immer wieder neu darauf hingewisen wird, wie kurzsichtig eine Verdrängungspolitik ist. Daher danke für diese fb-Gruppe:

https://www.facebook.com/wienerstadtpark?hc_location=stream

Christoph Stoik
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TITLE: Mit Rolf Schwendter ist ein kritischer Geist der GWA gestorben.
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 07/28/2013 09:44:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Vor einer Woche ist Rolf Schwendter gestorben.

http://derstandard.at/1373513369502/Autor-Rolf-Schwendter-gestorben

Seinen kritischen Geist hat er auch in den Diskurs zu GWA eingebracht, beispielsweise:

Schwendter, Rolf: Alternative Ökonomie und Gemeinwesenarbeit. In: Klöck, Tilo (Hg.): Solidarische Ökonomie und Empowerment. Neu-Ulm 1998

Schwendter, Rolf: Gemeinwesenarbeit und „bürgerschaftliches Engagement“. Assoziationen zu einer gesellschaftlichen Entwicklung. In: Roessler, Marianne; Schnee, Renate; Spitzy, Christine; Stoik, Christoph (Hg.): Gemeinwesenarbeit. Bürgerschaftliches Engagement. Eine Abgrenzung. Wien, 2000

Besonders bemerkenswert sind auch seine Arbeiten zu Subkultur und Radikaldmeokratie.

Seine kritischer Geist wird nicht nur im Diskurs um GWA fehlen.
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TITLE: Handbuch Gemeinwesenarbeit
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 05/26/2013 03:46:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Liebe Kolleg_innen,

endlich haben wir es geschafft!

unser „Handbuch Gemeinwesenarbeit“ ist erschienen:

Sabine Stövesand, Christoph Stoik, Ueli Troxler (Hrsg.):

Handbuch Gemeinwesenarbeit

Traditionen und Positionen,Konzepte und Methoden

Deutschland – Schweiz – Österreich

2013. 457 Seiten. Kart.

39,90 € (D), 41,10 € (A)

ISBN 978-3-86649-411-4

http://www.budrich-verlag.de
ich freu mich sehr! auch auf weiterführenden Diskurs!

liebe grüße, christoph stoik
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TITLE: GWA Tagung Strobl 11/2013
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 05/26/2013 03:45:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Liebe Kolleg_innen!

bitte vormerken: die nächte Tagung „Gemeinwesenarbeit“ in Strobl findet von 07. bis 09. November 2013 statt.

liebe Grüße, christoph stoik

)) Aktivierung im Gemeinwesen. Ein kritischer Blick

) Tagung Gemeinwesenarbeit – community development

Was ist das Aktive im Gemeinwesen? Was lässt Communities entstehen, wie entwickelt sich die innere Ordnung und wie werden die verschiedenen Interessen ausgeglichen?

Es ist kennzeichnend für soziale Systeme, dass sie unterschiedlichen Entscheidungsprozessen und Gestaltungskräften unterliegen. Unterschiedliche Interessen, getragen von unterschiedlichen Weltbildern und Haltungen werden wirksam. Aktivitäten verschiedener Beteiligter setzen Impulse. Oft sind es die etablierte Kräfte, die ihre Absichten umsetzen. Oft sind es Betroffene, die sich einmischen und auf die Suche nach Lösungen für sich und das Gemeinwesen gehen. Einmal zu Beteiligten in der Gestaltung der Communities geworden, entdecken sie ihre Macht oder Ohnmacht, engagieren sich noch mehr oder steigen aus. Die Beschäftigung mit dem Thema, das den Anstoß gibt, verändert Blickwinkel. Im Tun werden die Karten oft neu gemischt und die Landkarten neu gezeichnet.

In einem offenen Prozess, der durch Fallbeispiele und Theorieinputs unterstützt wird, wollen wir uns bei der diesjährigen Tagung dem Thema „Aktivierung“ widmen. Was gibt den Anstoß für Aktivitäten im Gemeinwesen? Von welcher Energie werden diese getragen?

Ob der Anstoß für die Aktivitäten „bottom up oder top down“ passiert, ist nicht so relevant. Es geht vielmehr darum nach neuen Lösungen, getragen von allen Beteiligten, zu suchen. Vielleicht erweitern sich unsere Blickwinkel und es gelingt noch ein bisschen besser von der eigennützigen Betrachtung in eine gesamtgesellschaftliche zu gelangen. Vielleicht ist „inside out“ and „outside in“ angebracht, vielleicht auch ganz was anderes.

Wir freuen uns auf Ihr Mitwirken bei der Suche nach dem, was angebracht ist.

Termin: 07.November 2013, 14:00 Uhr – 09.November 2013, 18:00 Uhr

Zielgruppe:

MitarbeiterInnen der Erwachsenenbildung, der Sozial-, Kultur- und Gemeinwesenarbeit sowie aus Regionalpolitik und Verwaltung

Veranstalter:

Arbeitsgemeinschaft Gemeinwesenarbeit

Referentin: Sandra Landhäußer

Leitung:

Christian Kloyber, Christian Ocenasek, bifeb)

kein Tagungsbeitrag

Die Arbeitsgemeinschaft Gemeinwesenarbeit veranstaltet seit 1979 jährlich eine Tagung zu gesellschaftlich relevanten Themen am bifeb).
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TITLE: Glossar für Soziale Arbeit im öffentlichen Raum
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 12/16/2012 00:01:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Einladung:

(Marginalisierte) Menschen im öffentlichen Raum: Unterstützung und Vermittlung

Das Glossar „Soziale Arbeit im öffentlichen Raum“ als Beispiel der Zusammenarbeit zwischen Fachhochschule, Praxis und Politik

ZEIT: Mittwoch, 23.01.2013, 9:00 – 12:00 Uhr

ORT: FH Campus Wien, Favoritenstraße 226, 1100 Wien
Das Glossar „Soziale Arbeit im öffentlichen Raum“ wurde vom Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit am FH Campus Wien im Auftrag der Stadt Wien erstellt. Es klärt die Positionierung der Sozialen Arbeit im öffentlichen Raum in Abgrenzung zu Ordnungsdiensten. Außerdem dient das Glossar Einrichtungen in fünf Geschäftsgruppen der Stadt Wien – von der aufsuchenden Sozialen Arbeit, über die offene Kinder und Jugendarbeit bis zur Gemeinwesenarbeit – zur Begriffsklärung und fachlichen Orientierung. Es stellt eine fachliche und politische Positionierung zur Sozialen Arbeit im öffentlichen Raum dar.

Neben der inhaltlichen Vorstellung des Glossars und dessen Bedeutung für die einzelnen Geschäftsgruppen, wird auch die Entstehung dieser Arbeitsgrundlage vorgestellt und diskutiert: als Beispiel einer Zusammenarbeit zwischen Politik, Praxis und Fachhochschule.

Bei der Veranstaltung werden Stefan Almer (MA 17 Diversität und Integration), Karl Ceplak (MA 13 Landesjugendreferent), Michael Dressel (Sucht- und Drogenkoordination Wien), Petra Engelmann (Gebietsbetreuung Stadterneuerung), Jutta Kleedorfer (MA18 Mehrfachnutzung), Tove Raiby (wohnpartner Nachbarschaftsservice im Wr. Gemeindebau), Richard Krisch und Christoph Stoik (beide FH Campus Wien), sowie Tanja Wehsely (Landtagsabgeordnete, Koordination und Leitung Beratungsgruppe, Initiatorin des Glossars) vertreten sein.

Moderiert wird die Veranstaltung von Eva Klawatsch-Treitl(FH Campus Wien).
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TITLE: Call for Projects GWA Tagung 2012
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 03/07/2012 10:28:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Die nächste GWA-Tagung in Strobl wird vorbereitet und soll dieses Jahr besonders im Zeichen von konkreten Projekten stehen:

Call for Projects | für die Tagung GWA 2012

Gesellschaft hinterfragen – verändern, gestalten.

Community development | Gemeinwesenarbeit.

Beispiele/Diskussionen/Standpunkte/Erfahrungen

vom 8. – 10. November 2012

am Bundesinstitut für Erwachsenenbildung, bifeb)

nähere Inos:

http://www.gemeinwesenarbeit.at/2012/03/coming-up-soon-call-for-projects-tagung-gwa-2012/

Frist für die Einreichung: 29. April 2012
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TITLE: Potenzial für eine kritische Fachöffentlichkeit
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 11/13/2011 09:35:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Die Diskussion „Stadtraum – Kontrolle – Soziale Arbeit“ am 7.11.11 im Depot in Wien, veranstaltet von KRISO, Kritische Soziale Arbeit war ein starkes Lebenszeichen für eine kritische Fach-Öffentlichkeit. Eingeleitet durch Inputs von Ellen Bareis von der FH Ludwigshafen am Rhein und Marc Diebäcker, von kriSo, sowie vom FH Campus Wien kam es zu einer lebhaften Diskussion über die Aufgabe der Sozialen Arbeit im öffentlichen Raum. Deutlich wurde dabei, dass es ständige Reflexion braucht, um Kontrollfunktionen nicht unkritisch zu übernehmen. Einerseits wurde anerkannt, dass Soziale Arbeit Kontrollfunktionen im Rahmen eines Sozialstaats zwar übernimmt, aber sich auch immer die Frage stellt, zu welchen Schutz bzw. zu welchen Nachteil das Handeln im Rahmen der Sozialen Arbeit führt. Die Diskussionsteilnehmer_innen waren sich weitgehend einig, dass Soziale Arbeit nicht die Aufgabe hat, Regeln durchzusetzen, sondern die Menschen unterstützen muss, die besonderen Anspruch auf den öffentlichen Raum haben und besonderen Schutz benötigen. Viele Projekte im öffentlichen Raum sind allerdings aus abweichender Motivation entstanden. Die Öffentlichkeitsarbeit beispielsweise zu „fairplay“ oder „wohnpartner“ weicht daher teilweise stark von der Praxis der Projekte ab. Während bei diesen Projekten parteiliches, unterstützendes und vermittelndes Handeln praktiziert wird, wird in der Öffentlichkeit die kontrollierende Funktion vermittelt. Ähnlich dürfte die Situation auch bei „sam“ liegen. Aufgabe einer Fachöffentlichkeit müsse es daher sein, die Praxis der Sozialen Arbeit im öffentlichen Raum differenziert darzustellen. Das zeige sich auch rund um die neuen Prostitutionsgesetzen, zu denen es kaum breite differenzierte öffentliche Diskussionen gab. Die Veranstaltung im Depot hat allerdings eindrücklich gezeigt, dass Potenzial für eine kritische und differenzierte Fachöffentlichkeit in Wien besteht, was auch der Gast aus Ludwigshafen, Ellen Bareis beeindruckt hat – immerhin waren alle Sitzplätze besetzt und das Depot war voll.

http://www.kriso.at/index.php?id=49
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TITLE: GWA-Tagung in Strobl
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 11/13/2011 09:34:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Unter dem Titel „in welcher Gesellschaft wollen wir leben“ fand am 2.-4.11.11 die alljährliche Tagung zu Gemeinwesenarbeit im Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in Strobl statt. Mehr als 50 Teilnehmer_innen setzten sich darüber auseinander, woraufhin Gemeinwesenarbeit wirksam sein soll. Dabei wurde reflektiert, welche Gesellschaftsvorstellungen handlungsanleitend sein könnten. Deutlich wurde eine grundsätzlich kritische Haltung zum Kapitalismus vieler Teilnehmer_innen und eine Forderung der Stärkung der Demokratie. So gehe es tatsächlich um Veränderungsprozesse in einer ungerechten Gesellschaft. GWA müsse daher auch eng mit sozialen Bewegungen verknüpft sein. Vielfach wurde vertreten, dass GWA ein Handeln sei, das kollektive Reflexions- und Emanzipationsprozesse befördert. Dabei kann GWA nur ein kritischer und diskursiven Prozess zur Folge haben, weil es einerseits um Selbstbestimmung, anderseits um Gemeinwohl geht. GWA unterstützt somit Aushandlungsprozesse, fördert den Konflikt und Diskurs. Während über diese Grundbegriffe weitgehend Einigung herrschte (Gemeinwohl, kollektive Reflexion, Emanzipation, Demokratie), stellte sich heraus, dass die konkrete Umsetzung weiteren Diskurs benötigt. Anregungen gab aus der Perspektive der feministischen Ökonomie ebenso, wie aus der Perspektive einer partizipativen Demokratie, einem ökologischen Leben und aus der Perspektive emanzipativer Lernprozesse.

Details zu den Inputs und zum Programm, sowie demnächst auch Dokumentation:

http://www.gemeinwesenarbeit.at/tagung-2011/
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TITLE: Voranküdnigung GWA-Tagung in Strobl
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 06/14/2011 10:39:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
„In welcher Gesellschaft wollen wir wie leben?“

Gemeinwesenarbeit, Erwachsenenbildung und Soziale Arbeit im Dialog.

Tagung der Reihe Dialog Lebenslangen Lernens

2. bis 4. November 2011

Angesichts der drängenden neuen sozialen Fragen, wie dem Anstieg der Armut und des Zerfallens vieler Gesellschaften in Spielräume des eigennützigen Handelns auf Kosten aller versuchen Gemeinwesenarbeit und soziale Arbeit die Netzwerke solidarischen Lebens zu erhalten.

Aber, was ist eine lebenswerte, gute Gesellschaft, die uns zumindest als Vorstellung als Orientierungspunkt dienen kann?

Gesellschaftliche Alternativen sind nur noch schwer vorstellbar, mit der neoliberalen Wende, der Ich-orientierten Konkurrenzgesellschaft und verstärkt durch eine vorgegebene Projektkultur, vorangetrieben durch Produktivitätsdruck, Zeit- und Ressourcenknappheit, Finanzierung und Qualitätssicherung wird die scheinbare Unveränderlichkeit der gesellschaftlichen Realität erdrückend und alternativenlos.

Es stellt sich die Frage, wie tatsächlich kooperatives Vorgehen in einer Konkurrenzgesellschaft zu verwirklichen ist? Welche Form von („der“) Gesellschaft soll über Gemeinwesenarbeit und Soziale Arbeit überhaupt angestrebt werden? Welche Rolle wird dem lebenslangen Lernen zugesprochen?

Konkrete und exemplarische Beispiele aus der Praxis, unterstützende und kontroversielle Statements und theoretische fundierter Überblick gestalten unseren Raum für den Dialog. Workshops zu den übergeordneten gemeinsamen Feldern: Ökonomie, Ökologie, Demokratie und Bildung sollen an Beispielen aus der Praxis den Dialog schärfen und vertiefen.

Ort:

Bundesinstitut für Erwachsenenbildung St. Wolfgang,

Bürglstein 1-7, A-5350 Strobl

http://www.bifeb.at / ++43 6137 6621-0 / office@bifeb.at
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TITLE: Austellung U-Bahnstation Josefstädter Straße
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 06/14/2011 10:38:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Einladung

zur Vernissage des Projektes „Freiraum/Sozialraum – Neugestaltung der Freibereiche um die U-Bahnstation Josefstädter Straße“

am Di, 21. Juni 2011 ab 18.00 Uhr

Im Kubus EXPORT Der Transparente Raum (Lerchenfelder Gürtel/Stadtbahnbogen 43/Josefstädter Straße/Uhlplatz

Studierende des Masterstudiengangs „Sozialraumorientierte und klinische Soziale Arbeit“ am FH Campus Wien konzipierten und führten mit Studierenden am Fachbereich für Landschaftsplanung und Gartenkunst auf der TU Wien eine Sozialraumanalyse durch, die die Grundlage für die Entwürfe der TU-Studierenden war.

Diese Entwürfe werden bei der Ausstellung präsentiert.

Eröffnet wird die Ausstellung von DI Dr. wolfgang Sengelin, Koordinator Zielgebiet Westgürtel.
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TITLE: Wohnpartner-Fachtagung zu Parteilichkeit
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 06/14/2011 10:37:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Am 13.4.2011 fand die erste Fachtagung zu Gemeinwesenarbeit als Kooperation zwischen wohnpartner und FH Campus Wien statt. Unter dem Titel „Parteilichkeit und Allparteilichkeit in der Gemeinwesenarbeit– ein Widerspruch?“ wurde emotional und kontrovers diskutiert. Mit dieser Fachtagung geht wohnpartner in einen öffentlichen Fachdiskurs und der FH Campus Wien nimmt seine Aufgabe war, einen Ort für diesen Diskurs zur Verfügung zu stellen. Die TeilnehmerInnen waren großteils TeamleiterInnen bzw. auch GeschäftsführerInnen aus der offenen Wiener Jugendarbeit und aus der Gemeinwesenarbeit. Rückblickend mischten sich in der Diskussion unterschiedlichste Ebenen, die im folgendem Statement auseinandergehalten werden sollen. Der Diskurs hat jedenfalls ergeben, dass die Auseinandersetzung rund um Parteilichkeit komplex wird, wenn differenziert wird. Umstritten war schließlich, inwiefern ein Begriff der „Parteilichkeit“ überhaupt hilfreich ist für den Fachdiskurs und die Kooperation. Andererseits zeigt die Tagung, dass die Auseinandersetzung um diesen Begriff, die professionelle Wahrnehmung schärft und Ausgangspunkt für Klärungs- und Aushandlungsprozesse ist.

Situationsbedingte Aushandlung der Profis

Auf der lokalen Ebene zeigt sich, dass der Unterschied in Bezug auf den Auftrag an die offene Jugendarbeit und an wohnpartner zu Konflikten führen kann. Die Jugendarbeit hat den Auftrag, die Interessen der Kinder und Jugendliche zu organisieren und zu vertreten, wohnpartner soll die Interessen aller BewohnerInnen des Gemeindebaus, aber auch die der NutzerInnen des öffentlichen Raums im Gemeindebau (Höfe) organisieren. Der Begriff „Allparteilichkeit“ verschleiert allerdings die unterschiedlichen Machtverhältnisse der Gruppen und Menschen im Gemeindebau und den Einfluss der Gemeinwesenarbeit. Durch jede Intervention stärkt wohnpartner eine Gruppe mehr, die andere weniger. Das kann zum Beispiel bei der Aktivierung festgemacht werden: Eine klassische Aktivierende Befragung im Rahmen einer Haushaltsbefragung erreicht beispielsweise eher erwachsene und ältere BewohnerInnen, weniger Jugendliche. Eine aktivierende Befragung im Hof hingegen erreicht eher die, die den öffentlichen Raum nutzen, die darauf angewiesen sind, die gesellschaftlich von Benachteiligung betroffen sind (z.B. aufgrund enger Wohnverhältnisse). Wird bei der Aktivierung also „zufällig“ so vorgegangen, wie es grad passt, oder die Ressourcen es zulassen, werden (unbewusst) Entscheidungen getroffen, welche Gruppen in die Gemeinwesenprozesse einbezogen werden. Die Anforderung die sich an die MitarbeiterInnen von wohnpartner stellt, ist also, methodische Settings so zu wählen, dass möglichst viele unterschiedliche Menschen erreicht werden, insbesondere aber die, die sich wenig einbringen. Die nächste Anforderung besteht darin, zu entscheiden, welche, Menschen und Gruppen mehr und welche weniger Unterstützung benötigen. Hier kann es zwischen der offenen Jugendarbeit und der wohnpartner-Arbeit zu Konflikten kommen. Je nach Situation in den Wohnhausanlagen, wird wohnpartner einmal mehr die Interessen der Jugendlichen unterstützen müssen, einmal mehr die von anderen Gruppen, z.B. Eltern mit ihren Kleinkindern. Parteiliches Handeln in der Gemeinwesenarbeit heißt also, dass Entscheidungen getroffen werden, welche Gruppen und Menschen welche Unterstützung brauchen. Parteilichkeit in der Gemeinwesenarbeit heißt aber nicht, dass die GemeinwesenarbeiterInnen nicht weiterhin wertschätzend Kontakt zu möglichst allen Gruppen halten. Ganz ähnlich stellt sich das in der parteilichen Jugendarbeit dar – in Bezug auf unterschiedliche Jugendliche und Gruppen, sowie die Kommunikation mit Erwachsenen.

Die unterschiedlichen situationsbedingte Machtverhältnisse in den Anlagen haben zur Konsequenz, dass die lokale Jugendarbeit und das lokale wohnpartner-Team die Kooperation immer wieder aufs neue aushandeln und definieren müssen. Unprofessionell (und eine Verschwendung von Ressourcen) wäre es, wenn die jeweiligen Gruppen in den Anlagen von den Profis „aufeinandergehetzt“ werden. Ein Aushandlungsprozess zwischen den Einrichtungen im Vorfeld ist daher notwendig. Dabei werden dieselben Teams in unterschiedlichen Wohnhausanlagen unterschiedliche Formen der Kooperationen entwickeln müssen – eine große Anforderung an die Professionalität der lokalen Teams. Einmal wird es zur Entscheidung kommen, dass wohnpartner sich gemeinsam mit der Jugendarbeit für eine Verbesserung der Situation der Jugendliche einsetzt. Ein andermal wird es zur Aufgabenteilung kommen, bei der wohnpartner z.B. ruhebdürftige AnrainerInnen organisiert, während die Jugendarbeit die Jugendlichen unterstützt. Diese Konstellation stellt die größte Anforderung dar – einerseits zu kooperieren, andererseits aber unterschiedliche Interessenslagen zu unterstützen. Aushandlungsprozesse der Profis führen zu Transparenz, was Grundlage dafür ist, dass auch konflikthafte Aushandlungsprozesse zwischen unterschiedlichen Gruppen und Menschen in den Anlagen konstruktiv möglich ist

„Platzhirsch“ versus „Frischling“

Rund um „Parteilichkeit“ wurden bei der Fachtagung aber auch (territoriale) „Zuständigkeits-Fragen“ auf lokaler Ebene verhandelt. Hier besteht die Anforderung, sensibel damit umzugehen, dass Einrichtungen in den Gebieten über unterschiedliches Wissen und Kontakte verfügen. Wohnpartner-MitarbeiterInnen müssen in manchen Gebieten mit Jugendarbeit zusammenarbeiten, die dort schon lange (gemeinwesenorientiert) tätig ist. Umgekehrt stellt sich für die JugendarbeiterInnen die Frage, wie sie damit umgehen, wenn wohnpartner ihrem Auftrag gemäß in Gebieten neu tätitg wird, in denen sie schon lange arbeiten. Dies erfordert große gegenseitige Offenheit der lokalen Teams.

Institutionelle Konkurrenz

Die dritte Ebene, die über „Parteilichkeit“ verhandelt wird, betrifft die Dimension der institutionellen Logiken. Dabei stellt sich die Frage, wie die Kooperation zwischen „der Jugendarbeit“ bzw. deren Einrichtungen und wohnpartner gestaltet wird. Wer tritt mit welchen Anliegen in die Öffentlichkeit? Welche Konkurrenzen entwickeln sich und wie wird damit umgegangen?
Politische Symbolik und fachlich begründetes Handeln

Schließlich wirkt auch eine politische Ebene in die Auseinandersetzung um Parteilichkeit. Öffentlich finanzierte Soziale Arbeit hat nicht nur Auswirkungen auf die Menschen, an die sie sich richtet, sie dient auch dazu, politische Präsenz zu zeigen, öffentlich zu machen, dass etwas für die Menschen getan wird. Auch aus dieser Perspektive stellt sich die Frage, ob ein Arbeitsansatz gegenüber einem anderen an Bedeutung verliert. Auch wenn diese politische Symbolik nachvollziehbar ist und Berechtigung hat, muss die fachliche Argumentation sich von dieser Dynamik distanzieren. Das professionelle Handeln muss fachlich begründet sein.

Differenzierung als Voraussetzung für Kooperation

Da diese unterschiedlichen Ebenen in die Diskussion auf der Fachtagung kaum auseinandergehalten wurden, war die Stimmung teils sehr emotional. Aber erst wenn diese Differenzierung erfolgt, ist es möglich, die fachliche Auseinandersetzung konstruktiv zu führen und die notwendigen Kooperationen professionell zu gestalten. Es ist zu hoffen, dass die Betroffenen auf allen Ebenen diesen hohen Anforderungen gerecht werden.
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TITLE: wohnpartner / Gebietsbetreuungen „Wohn“
CATEGORY: X Diplomarbeiten etc.
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 06/14/2011 10:36:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Prasek, Veronika: Auswirkungen der Veränderungen der organisatorischen Rahmenbedingungen auf die Fachlichkeit in der Gemeinwesenarbeit am Beispiel Wohnpartner. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2010

Köteles, Gerald: Die Bedeutung von HausbesorgerInnen für das Sozialkapital der BewohnerInnen der Wiener Gemeindebauten. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2009

Gruber, Barbara: Die Etablierten in der Nachbarschaft. Über das Zusammenleben von Alteingesessenen und Neuzugezogenen. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2009

Budin, Andreas: Die Wiener Gebietsbetreuungen für städtische Wohnhausanlagen. Auswirkungen politischer und ökonomischer Rahmenbedingungen auf die Soziale Arbeit unter Berücksichtigung historischer Entwicklungslinien. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit- Studium für Berufstätige, 2009

Braitenthaller, Rudolf: Das doppelte Mandat der Gebietsbetreuungen „städtische Wohnhausanlagen“ und dessen Auswirkung auf die Ausprägung der Gemeinwesenarbeit in der Instiution. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2007

Jöbstl-Arbeiter, Maria: Der Gemeindebau als soziales Universum. Zum Verstehen sozialer Spannungen am Beispiel der Ankerbrotsiedlung. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2006

Bei Interesse kann diese Arbeit direkt bei Maria Jöbstl-Arbeiter

nachgefragt werden: maria@joebstl-arbeiter.com
Schneider, Christina: Konfliktvermittlung im Gemeindebau.

Wie geht die Gebietsbetreuung für städtische Wohnhausanlagen mit dem Auftrag der Konfliktvermittlung in kommunalen Wohnbauten um, untersucht anhand vier Wiener Gebietsbetreuungsstellen, Wien: FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2008

Bei Interesse kann diese Arbeit direkt bei Christina Schneider

nachgefragt werden: tina_sch_at@yahoo.de
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TITLE: Soziale Einrichtungen unterstützen den sozialen Frieden im öffentlichen Raum
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 06/14/2011 10:24:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
mein Kommentar in öneri, Mai 2011,

http://www.oneri.at/news/haberler/article/soziale-einrichtungen-unterstuetzen-den-sozialen-frieden-im-oeffentlichen-raum.html

Seit Anfang Mai sind in den Sommermonaten wieder vermehrt Dienste im öffentlichen Raum unterwegs, ausgerüstet mit eigenen Jacken, Taschen, Rucksäcken und Fahrrädern. Sie heißen „WasteWatcher“, „Ordnungsberater“, „Fair-Play“ und „wohnpartner unterwegs“. Im Vorjahr entstand für viele der Eindruck, dass es dabei um eine Wahlkampfstrategie handelte, mit der gezeigt werden sollte, dass für Ruhe und Ordnung im öffentlichen Raum gesorgt wird. Ein Jahr später kann das differenzierter betrachtet und diskutiert werden. Tatsächlich nämlich unterscheiden sich die Angebote sehr stark voneinander – nämlich als Einrichtungen, die tatsächlich auf die Einhaltung von Regeln und Ordnung achten und auch über Sanktionsmöglichkeiten verfügen. Andererseits als Angebote der sozialen Arbeit, die das Zusammenleben unterschiedlicher Menschen im öffentlichen Raum mit kommunikativen Mitteln verbessern sollen. Die „Ordnungsberater“ von Wiener Wohnen beispielsweise haben die Aufgabe, die Einhaltung der Hausordnung zu kontrollieren und bei Verstöße zu sanktionieren.

„Wohnpartner“ hingegen, eine Einrichtung des „Wohnservice Wien“, ist in den Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien unterwegs, um mit den Menschen zu reden, sie bei Ihren Anliegen zu unterstützen, sie bei Beschwerden an die richtigen Stellen zu weiterzuleiten und zu vermitteln, wenn es mal Konflikte in den Höfen gibt. „Wohnpartner“ unterstützt die Menschen im Gemeindeau im ganzen Jahr. Sie helfen bei der Konfliktregelung, u.a. bei Nachbarschaftskonflikten. Es wird aber auch „gemeinwesenorientiert“ gearbeitet. Dabei werden die Menschen dabei unterstützt, ihre Anliegen in Bezug auf ihr Wohnumfeld zu artikulieren, sich zu organisieren und sich für ihre Anliegen einzusetzen. In den warmen Jahreszeiten sind die „wohnpartner-MitarbeiterInnen“ verstärkt in den Wohnhausanlagen anzutreffen – auch in den Abendstunden.

„Faiplay“ hingegen, eine von der MA 13 (Bildung und außerschulische Jugendbetreuung) und den jeweiligen Bezirken finanzierte Einrichtung, soll ein rücksichtsvolles Zusammenleben im öffentlichen Raum, insbesonders in den Parks fördern. Die „Fair-Play“-Teams sind von Mai bis September in den Abendstunden in 16 Bezirken unterwegs. Sie nehmen mit den NutzerInnen des öffentlichen Raums Kontakt auf, suchen das Gespräch und vermitteln bei Konflikten. Sowohl die „Fair-Play-Teams“ als auch die Teams von „wohnpartner“ sind durch Taschen bzw. Bekleidung erkennbar. So kann jede und jeder selbst entscheiden, ob er bzw. sie Kontakt mit den MitarbeiterInnen der Dienste aufnehmen oder mit den MitarbeiterInnen reden wollen. Beide Einrichtungen sind für alle Menschen und NutzerInnen offen, „wohnpartner“ im Gemeindebau, „Fair-Play“ im sonstigen öffentlichen Raum in den Bezirken – sie reden mit allen, die das wollen. Beide Einrichtungen haben eines gemeinsam: Sie setzen keine Regeln durch und sanktionieren keine Verstöße, sondern sie wollen für mehr Verständnis untereinander sorgen. Die Idee dabei ist, dass es nachhaltiger ist, wenn Menschen sich verständigen und miteinander reden – nachhaltiger für ein gutes soziales Klima – nachhaltiger, als die Durchsetzung von Regeln von diversen Diensten. Natürlich bracht es auch diese Einrichtungen – allen voran die Polizei, wenn Gesetze gebrochen werden, und insbesondere wenn Gewalt im Spiel ist. Die Arbeit sowohl von „wohnpartner“ als auch von „Fair-Play“ ist dabei aber auch nicht immer ohne Konflikte. Beide Einrichtungen können Konflikte nicht vermeiden. Im Gegenteil: manchmal werden Konflikte erst sichtbar, wenn mit den Menschen geredet wird. Aber Konflikte die sichtbar werden, können auch ausgetragen werden, können ausverhandelt werden. Beide Einrichtungen also fördern in gewisser Weise, dass Konflikte sichtbar und bearbeitbar werden. Dabei sind beide Einrichtungen Prinzipien der sozialen Arbeit verpflichtet, unter anderem dem, denen zu helfen, die schwächer sind. So kann gesichert werden, dass nicht die aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden, die ihn besonders brauchen – z.B. Jugendliche, weil sie zu Hause zu enge Verhältnisse vorfinden, weil sie den öffentlichen Freiraum für ihre Entwicklung benötigen. Manchmal aber sind auch andere Gruppen im Nachteil, die dann besondere Unterstützung brauchen, z.B. ältere Menschen, die sich im Park treffen, weil sie dort ihre soziale Netze pflegen können.

Die warme Saison im Vorjahr hat übrigens gezeigt, dass in Wien keinerlei „Krieg um den öffentlichen Raum“ herrscht. Das Zusammenleben funktioniert weitgehend gut. Aber natürlich treffen unterschiedlichste Interessen aufeinander – besonders im öffentlichen Raum. Und die Gefahr, dass die verdrängt werden, die den öffentlichen Raum am notwendigsten brauchen, wird tendenziell größer, was besonders bei der Neugestaltung vieler Bahnhöfe in Wien sichtbar wird. So gesehen helfen Dienste wie „Fair-Play“ oder „wohnpartner“, die soziale Qualität des öffentlichen Raums bei steigenden Nutzungsdruck zu sichern.
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TITLE: Sozialraum
CATEGORY: X Diplomarbeiten etc.
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 06/13/2011 10:35:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Kleesattl, Marlies: Gesellschaftskritische Analyse des erlebten Raumes nach Henri Lefebvre am Beispiel Schöpfwerk. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2010

Stermeczki, Karin : Sozialraumorientierte Soziale Arbeit als Thema in der österreichischen Hochschullandschaft. Ein Bestimmungsversuch des Verständnisses sozialraumorientierter Sozialer Arbeit an den Fachhochschulstandorten Wien, St. Pölten und Graz. Diplomarbeit. FH Campus Wien, Master-Studiengang: Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit, 2009

Emese, Sagi: Wirkungsweise räumlicher Qualität in sozialen Einrichtungen. Diplomarbeit. FH Campus Wien, Master-Studiengang: Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit, 2009

Tschötschel, Anja: Sozialraumorientierung in der Jugendwohlfahrt. Eine Analyse des Konzepts des Wiener Jugendamts. Diplomarbeit. FH Campus Wien, Master-Studiengang: Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit, 2009

Vogel, Simon: Sozialarbeit und soziale Ausschließung im öffentlichen Raum. Streetwork mit Wohnungslosen am Beispiel des Betreuungszentrums Gruft und des Tageszentrums JOSI. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2007

Breimann, Johann (2008): Sozialraumorientierung. Die Entstehung und Verwendung des Begriffs „Sozialraumorientierung“ in der Sozialen Arbeit – dargestellt anhand einer Analyse vom Fachzeitschriften. Diplomarbeit am FH Campus Wien, Studiengang Sozialarbeit. Wien
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TITLE: Stadtteilmanagement / Gebietsbetreuung*
CATEGORY: X Diplomarbeiten etc.
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 06/12/2011 01:22:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Nagl, Martin: Annäherung an das sozialräumliche Verständnis in der „sanften“ Stadterneuerung – Ein Modell im Spannungsverhältnis zwischen Aufwertung, Verdrängung und Städtekonkurrenz. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2010

Übersberger, Eva Maria: Identitäten und Images eines Stadtteils. Das Schneiderviertel im Blick. Diplomarbeit. FH Campus Wien, Master-Studiengang: Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit, 2009

Jöbstl-Arbeiter, Maria; Polt, Johannes; Scheidinger, Thomas; Schöppl, Christina; Strahner, Tamara: Partizipation im Planungsprozess zur Umgestaltung des Volkertplatzes, Abschlussbericht zur Forschungswerkstatt, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2005
Balham/Fitzka/Gerstgrasser/Oliva/Rosskopf/Stiebler: „Beteiligung von Frauen im Grätzelmanangment“, Abschlussbericht zur Forschungswerkstatt, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2005
Fischer, Barbara; Floner, Christoph; Grubauer, Manuela; Steinbauer, Verena: Zentrale Tätigkeitsfelder im Grätzelmanagement Volkert- und Alliiertenviertel und deren Bedeutung für die Sozialarbeit. Abschlussbericht zur Forschungswerkstatt, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2005
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TITLE: öffentlicher Raum
CATEGORY: X Diplomarbeiten etc.
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 06/12/2011 10:59:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Lechner, Katharina: Regulierungstendenzen öffentlichen Raums und daraus folgende Konsequenzen für die Sozialarbeit. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2010
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TITLE: Gemeinwesenökonomie
CATEGORY: X Diplomarbeiten etc.
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 06/11/2011 10:30:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Wolfthaler, Veronika: Berührungspunkte zwischen dem Arbeitsprinzip Gemeinwesenarbeit und Tauschkreisansätzen. Theoretische einführung und empirische Untersuchung am Beispiel des wiener Tauschkreises „KAESCH“. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2010

Wondraschek, Martin: Soziale Ökonomien am Prüfstand. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2009

Böhme, Gertraud: Wachsen am Garten. Über die Möglichkeiten von Community Gardening in Wien am Beispiel des Nachbarschaftsgartens Hegerleinstraße. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2009
Aichinger, Renate; Batelka, Nora; Bauer, Anja; Breitwieser, Dieter; Brenn, Franz; Hosp, Wolfgang; Krall, Ilse; Lechner, Katharina; Moisl, Elias; Müller, Alessandra; Nagl, Martin; Rengifo Avendano, Roxana; Schlögl, Daniela; Schotten, Serafin; Schwarzl, Ulrike; Stiasny, Ursula: Lokale und alternative Ökonomien. Bedeutung für die Stadtteilentwicklung am Beispiel der Gebietsbetreuung für Stadterneuerung in Simmering. Endbericht der Forschungswerkstatt. FH Campus Wien 2009
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TITLE: Freiraumgestaltung bei den Wohnbauforschungstagen
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 04/01/2011 08:28:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Bei der Veranstaltung Freiraumgestaltung bei den Wohnbauforschungstagen am 30.3.11 (http://www.wohnbaufestwochen.at/) ist eine Diskussion über die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Freiraumplanung entbrannt. Ausgangspunkt waren drei Projekte, u.a. die Evaluierung des ersten offiziellen Nachbarschaftsgartens im Wiener Gemeindebau initiiert und betreut vom Verein Wirbel. Die Ergebnisse dieser internen Evaluierung unter externer Begleitung durch Julia Emprechtinger und mir seitens des Kompetenzzentrums für Soziale Arbeit am FH Campus Wien wurden von Susi Staller (Wirbel) vorgestellt. Neben der Wirkung auf die GärtnerInnen wurde die Akzeptanz in der Nachbarschaft und die Bedeutung der professionellen Begleitung des Projekts betrachtet. Diskussionspunkte gab es dazu v.a. um die Erkenntnis, dass Gemeinschaftsgärten keine „Harmonie“ zwischen unterschiedlichen BewohnerInnen-Gruppen bringt, sondern vielmehr sozialräumliche Prozesse thematisieren, die ohnenhin in der Nachbarschaft vorhanden sind. Abgrenzungen zwischen Gruppen wurden durch den Garten sichtbarer, dafür auch besser bearbeitbar. Diskutiert wurde auch darüber, ob die „Mischung“ der GärtnerInnen gesteuert werden soll und kann. Die Evaluierung empfiehlt einen sensiblen Umgang und darauf zu achten dass unterschiedliche Gruppen Zugang zum Garten haben (die Präsentationsfolien finden sich auf http://www.wohnbaufestwochen.at/ ).

Die beiden anderen Projekte „Drehbuch Freiraum“ von János Kárász und „Freiraumsanierung in Wiener Gemeindebauten“ von Karin Standler, erweiterten den Blick auf den Freiraum im sozialen Wohnbau. Beide Projekte haben konventionelle Bilder über die Nutzung von Höfen aufgebrochen und damit Potenziale aufgezeigt. Rund um diese Projekte entbrannte eine Auseinandersetzung über NutzerInnen- und bedürfnisorientierter Planung auf der einen Seite und professionelle Planung mit einem Blick auf das Gesamte und die Ästhetik auf der anderen Seite. Einzelne Stimmen (z.B. Jutta Kleedorfer) meinten, dass es weniger um ein „entweder – oder“ gehen kann, sondern eine Ergänzung und ein Zusammenspiel beider Zugänge.

In Folge würde sich auch eine Diskussion darüber entschärfen, welche Disziplin für die Planung wichtiger ist, und zugunsten einer interdisziplinären bzw. sogar transdisziplinären Zusammenarbeit auflösen (so wie das rund um die Sozialraumanalyse Meidlinger Hauptstraße sehr gut gelungen ist). Aber die Diskussion an diesem Abend hat gezeigt, dass diese interdisziplinäre Verständigung offensichtlich noch viel Zeit und Raum braucht.
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TITLE: Partizipation als Chance und Herausforderung
CATEGORY: Demokratie
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 04/01/2011 08:27:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Ich hatte die Ehre einen Kommentar für die österreichische Monatszeitung in türkischer und deutscher Sprache „öneri“ (http://www.oneri.at/index.php). In meinem blog ist er nun ebenfalls nachzulesen:

„Demokratisierung“ ist seit kurzem wieder in aller Munde. Nicht nur in der arabischen Welt fordern Menschen, die Gesellschaft mitzugestalten. Auch in Wien ist im neuen rot-grünen Regierungsprogramm viel von Demokratie und Partizipation zu lesen. Aber warum spielt dieses Thema auch in Österreich ein Rolle, wo es doch ein funktionierendes demokratisches System gibt, wo freie Wahlen stattfinden, wo politische Repräsentanten unterschiedliche Meinungen vertreten, wo Themen öffentlich diskutiert werden und gesellschaftliche Interessen in Gesetzen geregelt werden? Tatsächlich wird auch in westlichen Demokratien von der Krise der Demokratie geredet. Die Ursachen für diese Krise dürften vielfältig sein. Die Verschiebung der Machtverhältnisse von der Politik zur Wirtschaft in einer neoliberalen Gesellschaft spielt dabei eine ebenso gewichtige Rolle, wie die Globalisierung der Wirtschaft und des Kapitals. Die Welt ist komplizierter geworden, die Demokratie hingegen sind historisch stark mit dem System der Nationalstaaten verknüpft. Demokratische Institutionen wie das Parlament, sowie die politischen Parteien scheinen in dieser Welt an Macht zu verlieren. Viele Menschen haben das Gefühl, dass sich „die Politik“ von den Menschen entfernt hat. „Das Gemeinsam“ bzw. „das Gemeinwohl“, das durch die Demokratie geschaffen werden soll, wird in unserer Konkurrenzgesellschaft überhaupt als anstrebenswertes Ziel in Frage gestellt.

Partizipation wird von manchen als ein möglicher Lösungsansatz in Zeiten der Krise der Demokratie gesehen. „Partizipation“ heißt dann, dass Menschen am Gemeinsamen, am Staat, an der Politik und an der Entwicklung der Gesellschaft aktiv beteiligt werden – dass Menschen artikulieren, was sie brauchen und wollen, dass deren Interessen einfließen in die repräsentative Demokratie. Wenn Menschen sich beteiligen, teilhaben, sich als Teil der Gesellschaft fühlen, dann stärkt das das Gemeinsame und die Demokratie – so die Hoffnung.

Naheliegend erscheint dabei, dass Menschen verstärkt in die Gestaltung des unmittelbaren Umfelds, des Stadtteils, der Kommunen verstärkt einbezogen werden – einerseits weil das Lokale überschaubarer ist, gestaltbar erscheint, andererseits, weil Menschen zusehends auch mehr einfordern, ihr unmittelbares Umfeld zu gestalten – Stuttgart 21 kann hier ebenso genannt werden, wie der Augarten in Wien, oder der Bau von Moscheen. Aber an dieser Stelle wird auch deutlich, dass nicht alle Probleme über die Beteiligung der BürgerInnen gelöst werden können. Die gewählten RepräsentantInnen müssen möglicherweise ihr Selbstverständnis verändern. Sie haben in partizipativ ausgerichteten Demokratien vielleicht nicht nur die Aufgabe, für die WählerInnen zu sprechen, sondern darauf zu achten, dass Menschenrechte und die Rechte von Minderheiten geachtet werden und einfließen können. Eine partizipativ ausgerichtete Demokratie ist somit konfliktreich – ein Zugang der Aushandlung auch entgegengesetzter Interessen. Der Ausbau partizipativer Elemente in unseren Demokratien wirft allerdings weitere schwierige Fragen auf: Welche Fragen sollen partizipativ behandelt werden? Wer soll letztendlich entscheiden und die Verantwortung tragen, welche Instrumente der partzipativen Demokratie (von Aushandlungsprozessen im Stadtteil, über kommunale partizipative Budgets bis zur Volksbefragung) sind für welche gesellschaftlichen Fragen (von der Gestaltung eines Parks, über die Stadtteilgestaltung und die Schule bis zur Verkehrsplanung) geeignet? Und sollen Menschen nur auf lokaler Ebene direkt partizipiert werden? Gibt es räumliche Grenzen? Sollen gesamtstädtische Themen auch partizpativ behandelt werden und wie? Und wie sollen die unterschiedlichsten Interessensgruppen, und v.a. auch die beteiligt werden, die sich schwerer tun, sich in den öffentlichen Diskurs einzubringen?

Partizipation, die Beteiligung von Menschen ermöglicht also, dass menschliche und Gemeinwohl-Interessen gestärkt werden – auch gegenüber einseitigen ökonomischen Interessen. Allerdings stellen sich viele Fragen, wie partizipative Demokratie organisiert werden kann. Fragen die geklärt werden müssen, wenn Partizipation wirksam sein soll.
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TITLE: Sozialraumanalyse Meidlinger Hauptstraße
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 02/14/2011 04:40:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Seit kurzem ist die Sozialraumanalyse zur Meidlinger Hauptstraße als Werkstattbericht Nr. 110 der MA 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung Wien erschienen. Die Sozialraumanalyse, die vom Landschaftsplanungsbüro tilia gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit des FH Campus Wien erstellt wurde, diente als eine Grundlage für den Wettbewerb zur Umgestaltung der Meidlinger Hauptstraße. Im Rahmen dieser Sozialraumanalyse wurde auch ein Leitfaden für Sozialraumanalysen „im Vorfeld von Planungsvorhaben in öffentlichen Räumen in Wien“ erstellt, der das methodische Vorgehen beschreibt.

Für mich war dieses Projekt nicht nur überaus interessant, sondern auch die Zusammenarbeit v.a. zwischen Planung und Sozialer Arbeit/Sozialwissenschaft und speziell mit tilia, den KollegInnen der MA 18 und MA 19, sowie mit Hrn. Stöferle hat wunderbar funktioniert – danke!
siehe dazu auch http://m.wien.gv.at/stadtentwicklung/grundlagen/stadtforschung/stadtoekonomie/geschaeftsstrassenanalyse/index.html
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TITLE: „Gemeinwesenarbeit“ im Wiener rot-grünen Regierungsübereinkommen
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 11/28/2010 09:36:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Bekanntlich ist Papier geduldig. Aber was im Wiener rot-grünen Regierungsübereinkommen zu lesen ist, ist aus der Perspektive der Gemeinwesenarbeit doch sehr vielversprechend. Es finden sich nicht nur Begriffe wie „Sozialintegrative Stadtentwicklung & Gemeinwesenarbeit“ (Kapitel Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung), sondern stadtteilbezogene, gemeinwesenorientierte und partizipative Prozesse sollen explizit verstärkt werden. Kurz zusammengefasst: Die Arbeit der Gebietsbetreuung für Stadterneuerung soll programmatisch stärker als „sozialintegrative Stadtentwicklung“ ausgerichtet werden, aber weiterhin im Ressort für Wohnen verbleiben, die Lokale Agenda 21 „weiterentwickelt werden“ und die Gemeinwesenarbeit im Rahmen der Arbeit von wohnpartner im sozialen Wohnbau soll ausgebaut, aber auch im geförderten und privaten Wohnbereich entwickelt werden.

Hier einige Details dazu:

in der Präambel ist unter „…für demokratische Mitbestimmung und Beteiligung“ zu lesen:

„Die Möglichkeiten der partizipativen Demokratie werden weiterentwickelt und ausgebaut. So werden z.B. BürgerInnenversammlungen und Beteiligungsmodelle auf Bezirks- und Grätzelebene leichter initiierbar sein und gefördert, Volksbefragungen häufiger eingesetzt und auch in Bezirken oder Grätzeln möglich gemacht werden. Die Lokale Agenda 21 wird weiterentwickelt werden.“ (9)

Der Ausbau der partizipativen Demokratie wird u.a. im Kapitel „Demokratie und Kontrolle“ präzisiert: „Für die Weiterentwicklung der direkten und partizipativen Demokratie in Wien wird eine Enquete und in Fortsetzung ein regelmäßiger „Runder Tisch“ unter Einbeziehung zivilgesellschaftlicher AkteurInnen eingerichtet.“ (24)

Und weiter: „Es wird eine Koordinationsstelle für Teilhabe und BürgerInnenbeteiligung beim für diese Angelegenheiten zuständigen Stadtregierungsmitglied eingerichtet. Diese befasst sich aufbauend auf bestehenden Einrichtungen u.a. mit der Förderung von Beteiligungsmodellen für alle gesellschaftlichen Gruppen auf Bezirks- und Grätzelebene.“ (25)

Im Kapitel „Stadtentwicklung und Verkehr“ wird unter „Bürgerbeteiligung“ die Gebietsbetreuung genannt und eine Arbeitsgruppe angesprochen, die die Zukunft der LA 21 klären soll:

„Verschiedenste und sehr flexible Formen der Bürgerbeteiligung z.B. via Lokale Agenda 21 und Gebietsbetreuung sollen vor allem bei Grätzelprojekten in Bezirkskompetenz zum Einsatz kommen. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe sollen die künftigen Entwicklungsmöglichkeiten der Lokalen Agenda 21 erörtert werden.“ (59)

Die Gebietsbetreuung für Stadterneuerung wird im Kapitel noch einmal erwähnt, nämlich in Bezug auf eine programmatischen Ausrichtung als Strategie zur Bekämpfung von Armut und soziale Ausgrenzung und auf Daten, die für stadtteilbezogene Maßnahmen erarbeitet werden sollen:

„Sozial-Integrative Stadtentwicklung:

Zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung soll verstärkt der Fokus auf eine sozial-integrative Stadtentwicklung gelegt werden. Dazu wird eine entsprechende Datenstruktur erarbeitet bzw. bereitgestellt, um eine Grundlage für konkrete stadtteilbezogene, sozialintegrative Maßnahmen zu schaffen.“ (59)

Die Gebietsbetreuung für Stadterneuerung bleibt aber dem Wohnbereich zugeordnet und soll als „sozialintegrative Stadtentwicklung auf kleinteiliger, sozialräumlicher Ebene“ (76) programmatisch ausgerichtet werden. Dabei soll die lokale Ökonomie weiterhin verstärkt Beachtung finden: „Im Zuge von Blocksanierungen soll verstärktes Augenmerk auf die Entwicklung der Erdgeschoßzonen und Nahversorgung gelegt werden. Weiters werden die bereits jetzt in den Bezirken verankerten und gut angenommen Gebietsbetreuungen STERN als neutrale, intermediäre Träger von stadtteilbezogenen Entwicklungsprozessen in den Bezirken im Rahmen einer gesamtstädtischen Strategie zur Entwicklung von Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf aufgewertet.“ (76)

Und: „Die wichtige Arbeit der GB STERN MOBIL soll erhalten bleiben.“(76)

Im Kapitel „Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung“ unter „Sozialintegrative Stadtentwicklung & Gemeinwesenarbeit“ wird der Ausbau der Gemeinwesenarbeit im Rahmen der Arbeit der wohnpartner im sozialen Wohnbau, aber auch im geförderten und privaten Wohnbereich angekündigt:

„6. Sozialintegrative Stadtentwicklung & Gemeinwesenarbeit

6.1. Entwicklung eines Programms für sozialintegrative Stadtentwicklung auf kleinteiliger, sozialräumlicher Ebene.

6.2. Die Gemeinwesenarbeit in großen Wohnhausanlagen soll ausgebaut werden, wobei auf Mehrsprachigkeit und Interkulturalität besonderes Augenmerk zu legen ist.

6.3. Gemeinschaftsfördernde Maßnahmen im Neubau und Sanierung helfen die Sicherheit, die Wohnzufriedenheit und – qualität zu heben. Stärkung der Gemeinschaft im Neubau und auch bei großen Sanierungen, wo es keine angestammte Wohngemeinschaft mehr gibt.

6.4. Die MieterInnenmitbestimmungsrechte sind im Gemeindebau weiter entwickelt als in anderen Wohnbereichen. Wir treten für eine Förderung der MieterInnenmitbestimmung im privaten und geförderten Wohnbau ein.

6.5. Unterstützung der präventiven Betreuungsangebote hinsichtlich möglicher Konfliktsituationen und Nachbarschaftsprobleme im geförderten und privaten Wohnbereich analog der Wohnpartner.“ (76)
„Stadtteilprojekte“ werden aber auch unter „SeniorInnen“ im Kapitel „Gesundheit und Soziales“ genannt: „Auch Stadtteilprojekte, die systematisch Verbesserungen für ältere Menschen für ganze Wohngegenden entwickeln und ein selbstbestimmtes Wohnen auch im Alter ermöglichen, werden wichtiger“ (37)
Weitere partizipative bzw. gemeinwesenorientierte Ansätze sind in mehreren Bereichen geplant wie im Ressort „Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz, Personal“, wobei an bestehenden Ansätzen wie „Sei abei“, „aufsuchende Dialog über die Bassenagespräche“ (39-40) angeknüpft wird,

sowie im „Ressort Kultur und Wissenschaft“ (z.B. „Cash for Culture“, 49, aber auch „Agentur für Zwischennutzung“ , 52),

oder „Selbsterntebeete und Gemeinschaftgärten“ (59) im Ressort „Stadtentwicklung und Verkehr“.

Im Ressort „Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung“ sind außerdem die Neustrukturierung von Wiener Wohnen, die Überarbeitung des Mietermitbestimmungsstatuts, der Ausbau der Delogierungsprävention, Verstärkung der „sozialen Durchmischung“, innovative Wohnformen, „Baugruppen“ und die „Abstimmung einzelner Baulose“bei Bauträgerwettbewerben, sowie Grünraumplanung bei Bauprojekten erwähnt. (73-75).

Im Kapitel „Kinder und Jugend“ wird u.a. vom Ausbau der aufsuchenden Kinder-und Jugendarbeit entsprechend den „veränderten Lebenswelten“ und der Bedeutung der Kinder- und Jugendparlamente gesprochen (20).
Auch im Forschungsschwerpunkt „Geistes-, Sozial und Kulturwissenschaften“ sollen u.a. Fragen der Demokratie, Migration, aber auch Sozialwirtschaft und Gemeinwohlökonomie betrachtet werden (54)
Das Programm bietet also viele Anknüpfungspunkte und Argumentationsgrundlagen für eine Weiterentwicklung der partizipatorischen Gemeinwesenarbeit in Wien.
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TITLE: 4. Ausgabe von http://www.sozialraum.de
CATEGORY: Sozialraum
SHOWONFRONT: yes
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 11/25/2010 08:12:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Seit einiger Zeit ist die 4. Ausgabe des Online-Journal

http://www.sozialraum.de

online.

aus dem Bewerbungstext:

In der Ausgabe 2/2010 werden mit internationalen Perspektiven zur Sozialraumdebatte und Analysen zur Bedeutung virtueller Räume im sozialräumlichen Kontext zwei Themenschwerpunkte verfolgt.

Ergänzt werden die Schwerpunktthemen durch Grundlagentexte von Lothar Böhnisch und Richard Krisch zum Thema „Raum und politische Bildung“, die Darstellung der Methode „Netzkarten“, einer Sozialraumanalyse aus dem Wiener Projekt „Jugendzone Ottakring“ sowie den partizipationsorientierten Praxisbeispielen „Hoch vom Sofa“ und „Hofpalaver“.

sozialraum.de erscheint halbjährlich als offen zugängiges Online-Journal zur Sozialraumdebatte in der Sozialen Arbeit und den Sozialwissenschaften. Mit der Ausgabe 2/2010 ist die bislang vierte Edition erschienen. Die Zeitschrift wird von Ulrich Deinet, Christian Spatscheck, Richard Krisch und Christian Reutlinger herausgegeben. Die Beiträge aus früheren Ausgaben sind über ein Archiv weiterhin zugängig.
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TITLE: GWA als eine Antwort auf Rechtspopulismus
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/24/2010 09:12:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Das Wiener Wahlergebnis kann aus gemeinwesenorientierter Sicht so gedeutet werden: In „unsicheren“ Zeiten (digitale globale Marktwirtschaft), in denen sich die Anforderungen an Staat, Demokratie und die einzelnen Menschen stark verändern, müssen Formen gefunden werden, in denen Menschen ihre Verunsicherungen formulieren können. Während der Rechtspopulismus ein Interesse daran hat, dass Menschen sich unsicher fühlen, damit einfache Lösungen versprochen werden können, stellen sich die Bedürfnisse der Menschen immer differenzierter dar. Folgedessen besteht die Notwendigkeit, spezifische Arrangements zu schaffen, in denen die Menschen unterschiedlicher Milieus gezielt angesprochen werden können. Die Involvierung und Teilhabe von Menschen könnte somit ein längerfristiges Gegenprogramm zum Rechtspopulismus darstellen. Gemeinwesenorientierte Kommunikations-, Beteiligungs- und Aushandlungsprozesse stellen dabei niederschwellige Bildungsprozesse dar. Diese Prozesse müssten sich sozialräumlich und milieuspezifisch sehr unterschiedlich darstellen (es macht z.B. einen Unterschied, alteingesessene Gemeindebau-BewohnerInnen in einer Stadtrandsiedlung zu involvieren, oder „die Mittelschicht“ einer Genossenschaftsanlage im innerstädtischen Bereich … – siehe dazu auch den Beitrag von Joseph Gepp im Falter 42/10).

Betont werden muss an dieser Stelle, dass GWA (oder sozialräumlich-milieuspezifische Kommunikationsangebote) sicher nicht alle Probleme in einer sich wandelnden Stadt lösen, sondern nur einen Beitrag leisten kann. Die milieuspezifische Intensivierung von Bildungsangeboten wird es genauso brauchen, wie die Sicherung der sozialen Sicherungssysteme.
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TITLE: Kamingespräch: Umbau der Wiener Drogenarbeit
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/24/2010 09:11:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Beim Kamingespräch am 13.10.2010 mit Michael Dressel, Drogenkoordinator von Wien, am FH Campus Wien wurde sehr kontrovers diskutiert. Insbesondere die Bedeutung des öffentlichen Raums für Menschen mit Dorgenerkrankungen war umstritten. Einerseits wurde argumentiert, dass es Ziel einer Drogenarbeit sein muss, die Süchtigen von der Straße in die Einrichtungen zu bekommen. Entgegengesetzt wurde, dass der öffentliche Raum eine wichtige Rolle dabei spielt, Kontakt mit Süchtigen herzustellen, die sonst in den privaten Raum „verschwinden“. Auch über die Rolle der Sozialen Arbeit bestand Uneinigkeit: Während einerseits vertreten wurde, dass die Soziale Arbeit auch die Interessen von AnrainerInnen und anderen AkteurInnen im öffentlichen Raum vertreten sollten, meinten andere, dass die Soziale Arbeit in der Drogenarbeit die Aufgabe hat, die Interessen der Suchterkrankten zu vertreten.

Michael Dressel konnte bei dieser Veranstaltung außerdem veranschaulichen, dass das Angebot für Drogensüchtige in Wien in den letzten Jahren stark ausgebaut wurde und klärte über die Veränderungen des Angebots auf.
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TITLE: GWA-Tagung, 4.-6-10.10, Strobl
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/24/2010 09:08:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Die GWA-Tagung „Soziale Arbeit und Erwachsenenbildung im Dialog“ im Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in Strobl am 4.-6.10.2010 ist und wird auf http://www.gemeinwesenarbeit.at dokumentiert. Mein ganz persönliches Fazit nach der Tagung ist hier zu lesen:

Aus meiner Sicht sind zwei Ansprüche der Tagung sehr gut gelungen:

1. Die langjährige Tradition der ländlichen GWA – eng verbunden mit der Erwachsenenbildung und ausgedrückt in den GWA-Werkstätten in BIFEB in Strobl – konnten mit der kürzeren Tradition der GWA – eher verknüpft mit der Sozialen Arbeit im städtischen Raum und den Vernetzungsstrukturen der GWA in Wien und Linz – in dieser Tagung verbunden werden. Das Vorbereitungsteam war besetzt aus beiden Traditionen, das Programm wurde gemeinsam entwickelt, die TeilnehmerInnen kamen aus beiden Bereichen und die Begegnung von Erwachsenenbildung und Sozialer Arbeit, Stadt und Land hab ich als äußerst belebend und produktiv erlebt.

2. Die Auseinandersetzung zu Sozialen Raum und welche Konsequenzen für die GWA sich daraus ableiten ist insgesamt sehr gelungen – auch wenn diese Auseinandersetzung doch sehr anspruchsvoll ist. Dank Christian Reutlinger kann das Wechselverhältnis zwischen „Sozialraumarbeit“ und GWA neu diskutiert werden. Aber auch die Workshops zeigten, dass unterschiedliche räumliche Dimensionen Berücksichtigung finden (können). Am Beispiel des WS zu „Guerilla Garden“ will ich das kurz benennen: ausgehend von einem sehr „territorialen Stück Erde“, werden gesellschaftliche Fragestellungen der Armut (z.B. Subsistenzwirtschaft in New York), der Integration (Kommunikation und Aushandlung zwischen Milieus), der Aneignung von Raum (selbstverwaltete Formen der Bepflanzung) und globaler Wirtschaftsprozesse (Patentierung von Saatgut durch internationale Konzerne) diskutierbar.
Entwicklungsfähigkeit besteht darin, die Tagung bzw. http://www.gemeinwesenarbeit.at als Plattform zu etablieren, über die PraktikerInnen der GWA unabhängig ihrer Trägerorganisationen über ihre Probleme in der Praxis austauschen und reflektieren können. So konnte ich zwar einen Raum des Austauschs zwischen Praxis und Wissenschaft beobachten, aber v.a. KollegInnen aus dem Osten, insbesondere aus Wien waren nur sehr wenige vertreten (was wahrscheinlich auch mit geographischen und terminlichen Problemen zu tun hatte). Ich versteh das aber eher als Herausforderung für die nächste GWA-Tagung in Strobl, ich freu mich jetzt schon darauf. Die website http://www.gemeinwesenarbeit.at bleibt der community als Plattform jedenfalls erhalten und hat das Potenzial für weiterführenden Austausch, auch in den Zeiträumen zwischen den Tagungen – dem BIFEB, Christian Kloyber und David Röthler will ich dafür ausdrücklich danken!
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TITLE: Umbau der Wiener Drogenarbeit?
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/08/2010 05:45:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Reminder: Kamingespräche

Zum Thema: Umbau der Wiener Drogenarbeit?

Mit: Michael Dressel, MA (Wiener Drogenkoordinator, SD Wien)

Moderation: Christoph Stoik

Mittwoch, 13.10.2010, 16:00-18:00, FH Campus Wien, B.E.01
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TITLE: GWA Tagung in Strobl
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 07/22/2010 01:38:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Am Mo, 4.- Mi, 6. Oktober 2010 findet am Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in Strobl wieder eine Tagung zu Gemeinwesenarbeit statt.

http://www.gemeinwesenarbeit.at

Mit dieser Tagung werden unterschiedliche Traditionen des Diskurses rund um Gemeinwesenarbeit verknüpft. Das Netzwerk Gemeinwesenarbeit, getragen v.a. von Lehrenden der Fachhochschulen zu Sozialer Arbeit trifft auf das Netzwerk der Erwachsenenbildung, das sich seit 1979 am BIFEB in Strobl mit GWA auseinandersetzt. AkteurInnen der Gemeinwesenarbeit aus unterschiedlichen Professionen – sowohl aus dem ländlichen als auch aus dem städtischen Räumen – werden dabei angesprochen, in Auseinandersetzung und Austausch zu treten.

Mich freut dabei, dass es wieder einen Raum zur Reflexion für GemeinwesenarbeiterInnen gibt.

Unter dem Titel „Soziale Arbeit und Erwachsenenbildung im Dialog“ wird u.a. eine Bestandsaufnahme zur GWA in Österreich vorgenommen (Eva Sing).

Außerdem wird reflektiert, welche Antworten Gemeinwesenarbeit in Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen geben kann. Kritisch wird dabei das Raumverständnis in der GWA und in der Erwachsenenbildung hinterfragt, angeregt durch ein Referat von Christian Reutlinger.

Anemeldung und Zimmerreservierung: http://www.bifeb.at/

kein Tagungsbeitrag
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TITLE: Tagung am FH Campus Wien
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 07/22/2010 01:37:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Auf der Tagung „Lust am Konkreten! Ansprüche und Widersprüche Sozialer Arbeit“, organisiert von Verein kriSo – Kritische Soziale Arbeit und der Studiengang Soziale Arbeit an der FH Campus Wien, besteht die Möglichkeit in fachlichen, kritischen Diskurs zu treten.

Damit kann der FH Campus Wien einen Diskurs- und Reflexionsort auch für die GWA (insbesondere in Wien) anbieten. In einem Workshop wird zu „Gemeinwesenarbeit konkret: Bildungsarbeit im Gemeindebau?“ diskutiert werden.

Zeit: Do, 4.11., 13:30 Uhr – Fr, 5.11., 17:00 Uhr

Ort: FH Campus Wien, Favoritenstraße 226, 1100 Wien

Anmeldungen und weitere Infos ab August unter http://www.kriso.at.

Tagungsbeitrag: VollzahlerInnen: € 120,– / Studierende: € 40,–
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TITLE: Protest gegen Verdrängung vom Karlsplatz
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 07/14/2010 10:54:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Seit über einem Monat kann jedeR beobachten, wie die „Drogenszene“ vom Karlsplatz vertrieben wird. Überraschend war, wie wenig das im Vorfeld kritisch und offen diskutiert wurde. Jetzt regt sich doch Widerstand: Am kommenden Samstag, 17.7.10 wird ab 15.00 Uhr ein Aktionstag am Karlsplatz abgehalten:

nähere Infos:

http://lisasyndikat.wordpress.com/2010/07/09/aktionstag-gegen-die-karlsplatzsauberung/
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TITLE: Videoüberwachung soll weiter ausgebaut werden
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 06/04/2010 00:31:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Nachdem die Videoüberwachung im Gemeindebau auf 23 Wohnhausanlagen ausgebaut wird

(s. z.B. http://www.vienna.at/news/wien/artikel/video-ueberwachung-im-gemeindebau-jetzt-dauerhaft/cn/news-20091229-02355219)

soll der Wille zur Videoüberwachung lt. Presse auch am Parteitag der Wiener SPÖ bekräftigt worden sein:

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/569852/index.do

Hier scheinen sich offensichtlich kurzsichtige populisitsche politische Interessen mit wirtschaftlichen Interessen (der Sicherheitsindustrie) zu finden ….

Zahlen wird im Gemeindebau in Zukunft sicher der/die MieterIn – obwohl der Probebetrieb ja „zentral“ finanziert wurde.

Interessante Informationen dazu bietet die ARGE DATEN:

http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=23192zuh
Gesellschaftspolitisch halte ich es nach wie vor für sehr problematisch, soziale Probleme von Nachbarschaften mit Videoüberwachung zu bearbeiten – siehe dazu meine älteren Beiträge, u.a.: http://stoik.twoday.net/stories/5485824/
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TITLE: Tagung 4.-6.10.2010
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 05/09/2010 00:06:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Am 4.-6.10.2010 wird im Bundesinstitut für Erwachsenenbildung eine Tagung zu Gemeinwesenarbeit stattfinden. Die Tradition aus der Erwachsenenbildung, die v.a. im ländlichen Raum wirksam wurde (Stichwort „Eigenständige Regionalentwicklung“ und „Toni Rohrmoser“) wird dabei verknüpft mit der jüngeren Tradition der Bundesvernetzung der GemeineinwesenarbeiterInnen, die u.a. von den FHs für Soziale Arbeit in den österreichischen Städten getragen wird. Aus diesen beiden Richtungen setzt sich auch die Arbeitsgruppe zusammen, die die Tagung organisiert u.a. mit Martin Geser, Karl Hofinger, Wolfgang Kellner, Christian Kloyber, Elisabeth Kornhofer, Christian Ocenasek, Christoph Stoik, Stefan Vater, Ingrid Wagner und technisch unterstützt von David Röthler.

Als HauptreferentInnen konnte bereits Christian Reutlinger und Eva Sing (Buch über Gemeinwesenarbeit in Österreich) gewonnen werden.

Demnächst wird es auf http://www.gemeinwesenarbeit.at laufend Informationen über die Tagung geben.
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TITLE: GWA in Wien zwischen Ordnungspolitik und Emanzipation
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 04/25/2010 09:18:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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In Wien tut sich ja Einiges in Bezug auf die Gemeinwesenarbeit. Da ich persönlich teilweise sehr involviert bin, möchte ich meine Einschätzung und meine Gedanken dazu in der Fachöffentlichkeit zur Diskussion stellen. Ich berate „wohnpartner“, führe Schulungen auch für „wohnpartner-unterwegs“ durch und hab mich auch bei der Einschulung der „fairplay“-MitarbeiterInnen beteiligt. Das tue ich deshalb, weil ich sehe, dass es starke Kräfte in den betroffenen Organisationen, aber auch bei politisch Verantwortlichen gibt, die ernsthaft an kommunikativer, fachlich begründeter Sozialer Arbeit interessiert sind. Gemeinwesenorientierte Zugänge sind sowohl bei „wohnpartner“, „wohnpartner-unterwegs“, als auch „fairplay“ (aber auch anderen bestehenden wenn auch diskutierten Angeboten der sozialen Arbeit, wie bei „sam“) zu erkennen. In all diesen Projekten bzw. Einrichtungen sind Zugänge zu finden, bei denen es um emanzipatorische Prozesse geht, bei denen Menschen dabei unterstützt werden sollen, Handlungs- und Konfliktlösungskompetenzen zu erweitern und nachhaltige Kommunikationsformen zu entwickeln.

Auf der anderen Seite ist überdeutlich zu erkennen, dass es AkteurInnen gibt, die alle Maßnahmen ausschließlich unter einer Sicherheits- und Ordnungsperspektive sehen wollen. Dabei meine ich nicht nur politische AkteurInnen unterschiedlicher Parteien, sondern v.a. auch viele Medien. Der Druck der dabei auf die MitarbeiterInnen dieser Projekte wirkt ist m.E. sehr groß. Auf der einen Seite spüren sie, dass es Erwartungen gibt, dass Konflikte minimiert, unterdrückt, gelöst werden, damit Ruhe herrscht. Auf der anderen Seite, wollen die Einrichtungen und deren MitarbeiterInnen nachhaltig und kommunikativ, nicht verdrängend wirksam sein.

Umso wichtiger erscheint mir, dass die Einrichtungen und die MitarbeiterInnen diesen Druck standhalten, aber auch schon jetzt zeigen, dass kommunikative, emanzipatorische Vorgehensweisen auch nachhaltig wirksam werden, z.B. in der Etablierung von GWA-Projekten, was dann aber auch öffentliche dargestellt werden muss.

Nur zu warten, dass es nach der Wien-Wahl besser wird, halte ich für Vergeudung von Ressourcen und für frustrierend für alle Beteiligten. Außerdem ist fraglich, ob danach wirklich alles anders sein wird, und der Druck auf Sicherheits- und Ordnungsorientierung der Sozialen Arbeit wirklich abnehmen wird. Der fachliche differenziert Austausch, der aber auch hart und kritisch geführt werden soll, halte ich dabei für unbedingt notwendig – dies soll damit auch eine erste Einladung dazu sein.
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TITLE: Replik zu Interview mit Reinhard Seiß im Falter 15/10
CATEGORY: Sozialraum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 04/23/2010 09:50:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Im aktuellen Falter (16/10) ist es ja schon korrigiert: Besserverdienende müssen nicht aus dem Gemeindebau ausziehen – eine vernünftige Regelung, um die soziale Durchmischung zu fördern. Diese Maßnahme dürfte aber kleinräumig betrachtet sehr unterschiedlich wirken. Überhaupt ist der Gemeindebau nur verstehbar, wenn er kleinräumiger betrachtet wird. Zu berücksichtigen ist nicht nur das Baujahr der einzelnen Anlagen, die unterschiedliche räumliche Qualitäten zur Folge haben, sondern auch die Lage in der Stadt und „sozialräumliche“ Entwicklungen. So sind Gemeindebauten am Stadtrand z.B. in Döbling für manche sozial besser gestellten Bevölkerungsgruppen noch attraktiv, während andere in Bezirken mit ärmerer Bevölkerung auch wieder nur für Menschen interessant sein könnten, die sich nichts anderes leisten können, die wenig Wahlmöglichkeiten haben. Wohnhausanlagen mit großen Wohnungen wiederum ziehen eher kinderreiche Familien an, was zu Generationenkonflikten führen kann, in anderen ist durch das Alter der Wohnhausanlage und eher kleinen Wohnung eine hohe Heterogenität zu bemerken (ältere Menschen, ärmere Menschen in kleinen billigen Wohnungen, junge kleine Familien, …). Gemeindebau zeigt sich in Wien also sehr unterschiedliche, und v.a. nicht nur als Ort von sozialen Problemen, wie das im öffentlichen Diskurs manchmal dargestellt wird und damit gleich alle 500.000 BewohnerInnen mitstigmatisiert. Ein Mix an unterschiedlichen, aber auch kleinräumig abgestimmter Maßnahmen (von baulichen Verbesserungen, kommunikativer Angebote wie die von „wohnpartner“, u.a. die Förderung der Partizipation, Anreize für die soziale Durchmischung, aber auch kundennahe und -orientierte Verwaltung) scheint da Sinn zu machen, die Qualität des sozialen Wohnbaus in Wien weiter zu entwickeln, aber auch mit neuen Problemen umzugehen.
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TITLE: DGSA-Sektion GWA in Wien
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 04/23/2010 09:49:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Am vergangenen Wochenende war eine Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) in Wien zu Gast. Die sogen. Sektion „Gemeinwesenarbeit“ setzt sich hauptsächlich aus deutschen, schweizer und österreichischen FachhochschuldozentInnen zusammen, die zu GWA lehren und forschen. Im Rahmen der Arbeitstagung kam es auch zu einem Aufeinandertreffen mit KollegInnen aus der Wiener Praxis, die verantwortlich sind für die Weiterentwicklung der Gemeinwesenarbeit (mitveranstaltet vom Verein „querstadt“ und dem BA-Studiengang Soziale Arbeit am FH Campus Wien). Diskutiert wurde, wie sich der Diskurs um Sicherheit und Ordnung auf die Gemeinwesenarbeit auswirken könnte, wobei Beispiele aus anderen deutschen und schweizer Städten vergleichend herangezogen werden. Bei der Ursachenforschung wurde festgestellt, dass das Gefühl von Unsicherheit v.a. aufgrund zunehmender sozialer Unsicherheit entsteht. Die Forderung nach mehr Ordnung und die Herstellung dieser durch mehr Ordnungskräfte bekommt so betrachtet einen zynischen Beigeschmack.

siehe zur DGSA auch:

http://www.dgsainfo.de/
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TITLE: Gedanken zum Bildungsdiskurs
CATEGORY: X Meinung
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 03/30/2010 10:34:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Als FH-Dozent fühle ich mich angeregt, Stellung zu beziehen zum Bologna-Prozess, zur Kritik daran und zum Bildungsdiskurs, der durch die StudentInnen-Proteste ausgelöst wurde.

Deshalb veröffentliche ich hier mal ausnahmsweise keinen Text, der direkt auf die Gemeinwesenarbeit bezogen ist:

FH als Aufwertung der Ausbildung zur Sozialen Arbeit

Zuerst muss betont werden, dass der Bildungsumbau zumindest indirekt für die Soziale Arbeit auch große Vorteile bringt. So besteht zum ersten mal ein akademisches Studium auf Hochschulniveau mit (zumindest theoretischen) Anschlussmöglichkeiten an ein Doktoratsstudium. Bevor die Ausbildung zur Sozialen Arbeit auf der FH verortet war, befand sich die Ausbildung auf den Akademien im Bildungssystem in einer Sackgasse. Nach dem Akademieabschluss, hatten die AbsolventInnen in Bezug auf weiterführende Studien fast nichts in der Hand. Jetzt gilt auch der Akademieabschluss als BA-Abschluss. Die Soziale Arbeit ist somit, zumindest was die Ausbildung anlangt, aufgewertet worden und auf Hochschulniveau angelangt. So ist es in Österreich auch zum ersten mal möglich, Forschung und Entwicklung systematischer zu entwickeln.

Diskutierbar ist, ob eine dreijährige Ausbildung im Rahmen des Bakkalaureats reicht. Die Anforderung, sowohl einen wissenschaftlichen Zugang zur Sozialen Arbeit zu vermitteln, der den hohen Anspruch an die Profession gerecht wird und die interdisziplinäre Zusammenarbeit erleichtert, als auch einen lebensweltnahen Zugang herzustellen, ist sehr hoch und in drei Jahren nur schwer erreichbar.

kritischer Diskurs statt nur „verwertbare“ Ausbildung

Groteskerweise muss also festgestellt werden, dass das FH-Wesen, das sich ja relativ konsequent an den Bologna-Prozess hält und eine „praxisnähere“ („verwertbare“) Ausbildung bringen soll, für die Soziale Arbeit fast das Gegenteil bringt, nämlich eine Akademisierung, auch in dem Sinn, dass nicht (nur) die Verwertbarkeit für die Praxis im Vordergrund steht, sondern die theoretische Begründung und wissenschaftliche Reflexion. Vielen Lehrenden auf der FH vertreten m.E. die Meinung, dass in der Ausbildung zur Sozialen Arbeit nicht nur die Wissensvermittlung im Vordergrund stehen kann, sondern auch der kritische Diskurs und die Reflexion – auch zwischen den Studierenden und den Lehrenden. Es ist nicht so, dass die Lehrenden „die Wissenden“ sind und die Studierenden „die Unwissenden“, sondern dass Wissen und Verständigung erst durch Diskussion entsteht – auch im Rahmen der Lehre.

Dieser kritische Diskurs und die Reflexionskompetenz ist auch in der Praxis von Bedeutung, weil SozialarbeiterInnen ja dauernd gefordert sind, sich mit neuen lebensweltlichen Herausforderungen in strukturellen Kontexten auseinander zu setzen.

wider die Verschulung am BA!

Allerdings ist am BA-Studiengang für Soziale Arbeit am FH Campus Wien trotzdem feststellbar, dass sich der Bildungsumbau auch problematisch auswirkt. Für Lehrende scheint der Druck zuzunehmen, dass in kurzer Zeit möglichst viel Wissen vermittelt werden soll, worunter der Diskurs leidet und was zu einem KonsumentInnen – ProduzentInnen – Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden führt. Neben einer verstärkten diskursiven Ausrichtung der Ausbildung, sollte zukünftig also überlegt werden, ob die Grundausbildung nicht länger als 6 Semester dauern sollte (so wie u.a in Deutschland wieder breit diskutiert), inwiefern die Wahlmöglichkeit der Studierenden erhöht werden könnte, sowie wie neue Formen des selbstorganisierten Lernens (weiter)entwickelt werden könnte (so werden beispielsweise in Deutschland neue Regelungen der Anwesenheitspflicht durch die Selbstkontrolle der Studierenden diskutiert und tw. erprobt).

Ein weniger verschultes System bedeutet ja nicht, dass von den Studierenden keine Leistung gefordert wird – wie z.B. im Rahmen von Forschungsprojekten, Abschlussarbeiten, aber auch der Praktikas. Tatsächlich sind die Studierenden auf der FH derzeit sehr gefordert, zu lesen, zu denken, zu schreiben, aber auch sich mit sich selbst und der Umwelt auseinander zu setzen – und das besonders in den Studienbereichen, die tw. weniger stark verschult sind (Forschungswerkstätten, Abschlussarbeiten und Praktikas).

Ausschluss oder Integration durch (Aus-)Bildung?

Schließlich stellt sich aus der Perspektive der Sozialen Arbeit auch die Frage, inwiefern die Umgestaltung der Bildung zur „verwertbaren“ Ausbildung, Auswirkung auf die Integration von benachteiligten Menschen. Dies folgenden Fragen können hier nicht beantwortet werden, sie sollen aber gestellt werden:

Wie wirken Zugangsbeschränkungen auf Menschen, die aus bildungsferneren Milieus stammen?

Wie wirkt der zunehmende Leistungsdruck, der nicht nur mit dem Umbau der Bildung zur Ausbildung im Rahmen des Bologna-Prozesses zusammenhängt, auf die Integration bzw. Ausschluss von Menschen aus sozioökonomisch benachteiligten Milieus (z.B. Mindeststudiendauer und Anspruch auf Familienbeihilfe)?
Ich begrüße es, dass die Studierenden-Proteste eine europaweite Diskussion zu Bildung ausgelöst haben und hoffe, dass diese auch weitergeführt wird!

Christoph Stoik
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TITLE: „gewerbsmäßiges Betteln“
CATEGORY: öffentlicher Raum
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 03/25/2010 09:43:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Morgen, 26.3.2010, soll „gewerbsmäßiges Betteln“ im Wr. Landtag verboten werden. Ich protestiere mit einem offenen Brief an die Landtagsabgeordnete, die die Initiative einbringen:

Sehr geehrte Landtagsabgeordnete!

Zu Ihrem Initiativantrag zur Veränderung des Landessicherheitsgesetzes muss ich als FH-Dozent für Soziale Arbeit mit dieses offenen Brief entschieden protestieren. Das geplante Verbot des „gewerbsmäßigen Bettelns“ und das erweiterte Wegweisungsrecht richtet sich gegen Menschen, die benachteiligt sind, die dadurch noch mehr aus unserer Gesellschaft ausgeschlossen werden und so noch mehr stigmatisiert werden, als sie ohnehin schon sind.

Ich habe Verständnis dafür, dass eine Stadt überlegen muss auf Entwicklungen zu reagieren, die nicht nur kommunal verursacht sind und dabei eingeschränkte Handlungsoptionen bestehen. Zunehmende Armutserscheinungen in der Stadt haben mit mangelhafter nationaler und europäischer Sozialpolitik zu tun, aber auch mit globalen Entwicklungen (z.B. höhere Mobilität).

Die geplanten Maßnahmen sind natürlich auch im Licht der Städtekonkurrenz zu sehen: Wien soll möglichst wenig attraktiv sein für benachteiligte Menschen, damit sie sich in anderen Städten aufhalten und so die Attraktivität des Standorts nicht gefährdet wird.

Abzulehnen ist aber, wenn aus Standortinteressen, eine Politik gegen die Ärmsten unserer Gesellschaft betrieben wird. Das widerspricht völlig der Tradition des roten Wiens, das sich über lange Zeit der Integration von Benachteiligten verschrieben hat.

Die geplanten Änderungen haben folgende Wirkung:

1. Hinter der Formulierung „gewerbsmäßiges Betteln“ verbergen sich Unterstellungen, die empirisch nicht nachgewiesen sind, z.B., dass Betteln systematisch organisiert wird, um einfach zu einem Einkommen zu gelangen. Wenn sich Menschen organisieren, die in Armutsverhältnissen leben, um irgendwie zu überleben, ist das noch nicht per se problematisch. Und wenn es im Rahmen dieser Organisation Unterdrückungsmechanismen wirken sollten (die vielleicht auch soziostrukturell begründet sein könnten), dann wäre mehr Wissen darüber nötig, um diese wirksam bekämpfen zu können. Mit der geplanten Formulierung wird ein Vorgehen der Exekutive gegen jede Form von Betteln legalisiert, weil „gewerbsmäßiges“ Betteln unausreichend definiert und auch nicht objektiv überprüfbar ist. Weder die dahinterliegende Armut, noch Unterdrückungsmechanismen (die ja auch nicht nachgewiesen sind) werden dabei bekämpft.

2. Dadurch, dass Armut stärker aus dem öffentlichen Raum verdrängt wird, wird sie nicht weniger. Soziale Spannungen werden dadurch nicht minimiert, sondern im Gegenteil: geschürt.

Durch die Maßnahmen wird ermöglicht, kommerziell attraktive Räume von weniger attraktiven Räumen noch mehr zu unterscheiden. Auch das schürt soziale Konflikte in der Stadt, weil die Stadt in „sichere“ und „unsichere“ Räume gespalten wird.

3. Gerade Menschen mit Benachteiligungen sind auf den öffentlichen Raum besonders angewiesen, weil sie meist nicht über ausreichend privaten Raum verfügen. Durch diese Maßnahmen werden ihnen noch mehr Handlungsmöglichkeiten und Sicherheit genommen.

4. Durch die Formulierung „Belästigung“ und „Einschränkung des Gemeingebrauchs“ durch „Personen“ bzw. „Gruppen“, wird aufgrund von äußeren Kennzeichen und von Verhalten Unterscheidungen ermöglicht, was im öffentlichen Raum als erwünscht und was als unerwünscht definiert wird. Dabei stellt sich die Frage, wer das Recht hat diese Definition vorzunehmen. Mit der sehr offenen und schwammigen Formulierung muss der Verdacht aufkommen, dass sich dabei die Interessen durchsetzten werden, die gesellschaftlich stärker vertreten sind. Damit ist zu befürchten, dass wieder die Menschen davon betroffen sind, die ohnehin schon aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden.
Statt der geplanten Maßnahmen, sollte eine sozialverträgliche Politik andere Maßnahmen entwickeln.

Es könnten – neben der Sicherung und Verbesserung der sozialen Sicherheit – Maßnahmen entwickelt werden, die die Toleranz gegenüber Menschen in Armut steigert. Immerhin leben wir in einer der reichsten Gesellschaften der Erde. Es ist unverständlich, dass die kurzen Begegnungen mit ein paar Bettlern oder Wohnungslosen in öffentlichen Einrichtungen mehr aufregt, als die fortschreitende Ausgrenzung dieser Menschen. Es ist nicht nachvollziehbar und vertretbar, dass Neid besonders gegenüber den Ärmsten geschürt wird.

Ich appelliere daher den Antrag zurückzuziehen und stattdessen sozialverträglichere Maßnahmen zu entwickeln.

Mit freundlichen Grüßen,

Christoph Stoik
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TITLE: geplantes Bettelverbot in wien!
CATEGORY: öffentlicher Raum
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DATE: 03/17/2010 07:09:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Ausgehend von einigen Landtagsmandataren der SPÖ wien soll ein Bettelverbot und ein Wegweiserecht für Menschen mit „verwahrlosten Auftreten“ erlassen werden.

mehreres kann ich daran nicht fassen:

1. hier werden die ärmsten der ärmsten in einer Gesellschaft ausgegrenzt, die zu den reichsten der Welt gehört.

2. Die Initiative kommt von einigen Sozialdemokraten (internationale Solidarität …) – mir fehlen die Worte!

3. Der öffentliche Raum ist gerade für die betroffene Gruppen („Verwahrloste“ und BettlerInnen) der einzige Raum, den sie noch haben, wo sie sich aufhalten können und wo sie auf ihre Not aufmerksam machen können. Gerade diese Gruppen sind angewiesen darauf, dass sie einen öffentlichen Raum haben. Die Verdrängung aus dem öffentlichen Raum erschwert nicht nur das Leben dieser Menschen, sondern ist auch zutiefst undemokratisch. Denn der öffentliche Raum zeichnet sich ja genau dadurch aus, dass er für möglichst viele, und besonders für benachteiligte öffentlich bleibt.
nähere Infos inkl. Protestmöglichkeiten dazu auf http://www.facebook.com/reqs.php#!/group.php?gid=104150631709
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TITLE: Zustimmung zur Wiener Volksbefragung
CATEGORY: Demokratie
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DATE: 02/07/2010 04:50:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Skeptisch werde ich, wenn die Kritik an der Wiener Volksbefragung anscheinend größer ist als die Zustimmung zur Volksbefragung. Denn: auch wenn einiges an der Kritik durchaus berechtigt ist, ist doch bemerkenswert, wie die politische Diskussion durch die Volksbefragung angeregt wurde. Der/die stimmbertechtigte BürgerIn wird angeregt, über die Fragen nachzudenken, sich zu informieren und mit anderen darüber zu diskutieren (s. u.a. http://www.wienwillswissen.at/ ). Und genau das ist zu begrüßen, zumindest von denen, die die (partizipative) Demokratie voranbringen wollen.
Nach der Volksbefragung werden einige Fragen zu klären sein, die für die nächste Volksbefragung von Bedeutung sein werden:

– Welchen Einfluss hatte die Volksbefragung auf die tatsächlichen politischen Entscheidung?

– Wer hat sich bei der Befragung beteiligt und wie kann die Beteiligung noch verbreitert werden?

– Welche Fragen eigenen sich für eine Volksbefragung, welche weniger (z.B. populistische Entscheidungen gegen Minderheiten)?

– Welche Vor- und Nachteile hat es, wenn Fragen eher allgemein gestellt werden (Überprüfung von Stimmungsbildern)?

– Welche Vor- und Nachteile hat es, wenn Fragen zu sehr konkreten Maßnahmen gestellt werden (Voraussetzung von Vorwissen der Stimmberechtigten)?

Deutlich wird sowohl bei dieser Volksbefragung als auch bei der Diskussion um eine Asylerstaufnahmezentrum, dass die partizipative Demokratie immer verknüpft werden muss mit einer partizipativen Kultur (Zugang zu Hintergrundwissen und seriösen Medien). Sonst wird jede Volksbefragung zum Instrument manipulativer Politik, was letztlich demokratiegefährdend ist. In Wien wird mit dieser Vorlksbefragung m.E. ein Schritt in die richtige Richtung, einer partizipativeren Demokratie, gemacht.
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TITLE: GWA in 2010
CATEGORY:
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DATE: 01/05/2010 10:59:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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BODY:
Liebe KollegInnen,

ich will Ihnen / dir ein erfolgreiches Jahr 2010 wünschen. Besonders den MitarbeiterInnen der wohnpartner will ich alles Gute für dieses erste – sicher nicht leichte – Jahr wünschen!

alles Gute, christoph stoik

siehe auch:

http://www.wohnpartner-wien.at/
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TITLE: Publikationen und Diplomarbeiten 2009
CATEGORY:
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DATE: 01/05/2010 10:49:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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BODY:
Im vergangenen Jahr war ja Einiges los in Bezug auf Gemeinwesenarbeit. Leider konnte auf diesem blog nicht alles dokumentiert werden, wie z.B. der aufsehen-erregende Beitrag über die Bassena-Arbeit am Schöpfwerk im Falter …

Am Anfang des neuen Jahrs 2010, sollen hier nun aber einige Diplomarbeiten zu GWA und Sozialraumorientierung dokumentiert werden, die im Jahr 2009 im Rahmen des Studiums zu Sozialer Arbeit verfasst wurden (Masterstudium und Diplomstudium).

Zu finden unter der Rubrik :

http://stoik.twoday.net/topics/X+Diplomarbeiten+etc./
Außerdem werden hier noch einige interessante Publikationen zu GWA genannt, die ebenfalls 2009 erschienen sind. Neben der großen Anzahl an Literatur zu Sozialen Raum und Sozialraumorientierung in der Sozialen Arbeit in den letzten Jahren (u.a.Kessl/Reutlinger: Sozialraum. eine Einführung. 2007; oder Reutlinger: Raum und soziale Entwicklung 2008), erscheinen auch zunehmend wieder mehr aktuelle Bücher zu GWA. Einige wichtige Publikationen sollen hier beispielhaft angeführt werden:

Sing, Eva; Heimgartner, Arno: Gemeinwesenarbeit in Österreich. Graz, 2009

Landhäußer, Sandra: Communityorientierung in der Sozialen Arbeit. Die Aktivierung von sozialem Kapital. Wiesbaden, 2009

Schmidsberger, Brigitta; Spitzenberger, Elfa: Leben im Franckviertel. Linz 2009

Clausen Jens; Hahn Harald; Runge Markus (Hg.): Das Kieztheater. Forum und Kommunikation für den Stadtteil. Stuttgart, 2009

Fehren, Oliver: Wer organisiert das Gemeinwesen? Zivilgesellschaftliche Perspektiven Sozialer Arbeit als intermediärer Instanz. Berlin. 2008

Elsen, Susanne: Die Ökonomie des Gemeinwesens. Sozialpolitik und Soziale Arbeit im Kontext von gesellschaftlicher Wertschöpfung und -verteilung, Juventa. 2007

Stövesand, Sabine: Mit Sicherheit Sozialarbeit! Gemeinwesenarbeit als innovatives Konzept zum Abbau von Gewalt im Geschlechterverhältnis unter den Bedingungen neoliberaler Gouvernementalität. Lit-Verlag, Wien, 2007
und am Schluss ein paar Publikationen von mir aus 2009:

Stoik, Christoph: Aktivierende Befragung / Aktivierendes Gespräch. online: http://www.sozialraum.de/aktivierende-befragung-aktivierendes-gespraech.php [12.10.2009]

Stoik, Christoph: Wiener Gemeinwesenarbeit am Scheideweg. Wiener Ausprägungen zwischen Emanzipation und lokaler Steuerung. In: Sing, Eva; Heimgartner, Arno: Gemeinwesenarbeit in Österreich. Graz, 2009

Stoik, Christoph: Sonderstellung Stadtteilarbeit Franckviertel. In: Schmidsberger, Brigitta; Spitzenberger, Elfa: Leben im Franckviertel. Linz, 2009
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TITLE: neue Ausgabe http://www.sozialraum.de
CATEGORY:
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 01/05/2010 10:41:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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BODY:
Seit einiger Zeit ist die neue Ausgabe 2/09 auf http://www.sozialraum.de erschienen, was hier nachträglich Erwähnung finden soll!
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TITLE: Partizipation
CATEGORY: X Diplomarbeiten etc.
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 01/05/2010 10:34:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Hörl, Hagen: Die Partizipation von Jugendlichen in Lokalen Agenda 21-Prozessen. Die Erhebung von Potenzialen, Themen und bevorzugten Beteiligungsformen am Beispiel des 3. Wiener Gemeindebezirkes. Diplomarbeit. FH Campus Wien, Master-Studiengang: Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit, 2009
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TITLE: GWA und Migration/Integration
CATEGORY: X Diplomarbeiten etc.
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 01/05/2010 10:33:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Meusburger, Claudia: AsylwerberInnen im ländlichen Raum. Ressourcen in dörflichen Gemeinwesen zu Integration und Teilhabe von AsylwerberInnen. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2009

Knotzer, Marion: Integration durch Gemeinwesenarbeit. Ein Ding der (Un-)Möglichkeit? Welche Möglichkeiten und Grenzen ergeben sich für die Gemeinwesenarbeit beim Integrationsprozess zwischen allochthoner und autochthoner Bevölkerung? Eine Untersuchung am Beispiel des Grätzelmanagements im 20. Wiener Gemeindebezirk. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2006
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TITLE: Struktur und Organisation
CATEGORY: X Diplomarbeiten etc.
SHOWONFRONT: no
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 01/05/2010 10:32:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Fischl, Nina: Community Organizing: Theorie und Praxis. Über Sinn und Möglichkeit der Implementierung von Community Organizing in Österreich. Diplomarbeit, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2009

Keiblinger, Sophie (2006): Gemeinwesenarbeit im Wiener Diskurs – Darstellung von geführten Diskursen der Gemeinwesenarbeit in den Wiener Vernetzungsforen Vernetzung findet Stadt und dem Wiener Vernetzungsfrühstück für Gemeinwesenarbeit und Bearbeitung eines ausgewählten Diskurses. Diplomarbeit am FH Campus Wien
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TITLE: Misik zu Diversität, Integration und Gemeinwesenarbeit
CATEGORY:
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/06/2009 00:29:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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BODY:
Robert Misik mit einem interessanten Beitrag über Diversität und Integration auch durch Gemeinwesenarbeit:

http://derstandard.at/fs/1254310539165/Videocast-von-Robert-Misik—Folge-97-Das-Auslaenderproblem-Gibts-das-wirklich

Die Kunst wird v.a. sein, die unterschiedlichen Gruppen gezielt ansprechen zu können. Und da teil ich Robert Misiks Ansicht, dass es um Investition in die Stadtteile ebenso geht, wie um Kommunikation und Vermittlung durch Soziale Arbeit und Gemeinwesenarbeit – also sowohl um „harte“ Maßnahmen, als auch „weiche“. Sozusagen zwischen harten und weichen Maßnahmen wird es auch nötig sein, sich noch mehr den Kopf darüber zu zerbrechen, wie die gesellschaftlichen Zugänge milieuspzifisch gestaltet werden, wie Zugang zu Bildung, Arbeitsmarkt, sozialen Einrichtungen, Verwaltung und Politik. Und: eigentlich zeigt sich in diesem Thema ein gesellschaftliche Herausforderung, die eben erst durch die Migrationsthematik so richtig sichtbar zu werden scheint: Durch die Diversivizierung der Gesellschaft besteht auch unabhängig von kulturellen Hintergrund die Notwendigkeit, gesellschaftliche Institutionen diverser zu gestalten und divers mit den unterschiedlichen Gruppen zu kommunizieren – eine ganz schöne Herausforderung, sich einerseits gezielt den sogen. alteingesessenen „Modernisierungsverlierern“, wie den gutgebildeten „Bobos“ und den bürgerlichen „Katholiken“ zuzuwenden. Kurz es geht m.E. weniger nur um ein Migrationsproblem, sondern um ein Problem von Diversifizierung und Teilhabe und Integration von Menschen in einer sich vervielfältigende Gesellschaft.
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TITLE: Kommentar zur Integrationsdebatte
CATEGORY: X Meinung
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 09/27/2009 00:33:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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BODY:
Was ist mit Rauscher vom Standard los ist? zuerst schießt er sich auf Graffities ein und jetzt auf türkische Jugendliche (siehe Kollumne am Do)? Ärgerlich, wenn aufgeklärte Meinungsmacher, Oberflächliches zu Integration von sich geben. Das Problem ist ja nicht, dass Jugendliche untereinander türkisch sprechen, und von Rauscher auf der Straße nicht verstanden werden. Das Problem ist, dass der Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt für manche Menschen immer schwieriger wird. Und das ist in erster Linie ein Problem der Zugänge/Barrieren und weniger ein kulturell-ethisches.

Ich plädiere außedem dafür, bei der Diskussion nicht zu vieles miteinander zu vermengen. ZU trennen ist meiner Meinung nach die Debatte um den Zugang von Menschen zu Bildung und Arbeitsmarkt und eine Werte-Diskussion. Aber auch bei dieser zweiten Diskussion sind die Bruchlinien nicht in erster Linien zwischen Kulturen in einem national-ethischen Sinn zu suchen. So kann ja nicht nur „die Zwangsheirat“ Problematisiert werden, sondern auch Alltagsrassismen, oder aber auch die Regeln einer neoliberalen Wirtschaftsgesellschaft, in der Konkurenz höher bewertet wird als Kooperation und Verständigung.
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TITLE: „Ordnungsberater“ sollen abmahnen und strafen!
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 09/02/2009 09:35:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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BODY:
Wie im „Der Standard“ berichtet, sollen „Ordnungsberater“ von Wiener Wohnen, bei Verstößen gegen die Hausordnung mit Abmahnungen und sogar Geldstrafen vorgehen. Den/r BeobachterIn von außen muss es immer schwerer fallen, sich auszukennen. Einerseits wird auf mehr Kommunikation, Zusammenleben und auch Eigenverantwortung gesetzt (Wohnbusse von Wiener Wohnen und Ausbau der Gebietsbetreuungen/wohnpartner), andererseits auf Ordnungshüter, bei denen keine Konfliktkompetenz der BewohnerInnen mehr nötig sein wird. Es wird ausreichen, sich als MieterIn beim Ordnungshüter zu beschweren. Dabei wird signalisiert, dass das Gespräch mit dem Nachbar/der Nachbarin gar nicht erwünscht ist. Wird dieser Weg fortgesetzt, wird es nicht 15 Ordnungshüter brauchen, sondern zumindest ein paar Hundert …

Abgesehen davon, dass völlig fraglich ist, was rechtlich überhaupt möglich ist (siehe „Der Standard“), stellt sich auch die Frage, wer definieren wird, wogegen vorgegangen werden darf. Wer definiert, was „laut“ ist, wie lang Kinder spielen dürfen, was Verunreinigung ist (Kürbiskerne in der Wiese?)? Wer wird definieren, wie ein Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichsten Lebensstilen und Milieus funktioniert? Die, die sich besser ausdrücken können? Die, die eine stärkere Lobby haben? Die, die glauben damit politisch Kapital schlagen zu können? Oder die, die gesellschaftlich eher benachteiligt sind? Aushandlungsprozesse darüber, welches Verhalten angemessen ist, was voneinander gelernt werden kann, wo Ansprüche in neuem Licht betrachtet werden müssen, was vielleicht zu gegenseitigen Austausch-, Lern- und Reflexionsprozesse führen könnte, werden dadurch jedenfalls torpediert.
Quellen:

http://derstandard.at/fs/1250691742561/Zu-laut-gespielt-36-Euro

http://derstandard.at/fs/1250691788751/Wiener-Gemeindebauten-Ordnungsberater-Bei-Ballspielen-nur-Abmahnung
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TITLE: Wiener Wohnen – Busse
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 09/01/2009 06:18:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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BODY:
Wie z.B. in der Presse vom 29.8.09 berichtet, ist Wiener Wohnen inzwischen mit zwei Bussen in den Gemeindebauten unterwegs („Mobile Kundenbetreuungszentren“).

Das ist als wichtiger Schritt in die richtige Richtung zu bewerten, denn damit wendet sich Wiener Wohnen ihren MieterInnen wieder verstärkt zu. Offen bleibt, ob zwei Busse reichen werden, sich den BewohnerInnen ausreichend zuzuwenden.

Und es ist davon auszugehen, dass die MitarbeiterInnen von Wiener Wohnen auch mit viel Frustration und Aggression konfrontiert werden – eine gezielte Unterstützung und Ausbildung der MitarbeiterInnen, um damit besser umzugehen, wird wohl hilfreich sein. So wird es nicht nur darum gehen, dass die MitarbeiterInnen von Wiener Wohnen sich offensiver den Anliegen zuwenden und diese rasch bearbeiten, sondern auch, dass sie kontinuierlich und wertschätzend mit den BewohnerInnen kommunizieren, was nicht immer leicht fallen dürfte.

Wesentlich dabei ist, dass erkannt wird, dass Wiener Wohnen offensiver kommunizieren muss, auch wenn die Einrichtung wohnpartner (bisher Gebietsbetreuungen) verstärkt kommunikativ im Gemeindebau tätig sein wird. Denn die Aufgabenstellungen dieser beiden Einrichtungen sind ganz unterschiedliche – während die Gebietsbetreuungen/wohnpartner eher unterstützende und vermittelnde Aufgaben haben, muss Wiener Wohnen als Verwaltung mit „ihren“ MieterInnen kommunizieren.
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TITLE: Veranstaltung in Mannheim
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 08/21/2009 10:14:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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BODY:
interessante Veranstaltung in Mannheim mit begrenzter TeilnehmerInnenanzahl:

Workshop „Stadtteilmanagement im internationalen Quartier – Modelle, Profile, Qualifikation und interkulturelle Kompetenz“.

Der eintägige Workshop des Praxisnetzwerks „Zuwanderer in der Stadt“ findet am 24. September 2009 in Mannheim statt.

http://www.zuwanderer-in-der-stadt.de/
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TITLE: Kremser Vorfall und Stadtteile in Medien
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 08/14/2009 03:15:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Anlässlich des Vorfalls in einem Kremser Supermarkt mit Todesfolgen für einen Jugendlichen, entdecken die Medien die „benachteiligten Stadtteile“ mal wieder – immer mit der gleichen Problematik: Einerseits wird strukturell bedingte soziale Ungleichheit , die sich in Städten der spätkapitalistischen Gesellschaft eben auch räumlich-territorial in Stadtteilen abbilden, sichtbar. Andererseits kommt es über die Berichterstattung auch zu eindimensionalen Bildern, einseitigen Schuldzuweisungen an die BewohnerInnen und Stigmatisierung ganzer BewohnerInnengruppen.

Zu beobachten ist aber auch, dass manche Medien – bei problematischen Schlagzeilen – um eine ausgewogener Berichterstattung mehr oder weniger bemüht sind – siehe z.B. Kurier v. 13.8.09, in dem auch Kollege Christoph Reinprecht zu Wort kommt.

Interessant aber auch der Wortbeitrag von Peter Nöbauer, Leiter der mobilen Jugendarbeit in Favoriten, der die Prozesshaftigkeit des Konflikts Jugendliche – Polizei beleuchtet hat.

Aber auch abseits von tagesaktuellen und sommerloch-bedingten Berichterstattung findet in den Medien eine Auseinandersetzung zur „sozialen Stadt“ statt, wie im Wissenschaftsmagazin der „Die Zeit“: „ZEITWISSEN“, August/September 09.
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TITLE: Guerilla Gardening im Standard
CATEGORY: öffentlicher Raum
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 07/29/2009 00:03:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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BODY:
Beitrag über Guerilla Gardening u.a. am Schöpfwerk im Standard – mit ein paar interessanten links:

http://derstandard.at/fs/1246541688258/Aus-unserer-Sicht-ist-das-kein-Vandalismus

http://www.guerrillagardening.org/

http://gruenewelle.org/index_de.html

http://www.lebinhernals.at/projekte/aktuell/Willkommen+im+Salon+Bl%C3%BCmchen!/1
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TITLE: „Die Rathauszocker“
CATEGORY: Gemeinwesenökonomie
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EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 07/28/2009 03:06:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Interessanter Beitrag in der Zeit Nr. 30 vom 16.7.09:

http://www.zeit.de/2009/30/DOS-Swap

über Cross-Border-Leasing-Geschäfte in deutschen Kommunen und dem Tiroler Markus Wilhelm, der (geheimgehaltene) Verträge veröffentlicht hat:

http://www.dietiwag.at/

Wie schauts eigentlich mit den Wiener Cross-Boder-Leasing-Geschäften aus?
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TITLE: Gemeindebau „am Schauplatz“ (12.6.09)
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 07/14/2009 09:27:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Wenn auch verspätet , soll zu Dokumentationszwecken hier der Schauplatz-Beitrag („Oh du mein Nachbar“ im ORF am 12.06.2009,

http://tv.orf.at/program/orf2/20090612/455903401/265563/ )

kurz kommentiert sein, da dazu doch einiges Grundsätzliches gesagt werden kann:

1. Förderung der Selbstverantwortung vs. Ordnungshüter

Das Beispiel im Beitrag aus dem George Washington Hof zeigt, wie es gehen kann: ein lebensweltnaher Ansatz, bei dem v.a. auf den Dialog gesetzt wird, und die Handlungskompetenzen der BewohnerInnen gestärkt und gefördert wird, kann dazu führen, dass neue Kommunikationsstrukturen geschaffen werden, in dessen Rahmen Konflikte auch konstruktiver bearbeitbar sind.

Die Darstellung von „nightwatch“ zeigt, welche Fehlentwicklungen es geben könnte: Es ist absurd zu meinen, dass professionelle soziale Arbeit zuständig dafür sein kann, Regeln des Zusammenlebens zu kontrollieren, indem in jedem Hof in Wien zwei „nightwatcher“ abgestellt werden. Die Botschaft an die BewohnerInnen ist höchst problematisch: Es wird signalisiert, dass professionelle Menschen zuständig für die Konfliktregelungen sind, anstatt die Eigenkompetenz der BewohnerInnen zu unterstützen. Die BewohnerInnen werden nahezu dazu angeregt, sich mit Beschwerden an die „nightwatcher“ zu wenden, anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen. Abgesehen davon, dass diese Vorgehensweise ineffizient ist (für jeden Gemeindebau zwei nigthwatcher), stellt sich die Frage nach der Ausrichtung und der Vision dieser Maßnahme und das gesellschaftliche Weltbild dahinter. Die Gebietsbetreuung sollte m.E. vielmehr die Aufgabe haben, die BewohnerInnen dabei zu unterstützen, Regeln und Ordnungen miteinander zu kommunizieren, diese gemeinsam auszuhandeln, und das Zusammenleben so zu unterstützen, dass es von möglichst vielen mitgetragen werden kann.

2. Medien und Gemeindebau

Es ist davon auszugehen, dass der Wiener Gemeindebau in den nächsten Monaten erhöhte Aufmerksamkeit erhalten wird – von politischen Parteien und von Medien. Der Schauplatz-Beitrag zeigt, dass dabei viel Porzellan zerschlagen werden kann:

Auf der persönlichen Ebene lassen sich Menschen dazu hinreißen, sich vor der Kamera auf eine Art zu verhalten, die sie am nächsten Tag wieder bereuen. Im Unterschied zu den JournalistInnen müssen die BewohnerInnen am nächsten Tag mit dieser Situation „im Hof“ wieder umgehen können.

Die Gefahr der Stigmatisierung des gesamten Wiener Gemeindebaus und damit ihrer BewohnerInnen erhöht sich. Wenn der Schauplatz-Beitrag von 12.6.09 auch relativ differenziert war, weil unterschiedliche Bilder von Gemeindebau transportiert worden sind, ist eher davon auszugehen, dass ein einseitiger Bild verstärkt gezeichnet werden wird.

Daher ist es notwendig eine professionelle Medienarbeit seitens der Einrichtung zu entwickeln, die auch die kleinräumigen Besonderheiten berücksichtigen.
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TITLE: parteipolitische Instrumentalisierung
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 05/30/2009 00:46:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Am Beispiel der BI Dammstraße wird das Thema parteipolitische Instrumentalisierung von BürgerInnen-Bewegungen in besonderer Weise virulent. Die Instrumentalisierung durch die FPÖ nimmt bei diesem Fall eine unerträgliches Ausmaß an. Nachvollziehbare BewohnerInnen-Interessen werden für eine einseitige Hetze gegen eine Religionsgemeinschaft aus rein parteipolitischen Kalkül heraus genutzt, die aus historischen und menschenrechtlichen Gründen zutiefst abzulehnen ist. Gegen diese Menschenhetze braucht es eine klare Abgrenzung seitens sozialer Bewegungen ebenso, wie derer, die professionell mit Bürgerengagement zu tun haben, wie Gemeinwesen- und StadtteilarbeiterInnen.

Abgesehen von der Abgrenzung von dieser menschenverachtenden parteipolitischen Instrumentalisierung, sollte dieses Beispiel eine Diskussion in Gang setzen, wie sich Parteien bei der Instrumentalisierung von BürgerInnen-Engagement verhalten sollen. Natürlich macht es Sinn, dass politische Parteien Themen aus den sozialen Bewegungen in ihre Politik aufnehmen. Die Unterwanderung von Initiativen und BürgerInnengruppen durch die Parteipolitik muss aber behindert werden. Es kann nicht sein, dass die Instrumentalisierung durch die FPÖ kritisiert wird, und andere Parteien aus der Kritik herauszunehmen. Für die Wiener Gemeinwesen- und Stadtteilarbeit stellt sich die Frage, wie Parteipolitik z.B. mit LA21-Prozessen umzugehen haben, oder mit dem Instrument der MieterInnen-Vertretung. Meines Erachtens sollte in Wien ein Grundkonsens erzielt werden, dass BewohnerInnen-Engagement nicht von Parteipolitik unterwandert und instrumentalisiert werden darf. Das bedarf einer breiten Diskussion, die permanent öffentlich geführt werden muss. Durch eine öffentlich geführt Diskussion besteht die Möglichkeit, parteipolitische Instrumentalisierung auch aufzudecken und öffentlich zu ächten. Es kann ja leider nicht davon ausgegangen werden, dass sich alle Parteien an eine Vereinbarung, einen Grundkonsens gegen Instrumentalisierung halten, vorausgesetzt ein solcher könnte geschaffen werden. Aber es könnten Grundregeln formuliert werden, quasi ein Charta, die die Kritik an Parteien stärken könnte.

Bei so einer Diskussion stellen sich natürlich viele Fragen, z.B.:

Wie kann damit umgegangen werden, dass betroffene BewohnerInnen gleichzeitig Parteimitglieder sind und sich für eigene Interessen z.B. in ihrem Wohngebiet einbringen?

Wer unterstützt kritische, widerständige BewohnerInnen-Interessen (unabhängige Fördertöpfe – statt Parteien-Unterstützungen)?

Wie können Themen aus sozialen Bewegungen in den parteipolitischen Diskurs einfließen, ohne dass eine einseitige Instrumentalisierung stattfindet?

Welche Rolle sollen dabei Gemeinwesen- und StadtteilarbeiterInnen spielen (vermittelnd – intermediär, emanzipatorisch – bildend, …)?

Dieser weblog kann gerne genutzt werden, diese Diskussion zu beginnen!
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TITLE: Ergebnis der MieterInnen-Befragung
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 05/29/2009 00:43:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Nur fürs Archiv: Über

http://www.magwien.gv.at/wohnen/wienerwohnen/mieterbefragung-ergebnisse.html

sind die Ergebnisse der MieterInnen-Befragung im Wiener Gemeindebau abzurufen. Interessant (auch wenn Wissenschaftlichkeit der Befragung nicht gesichert ist), dabei ist, dass die Ergebnisse zeigen, dass nicht „von dem Gemeindebau“ geredet werden kann. Die Zufriedenheit vieler BewohnerInnen dürfte doch recht hoch sein. Problemlagen dürften je nach sozialräumlichen Bedingungen (Bevölkerungsstruktur, bauliche Bedingungen, Struktur des umliegenden Gebiets, etc.) doch sehr unterschiedlich sein – so ein möglicher Deutungsversuch.

Bedauerlich ist, dass leider nach wie vor eine tw. stigmatisierende Sprache gewählt wurde, wie „Vandalismus“ und „Jugendbanden“, die es in Wien bekanntlicherweise so gar nicht gibt. Damit wird ein Gefühl der Unsicherheit (und auch die Forderung nach videoüberwachung) eher geschürt.
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TITLE: Differenzierungen zur Videoüberwachung
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 04/26/2009 08:43:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Der unten genannte Link ist nicht mehr unter dieser Adresse zu finden, was erfreulich gedeutet werden könnte.

Dafür habe ich einen anderen link auf wien.gv gefunden, der sich differenziert mit dem Thema Videoüberwachung auseinandersetzt:

http://www.magwien.gv.at/stadtentwicklung/oeffentlicherraum/ueberwachterraum.htm

Und auch andernorts gab es Widerstand zur Videoüberwachung im Gemeindebau: Vor einer Woche, am 17.4.09 wurde von einer „Operation Gemeindebau“ zu einem Flashmob aufgerufen und ein Hof 5 Minuten von Menschen „überwacht“.
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TITLE: Werbung für Videoüberwachung
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 04/05/2009 01:06:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Auf der website der Stadt Wien wird für die Videoüberwachung im Gemeindebau geworben:

http://www.magwien.gv.at/nachrichten/gemeindebau.html

Angeblich gibt es Einsparungen durch die Überwachung.

Folgende Fragen ergeben sich daraus:

Sind auch die umliegenden nicht überwachten Räume in die Evaluierung einbezogen worden, wohin es ja auch Verdrängungseffekte geben könnte?

Rechtfertigt eine zwischenzeitliche Reduktion der Kosten den Ausbau der Überwachung (Gewöhnungseffekt)?

Wie stellen sich die Daten der Evaluierung genau dar (Vergleichszeitraum vor der Überwachung, wie wurde genau gemessen, etc.)?

Wurden darüber hinaus auch andere Wirkungen der Überwachungen gemessen (Verdrängungmechanismen, Ausgrenzungs- und Stigmatisierungstendenzen, …)?
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TITLE: zu diesem blog
CATEGORY: zu diesem blog
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 04/05/2009 00:37:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Dieser Webblog soll den öffentlichen fachlichen Diskurs über Gemeinwesen- und Stadttteilarbeit speziell in Wien befördern. Meine Tagebucheinträge setzen sich kritisch damit auseinander, wie sich die Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit v.a. in Wien entwickelt. Dabei geht es um gesellschaftspolitische Themen, wie demokratiepolitische oder soziale Entwicklungen, aber auch um Rahmenbedingungen für eine professionelle Gemeinwesen- und Stadttteilarbeit, inklusive der theoretischen Verortung.

Der blog hat drei Zugänge:

1. Beförderung des fachlichen kritischen Diskurses zu GWA

2. Erleichterung des Zugangs zu Literatur, Diplomarbeiten, etc. mit Wien- bzw. Österreich-Schwerpunkt

3. Dokumentation meiner persönlichen Arbeit (Vorträge, etc.)
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TITLE: Handbuchpräsentation PARK(T)RAUM
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 04/05/2009 10:31:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Am 23.3.09 wurde das Handbuch zum Modellprojekt PARK(T)RAUM für generationenübergreifende Zusammenarbeit in öffentlichen Räumen in der Gebietsbetreuung Stadterneuerung im 14. und 15. Bezirk vorgestellt. Bemerkenswert ist, die ressort- und trägerübergreifende Zusammenarbeit, der generationsübergreifend Ansatz, die Beteiligung der Kinder, Jugendliche und engagierter älterer Menschen, sowie die NutzerInnen-spezifische Betrachtung des Parks, sowohl in Bezug auf das Kommunikationsprojekt als auch in Bezug auf die Gestaltung des Parks.

Weitere Überlegungen zum Projekt aus GWA und Sozialraum-Perspektive als Vortrag von mir:

http://stoik.twoday.net/stories/5627317/

Das Handbuch ist als Werkstattbericht der Stadtentwicklung zu beziehen, die Autorinnen:

Maria Köck, Karin Kienzl-Plochberger und Margit Wolf.
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TITLE: Gemeinwesenarbeit – Sozialraumarbeit – macht´s einen Unterschied?
CATEGORY: Sozialraum
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 04/05/2009 10:30:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Vortrag Handbuchpräsentation PARK(T)RAUM, am 23.3.09

Christoph Stoik

Diskussion zur Sozialraumorientierung.

verschiedene Ursachen dafür, dass der Raum und der soziale Raum ins Zentrum der Debatte kommt – 2 davon:

1.räumliche Bedingungen und Verhältnisse verändern sich (Globalisierung, Veränderung der Nationalstaaten, Bedeutung der Regionen und Stadtteile

2.bisher wenig Beachtung räumlicher Verhältnisse in den Sozialwissenschaften ….
uneinheitliches Verständnis:

als Steuerungsmodell, Verantwortung von übergeordneter Ebene auf „benachteiligte Stadtteile“ oder „soziale Räume“ zu verlagern (Sozialraumorientierung in der Jugendwohlfahrt!)

Aneignung von „gesellschaftlichen Raum“ durch Jugendliche

komplexes theoretisches Konzept, das in diesem Vortrag Verwendung findet. Ein Modell, dass den territorialen Raum und dessen Erscheinung nicht entkoppelt sieht von gesellschaftlichen Verhältnissen – französische Raumsoziologie (u.a. Levebfre und Bourdieu).

„Sozialraumarbeit“

Sozialraumorientierung in der Sozialen Arbeit, aber auch in der sozialen Stadtentwicklung wird somit zu einem weitgehend unumstrittenen Konzept – wozu brauchen wir dann noch GWA, als traditionelles Konzept aus der Sozialen Arbeit, das schon immer den Raum in Betracht gezogen hat???

das ist die Frage, die ich wahrscheinlich nicht endgültig klären werde, in diesem Vortrag, aber sie soll uns jetzt begleiten, wenn wir uns beispielhaft dem Projekt „Park(t)raum“ zuwenden. Ich werde versuchen, das Projekt zuerst aus der Perspektive der GWA betrachten und dann aus der Perspektive der Sozialraumarbeit.
zuerst aus der GWA-Perspektive:

1.Ziel ist die Lebenssituation lokaler AkteurInnen in einem Gemeinwesen (in einem Stadtteil) gemeinsam mit den betroffenen zu verbessern. Oder anderes gesagt: es geht darum, die Interessen, Bedürfnisse der lokalen AkteurInnen zu erheben, zu organisieren und im politischen Raum wirksam zu machen. GWA hat somit einen intermediären Charakter, zwischen den Lebenswelten zu vermitteln und den politischen bzw. ökonomischen System – auch ausgleichend.

bei Park(t)raum: Nutzungs-Gegensätze und Kommunikationsschwierigkeiten, die auch Ausdruck von einer sich wandelnden Gesellschaft ist (Ausdifferenzierung von Lebensstilen, Milieus und Interessen), wurden mit diesem Projekt Gegenstand von öffentlichen und politischen Handeln – also öffentlich sichtbar (auch mit diesem Handbuch). Ausgangspunkt des Handelns sind auch die Interessen der NutzerInnen des Parks.

2.Leitstandard „Zielgruppenübergreifend“:

GWA konzentriert sich nicht auf eine Zielgruppe, sondern Interessen, Bedürfnisse und Probleme werden zielgruppenübergreifend in den Blick genommen.

Park(t)raum: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, ältere Menschen, unterschiedliche Kulturen

3.Leitstandard „Ressortübergreifend“:

wenn es um die Vermittlung und den Ausgleich unterschiedlicher Interessen in einem Stadtteil geht – also lebensweltliche Interessen, sind meist eine Vielzahl von Ressorts gefragt, mitzuwirken.

Park(t)raum:besonders bemerkenswert, konkrete praktische ressortübergreifende Zusammenarbeit, die nicht selbstverständlich ist. Immerhin wirken in jeden Ressorts eigenwillige Logiken und Kulturen, was ja auch gut ist, weil so Aufgaben multiperspektivisch betrachtet werden können. Dafür ist aber die Zusammenarbeit immer wieder neue zu erfinden und zu organisieren – ich verstehe dieses Projekt als konkreten Erfolg einer ressortübergreifende Zusammenarbeit, so wie diese ressortübergreifende Projekte eindeutig im Zunehmen inbegriffen sind (z.B. Salto, …).

Ressorts (Zuständigkeit): Wohnen (GB), Stadtentwicklung und Planung (Parks), Jugend (Zeitraum), Soziales (Wr. Sozialdienste), Integration, Geschlechter-Fragen, …

4.Leitstandards: Ressourcen-Orientierung:

Betrachtet werden nicht nur die Probleme, sondern, auch welche Ressourcen und Stärken hilfreich sein können Herausforderungen zu bewältigen.

Park(t)raum: Kommunikations-Ressourcen der Zielgruppen, räumliche Ressourcen, interdisziplinäre und institutionelle R.

aber v.a. auch die Ressourcen der ehrenamtliche Älteren – damit ist aber gleich auch ein weiterer Leitstandard angesprochen:

5.Leitstandard „Selbsthilfe und Selbstorganisation“:

Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten der älteren – aber auch der jüngeren.

Kommunikationskompetenzen – „soziale Netze“, die das horizontale Aushandeln von unterschiedlichen Gruppen befördern und erleichtern.

6.ist gleich: Vernetzung, Kooperation, sowie Verbesserung der immateriellen Verhältnisse

jetzt aus der Perspektive der „Sozialraumarbeit“

die französische Raumsoziologie betrachtet, wie soziale Ungleichheit entsteht und wie sie sich ausdrückt. Pierre Bourdieu hat dafür vier verschiedene Kapitalsorten definiert, neben dem ökonomischen Kapital, das kulturelle, soziale und symbolische. Der Soziale Raum ist für ihn einmal ein abstrakter Raum, der „gesellschaftlichen Ungleichheit“. B. erkennt aber auch, dass Ungleichheit sich auch im territorialen Raum abbildet, sichtbar wird, was wieder zurück wirkt auf den sozialen Raum – auf die Manifestierung von sozialer Ungleichheit. In der Sozialraumarbeit (Kessl/Reutlinger) wird diese Erkenntnis aufgegriffen, was zu mehreren Konsequenzen führt:

1.der territoriale Raum ist relevant, wenn es darum geht soziale Ungleichheit zu bearbeiten – aber diese kann nicht alleine dort bearbeitet werden. allerdings ist wird im territorialen Raum soziale Ungleichheit sichtbar und ist damit oft Ausgangspunkt für „sozialräumliche“, sozialstaatliche Arbeit.

bei Park(t)raum ist das der Park, der geringe Freiraum für eher unterprevilegierter lokaler AkteurInnen, die im öffentlichen Raum in Konkurrenz zueinander stehen.

2.Konflikte, bzw. soziale Probleme als Ausdruck von sozialer Ungleichheit, sind bearbeitbar, bzw. auch Ausgangspunkt, sich mit Ungleichheit auseinander zu setzen. Dabei wird nicht nur der territoriale Raum in den Blick genommen, sondern eben auch soziale Verhältnisse.

bei Park(t)raum bedeutet das, dass Nutztungskonflikte im Park nicht nur als Ausdruck von engen Raum für eher benachteiligte Bevölkerungsgruppen verstanden wird, sondern diese Akteursgruppen auch genauer in den Blick genommen werden: über welche Ressourcen verfügen sie, welche Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten sind ihnen verschlossen. Aus der Perspektive der Sozialraumarbeit wird schließlich nicht nur der Park in den Blick genommen, sondern

a) spezielle Nutzungsinteressen aufgrund von spezifischen milieubedingten Interessen (Interessen von Mädchen, Interessen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die am Arbeitsplatz kaum Chancen haben, Interesse älterer autochthoner Bevölkerungsgruppen nach sinnstiftender Beschäftigung, sozialer Kontakte, etc. ….).

Das kann Konsequenzen haben für die Parkgestaltung, aber auch für die konkrete Kommunikationsarbeit vor Ort – welche Kompetenzen befördert werden könnten, welche Kompetenzen ohnehin vorhanden sind.

b) gleichzeitig wird aber auch sichtbar, wo hinter Nutzungskonflikten um territoriale Räume ganz andere Ursachen auch stecken, wie beispielsweise eine mögliche Perspektivenlosigkeit, unter der ein ganzes Milieu leiden könnte. Die Konsequenz ist dann einerseits erkennen zu können, dass manche Konflikte nicht auf der territorialen Ebene bearbeitbar sind, und dass bestimmte Kompetenzen besonders gefördert werden müssten, bzw. Barrieren für bestimmte Milieus abgebaut werden müssen. Aus dieser Perspektive werden „SozialraumarbeiterInnen“ ExpertInnen für die Bearbeitung von sozialer Ungleichheit, wobei sowohl im territorialen Raum, bei individuellen und milieuspezifischen Handlungsmöglichkeiten und bei strukturellen Rahmenbedingungen angesetzt werden.

Ich bitte an dieser Stelle um Verständnis, wenn ich abstrakt bleibe und diese Reflexion nicht am konkreten Projekt Park(t)raum anwende.
[Zusammenfassung]

An dieser Stelle wird nämiche der Unterschied zwischen Sozialraumarbeit und GWA zusammenfassend sichtbar: Sozialraumarbeit stellt ein theoretisches Konzept dar, das ermöglicht, sozialräumliches gemeinwesenorientertes Handeln so reflektieren, zu erkennen, wie wirksam es sein kann, welche blinden Flecken bestehen, aber auch um dieses Handeln zu planen und zu entwickeln. Das detaillierte Betrachten der Milieus, deren Eigenheiten, der Kapitalausstattungen (Ressourcen) und deren besonderen Interessen und Bedürfnisse können gezielter erkannt und bearbeitet werden. Darüber hinaus wird sichtbar, dass „Sozialraumarbeit“ ein stringentes theoretisches Modell darstellt, den Raumbegriff klar definiert und somit aber auch das konkrete Handeln auf Stadtteilebene, aber auch auf der Ebene der Stadtplanung und -entwicklung systematisch planen lässt.
In Bezug auf die GWA, ist zu sehen, dass da ganz unterschiedliche theoretische Bezüge im Hintergrund stehen. Und anhand meiner heutigen Ausführungen, dass GWA als praxisnahes Konzept zu verstehen ist, verknüpft mit konkreten Methoden, aber auch mit einer bereits 100 Jährigen Tradition. Diese Tradition ist sowohl in Bezug auf die Praxis als auch auf die Theorie mit zivilgesellschaftlicher Bewegung verbunden, also damit, dass Menschen zu Wort kommen mit deren Bedürfnissen und Problemen, die tendenziell wenig Beachtung finden. Das GWA-Konzept erschließt also eher methodische Ansätze, wie eher benachteiligte öffentlich zu Wort kommen und wie es zum Ausgleich zwischen lebensweltlichen und ökonomischen bzw. Ordnungsinteressen kommen kann.
Beide Konzepte bzw. Zugänge haben zur Folge, dass die Betroffenen beteiligt werden.
Es stellt sich also weniger die Frage nach dem „entweder – oder“, entweder GWA oder Sozialraumarbeit, sondern vielmehr, wie das Handeln im Rahmen der GWA durch einen sozialräumliche reflexive Haltung systematischer geplant werden könnte bzw. eben reflektiert werden kann. GWA stellt für mich auch ein praxisnahes Bindeglied dar, zwischen gesamtstädtischen Planungen und Entwicklungen und den konkreten Handeln und Bedürfnissen in den einzelnen Stadtteilen und den von ihnen bewohnten vielfältigen Milieus.
Literatur:

Kessl, Fabian; Reutlinger, Christian: Sozialraum. Eine Einführung. Wiesbaden, 2007

Stoik, Christoph: Sozialraumorientierung als theoretische Grundlegung der Sozialen Arbeit. In: Sozialarbeit in Österreich. Nr.: 1/08, Wien, 2008
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TITLE: Linkliste (im Aufbau):
CATEGORY: X Links
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 03/16/2009 10:11:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
http://www.stadtteilarbeit.de/

Gemeinwesen- und Stadtteilarbeit v.a. in Deutschland (Literatur, Projekte, Fachbeiträge, etc.)
http://www.partizipation.at/

Partizipation und nachhaltige Entwicklung, Lebensministerium und ÖGUT, Begriffe, Projekte, aktuelle Diskurse, Literatur, etc.
http://www.sozialraum.de/

aktuelle Diskurse und Literatur zu Soziaraum, Sozialraumorientierung und Sozialaumarbeit
http://www.sozialraum.at/

„Sozialräumliches Arbeiten“ im ländlichen Raum, des Ilse Arlt Instituts für soziale Inklusionsforschung, FH St. Pölten
http://www.sozialestadt.de/

deutsches Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ mit vielen Beiträgen und Projekten
http://www.agspak.de/

arbeitsgemeinschaft sozialpolitischer arbeitskreise mit eigenem Verlag mit einschlägiger Literatur
http://www.mitarbeit.de/

Stiftung Mitarbeit mit eigenem Verlag mit einschlägiger Literatur
http://forum-sozialraum.at/

Forum von Karl Franz Hoffinger, GWA-Dozent auf FH Soziale Arbeit in Linz
http://www.soziales-kapital.at/

Wissenschaftliches Journal Österreichischer Fachhochschul-Studiengänge Soziale Arbeit
http://www.srz-gmbh.com/

SRZ Stadt- und Regionalwissenschaftliches Zentrum
http://www.sozialearbeit.at/

ESF-gefördertes Projekt zur Sicherung fachlicher Standards in der Sozialen Arbeit des Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit GmbH des fh campus wien

mit Wiener Erklärung zur Ökonomisierung und Fachlichkeit in der Sozialen Arbeit
http://kriso.at/

Verein kritisch Soziale Arbeit
Aus- und Weiterbildung:

http://www.fh-campuswien.ac.at/studium/soziales/master/sozialraumorientierte_und_klinische_soziale_arbeit/

Masterstudiengang Sozialraumorientierte Soziale Arbeit
http://www.fh-campuswien.ac.at/studium/soziales/master_lehrgaenge_zur_weiterbildung/gemeinwesenentwicklung__quartiermanagement_und_lokale__konomie/

http://www.macd.hm.edu/

Masterstudiengang Gemeinwesenentwicklung, Quartiersmanagement und lokale Ökonomie
Einrichtungen/Projekte:

http://www.bassena.at/

Stadteilzentrum Bassena am Schöpfwerk

http://www.gebietsbetreuungen.wien.at/

Wiener Gebietsbetreuungen

http://www.la21wien.at/

Lokale Agenda 21 in Wien

http://www.wohnpartner-wien.at/

Wohnpartner Wien

Foren und weblogs:

http://www.mieterecho.at/

über den Gemeindebau in Wien
http://www.aktion21.at/

Bürgerinitiative
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TITLE: Ö1-Radiokolleg „Partizipation“
CATEGORY: Demokratie
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 03/16/2009 10:10:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
„Vom 16. bis zum 19. März 2009 wird im Radiokolleg auf Radio Österreich 1 eine Serie zum Thema „Partizipation. Die Mobilisierung der Mitmachgesellschaft“ gesendet, Sendezeit 9:05 bis 9:30 (bzw. 22:15 bis 22:40).“

Quelle: http://www.partizipation.at/

Auf dieser website sind übrigens aktuelle Literaturhinweise, Begriffsklärungen, aktuelle Diskurse, Methoden u.a. vieles mehr zu finden.

nähere Infos und aktuelle Literatur auch auf:

http://oe1.orf.at/programm/200903161101.html
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TITLE: Zuwendung zum Gemeindebau
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 03/02/2009 10:21:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Bei der kürzlich abgeschlossenen Klubklausur der SPÖ Wien wurde eine Vielzahl von Maßnahmen zum Gemeindebau beschlossen. Erfreulich ist, dass sich die offizielle Stadtpolitik damit einem Raum zuwendet, in dem sich Benachteiligung in letzter Zeit vermehrt verdichtet hat. Laut Tageszeitungen (u.a. Kurier, der Standard, Presse und Wiener Zeitung u.a. am 27.2.09) wird es zu einem Mix an Maßnahmen kommen: Es soll sowohl die baulichen Sanierungen intensiviert werden, die Besiedelungspolitik akzentuiert, die Wiedereinführung von HausbesorgerInnen betrieben werden und die Gebietsbetreuungen ausgebaut werden, was äußerst vielversprechend klingt. Wie diese Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden, ist in den Zeitungen naturgemäß noch nicht nachzulesen. Folgendes erscheint wichtig zu sein:

1.dass die Aufgaben der Vor-Ort AnsprechpartnerInnen von Wiener Wohnen, den HausbesorgerInnen und der Gebietsbetreuungen gut abgegrenzt und aufeinander abgestimmt werden.

2.dass Gebietsbetreungsarbeit weniger darauf ausgerichtet sein kann, einseitig das Zusammenleben zu kontrollieren, sondern, dass es vielmehr darum gehen wird, Zusammenhänge und Aushandlungsräume zu schaffen, wo gegenseitige Verständigung, sowie gemeinsame Regeln des Zusammenlebens entwickelt werden können.

Damit könnten den Gebietsbetreuungen einen entscheidendere Rolle der „Integrationsarbeit“ im Gemeindebau zukommen.

3.Wenn es um die Verbesserung der Lebenssituation der GemeindebaubewohnerInnen gehen soll, wird nicht nur die horizontale Verständigung relevant sein, sondern auch, dass BewohnerInnen-Interessen im politischen Aushandlungsprozess wieder vermehrt zum Tragen kommen – also die Integration in gesellschaftliche Teilsysteme. Gebietsbetreuungsarbeit könnte dabei einen Beitrag leisten, in dem den BewohnerInnen Wissenszugänge vermittelt, sie bei der Organisation ihrer Interessen unterstützt, sowie die vertikalen Aushandlungsprozesse gestaltet und moderiert werden.

4.Das alles hätte natürlich Konsequenzen für die Strukturen der GBs.

Von der Umsetzung dieser vielversprechenden Ansätze kann einiges erwartet werden!
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TITLE: GWA in Masterstudiengängen des FH Campus Wien
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 02/21/2009 04:28:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Der FH Campus Wien bietet derzeit zwei Masterstudiengänge an, die aus der Perspektive der Gemeinwesen- und Stadtteilarbeit interessant sind. Andererseits unterscheiden sich die beiden Studiengänge voneinander – hier ein kurzer Vergleich:

Masterstudiengang Sozialraumorientierte und klinische Soziale Arbeit

Im Herbst 09 startet der dritte Durchgang des berufsbegleitenden Master-Studiums „Sozialraumorientierte Soziale Arbeit“ bzw. „Klinische Soziale Arbeit“. Für Personen, die sich im Bereich der Gemeinwesenarbeit und Stadtteilarbeit weiterentwickeln wollen, ist die Vertiefungsrichtung „Sozialraumorientierte Soziale Arbeit“ interessant, wobei das Studium weit über die GWA hinausgeht. Behandelt wird u.a. das Raumverständnis im Rahmen der Sozialen Arbeit, die Wirkung der räumlichen Verortung der sozialen Arbeit, der Wechselbezug zwischen professionellen Handeln und sozialen Verhältnissen und das Verhältnis zwischen Sozialpolitik und Sozialer Arbeit. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist der Bereich „Forschung und Entwicklung“. Die Vertiefungsrichtung „Sozialraumorientierte Soziale Arbeit“ qualifiziert daher breit für die Soziale Arbeit.

Dieser Masterstudiengang ist ein öffentlich finanzierter Studiengang – es fallen daher nur die einfachen Studiengebühren an. Der Studiengang wird derzeit berufsbegleitend geführt. Die Lehrveranstaltungen finden hauptsächlich abends unter der Woche statt. Die Studiendauer beträgt 4 Semester.

Weitere Infos sind auf der website zu finden:

http://www.fh-campuswien.ac.at/studium/soziales/master/sozialraumorientierte_und_klinische_soziale_arbeit/
Masterstudiengang „Gemeinwesenentwicklung, Quartiersmanagement und lokale Ökonomie“

Dieser Studiengang ist spezialisiert für die Gemeinwesenarbeit und die Entwicklung der lokalen Ökonomie. Dabei wird u.a. das Verhältnis der Sozialen Arbeit zur Ökonomie, aber auch zur Zivilgesellschaft und zum Staat behandelt. Auch dieser Studiengang verfügt über einen Forschungsschwerpunkt.

Der Studiengang wird unter der Federführung der Hochschule München geleitet – die meisten Lehrveranstaltungen finden in München statt. Der Masterstudiengang wird in Kooperation von fünf (Fach-)Hochschulen aus Deutschland und der Schweiz, abgewickelt. Kooperationspartner sind Hochschule München (federführend), Hochschule Kempten, Evang. Fachhochschule Freiburg, Fachhochschule für Sozialarbeit Campus Wien, Fachhochschule Nordwestschweiz, FHS St.Gallen – Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften, Berner Fachhochschule, Departement Soziale Arbeit.

Da der Studiengang berufsbegleitend durchgeführt wird, finden die Lehrveranstaltungen geblockt statt (ca. 3 Wochen je Semester). Die Studiendauer beträgt 5 Wochen.

Der Masterstudiengang ist frei finanziert, die Studiengebühren betragen daher 6000,- Euro.

Der dritte Jahrgang wird im Wintersemester 2009/2010 starten.

weitere Informationen:

http://www.fh-campuswien.ac.at/studium/soziales/master_lehrgaenge_zur_weiterbildung/gemeinwesenentwicklung__quartiermanagement_und_lokale__konomie/

und

http://www.macd.hm.edu/
Bei beiden Studiengänge nehmen für den Studienbeginn Herbst 09 noch Anmeldungen entgegen.
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TITLE: Gemeindebau-Mediator als neueR HausbesorgerIn?
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 02/07/2009 02:05:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Die Wochenendausgabe der PRESSE widmet sich wiedermal dem Wiener Gemeindebau. Interessant: lt. Presse wird seitens des SR Michael Ludwig an einem neuen Hausbesorgermodell gearbeitet, u.a. auch bestärkt durch die Forderung von der MieterInnen bei der jüngst durchgeführten MieterInnen-Befragung: Drei Viertel der MieterInnen forderten die Wiedereinsetzung von HausbesorgerInnen. Gearbeitet wird lt. Pressen an einem „Gemeindebau-Mediator“. Dabei stellt sich die Frage, wie dieses Modell sich zum Modell der Gebietsbetreuungen in den Gemeindebauten verhalten wird.
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TITLE: Sicherheit und Gentrification in Wien
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 02/04/2009 05:34:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Ein paar interessante Links zum Thema:

http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/ma18/pdf/newsletter-08-11.pdf

http://josephgepp.twoday.net/stories/5267711/

http://gentrificationblog.wordpress.com/2008/08/15/wien-soziale-wohnungspolitik-verhindert-verdrangung/

Die Links zeigen, dass die Sicherheit in Wien vergleichsweise sehr hoch ist – eine Argumentation, die unterwandert wird durch die Videoüberwachungs-Diskussion.
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TITLE: Stadt Wien setzt weiterhin auf die Videoüberwachung
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 02/01/2009 05:08:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Laut Rathauskorrespondenz vom 28.1.09,

http://www.magwien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink?SEITE=020090128009

setzt die Stadt Wien weiterhin auf die Videoüberwachung im Gemeindebau. Somit haben sich die Kräfte dagegen offensichtlich nicht durchsetzen können.

Problematisch ist dabei zumindest dreierlei:

1.Stigmatisierung „unsicherer“ Orte:

Die Probleme werden nicht gelöst, sondern nur von einem Ort auf einen anderen verschoben. In der Folge, entsteht der Druck, die Videoüberwachung immer weiter auf möglichst alle Orte auszudehnen. Das kostet nicht nur viel, sondern schafft vermeintlich sicherer Räume, denen sehr „unsichere Räume“ gegenüberstehen. An den Orten, an denen keine Videoüberwachung mehr finanziert wird, kann die subjektive und objektive Unsicherheit massiv zunehmen – die Stadt wird quasi separiert in sichere und unsichere Orte. Eine zunehmende Stigmatisierung einzelner Orte ist die Folge.

2.Stigmatisierung von „Symptomträger“:

Es wird der Eindruck erweckt, dass soziale Probleme durch Kontrolle und Überwachung gelöst werden können. Auch da ist zu befürchten (und empirisch nachweisbar), dass sich Probleme nur verschieben. Die Überwachungsindustrie profitiert daher noch am ehesten.

Allerdings wird durch zunehmende Überwachung soziales Verhalten auch als Ausdruck sozialer Ungleichheit und Konflikt, kriminalisiert. „Symptomträger“ gesellschaftlicher Verhältnisse und Entwicklungen werden stigmatisiert und noch mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Dabei könnte schnell jedeR von uns betroffen sein, wenn gesellschaftliche Normen enger definiert werden, wenn das eigene Kind eine Jugendsünde begeht, etc.

3.Prinzip „Misstrauen“

Problematisch ist außerdem, dass in einem „Überwachungsstaat“ ein Klima des Misstrauens, der gegenseitigen Beobachtung und der zentralen Beobachtung durch staatliche Instanzen befördert wird. Dabei werden Verhaltensregeln unterstützt, die nicht die gegenseitige Verständigung, das miteinander Reden, sondern gegenseitiges Misstrauen bestärken.

Aus diesen Überlegungen heraus macht es Sinn zu überlegen, wie diesen Entwicklungen entgegengewirkt werden kann – dazu ein paar erste Ideen:

1.Entwicklung von alternativen Handlungskonzepten:

Die Gemeinwesenarbeit, bzw. Konfliktarbeit, wie sie beispielsweise von den Gebietsbetreuungen „Wohn“ umgesetzt wird, erscheint mir durchaus eine schon bestehende Handlungsalternative darzustellen. Investiert wird weniger in die Überwachung, sondern vielmehr in die Kommunikation, in die Bildung von Netzwerken, in die Bildung von Vertrauensbasis und in die Konfliktbearbeitung. Meiner Meinung nach, würde es Sinn machen, diese alternativen Handlungskonzepte und deren Wirkung öffentlich mehr sichtbar zu machen – das Wiener Vernetzungsfrühstück könnte dabei einen Beitrag leisten.

2.Aufklärung betroffener BewohnerInnen:

Professionelle Gemeinwesen- und StadtteilarbeiterInnen könnten vielleicht auch gemeinsam mit interessierten PolitikerInnen und BewohnerInnen drüber nachdenken, wie mit den BewohnerInnen gezielter in Kontakt getreten werden kann, die die Videoüberwachung fordern. Wie können sie informiert und aufgeklärt werden? Wie kann argumentiert werden?

Auch darüber könnte u.a. im Vernetzungsfrühstück diskutiert werden.

3.Entwicklung von Strategien gegen die Videoüberwachung:

Darüberhinaus könnten Strategien entwickelt werden, bei der die Videoüberwachung an Attraktivität verlieren könnte. Eine Möglichkeit dabei wäre es, die Kosten auf die BefürworterInnen so abzuwälzen, dass diese mehr sichtbar wird.

Interessant dabei wird übrigens auch, wie die Evaluierung über die Überwachung in 8 Wohnhausanlagen, die im Herbst vorliegen soll, ausgehen wird: Stehen die Kosten der Videoüberwachung, die von der Allgemeinheit bezahlt werden muss, in einem Verhältnis zu den Devastierungsschäden? Wie werden die Kosten der Videoüberwachung überhaupt berechnet? Werden die Personalkosten (Betreiben der Analgen, Videobänder sichten, Bearbeitung von Telefonaten aufgrund von Schadensmeldungen, etc.) mitberechnet? Ist es zumutbar, dass die Allgemeinheit teure Videoüberwachung finanziert, dafür dass ein paar Reparaturkosten eingespart werden können? Und wer muss eigentliche zahlen, die MiterInnen, die SteuerzahlerInnen?
Kurz: ich würde anregen, das Thema breiter und öffentlich zu diskutieren, auch, aber nicht nur im Rahmen des Vernetzungsfrühstücks für GWA.
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TITLE: aktuelle Veranstaltungen
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 01/26/2009 10:33:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
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BODY:
Gleich drei Veranstaltungen mit GWA-Bezug sind (bzw. waren) in dieser Woche geplant (eine davon wird aufgrund von Krankheitsfällen verschoben).

Di, 27.1.09, 9.30-13.30

Lokale Ökonomie in Wien. Chancen und Perspektiven für eine nachhaltige Stadtentwicklung.

u.a. mit Studienpräsentation des ÖIR
Do, 29.1.09, 15.00-20.00

33. Wohnsymposium: Wie neue Stadtteile entstehen: Durchgeplant oder gewachsen. Masterpläne, Wohnmodelle und Bewohnerwünsche als Motoren der Entwicklung

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Der Workshop „Im Gemeindebau“ im Rahmen der Wiener Wohnbaufestwochen 2008/09 veranstaltet durch die Geschäftsgruppe Wohnen, MA 50 – Wohnbauforschung, koordiniert durch SRZ Stadt- und Regionalwissenschaftliches Zentrum (übrigens mit website mit interessanten Informationen: http://www.srz-gmbh.com/) wird verschoben.
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TITLE: Öffentlicher Raum in Ö1
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 12/22/2008 10:50:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Am Sa, 20.12.08 wurde auf Ö1 im Rahmen des Magazins Diagonal um 17.05 eine interessante Sendung über den öffentlichen Raum gebracht:

http://oe1.orf.at/programm/200812205001.html

Interessante Inhalte kurz genannt:

räumliche Verdrängung von Verhalten durch Videoüberwachung

Studie über broken-windows-Theorie, die die Theorie belegt, obwohl sie durch die meisten empirischen Studien längst widerlegt ist.

Projekte der Kunst im öffentlichen Raum, z.B. „Stolpersteine“

über eine von der MA 18 als Werkstattbericht veröffentlichte Studie von Andrea Breitfuß, Jens Dangschat, Sabine Gruber, Sabine Gstöttner und Gesa Witthöft: „Integration im öffentlichen Raum“

Über die Ökonomisierung des öffentlichen Raums z.B. durch GEWISTA und die Verflechtung mit der Stadt Wien (als Teileigentümerin)

und vieles mehr ….
Ich wünsche allen LeserInnen schöne Feiertage und alles Gute für den Jahresbeginn!

christoph stoik
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TITLE: Studie zu Typisierung sozialer Räume
CATEGORY: Sozialraum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 12/22/2008 10:49:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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BODY:
Bei einem äußerst interessanten Workshop zu „sozialer Dynamik“ am 16.12.08 hat Christoph Reinprecht von der UNI Wien (Soziologie) vorläufige Ergebnisse einer von der MA 18 beauftragten Studie zur Entwicklung von Sozialräumen vorgestellt. Besonders bemerkenswert aus meiner Sicht:

1.Um Entwicklungen tatsächlich erkennen und bewerten zu können braucht es nicht nur quantitative Daten, sondern auch qualitative.

2.Das Interesse für dieses kleinräumige, sozialräumliche Betrachten der Stadt stößt auf breites Interesse. Der Workshop war von VertreterInnen aus unterschiedlichen Geschäftsgruppen besucht. Sozialräumliches Vorgehen hat zur Folge, dass die Stadtentwicklung interdisziplinär und aus unterschiedlichen Ebenen zu betrachten ist.

3.Die Typisierung sozialer Räume ermöglicht, dass viel gezielter geplant und Maßnahmen entwickelt werden kann. Es besteht aber auch die Notwendigkeit, dass die top-down-Logik der Gesamtstädtischen Planung wirksam koordiniert wird mit den Maßnahmen vor Ort. „Harte Maßnahmen“ wie die Planung oder Investitionen in die Stadtteile muss kombiniert werden mit weichen Maßnahmen der Kommunikation und Partizipation. Die Koordinierung der beiden Zugänge, die sich gegenseitig beeinflusse wird eine der großen Herausforderungen darstellen.

Auf die Endergebnisse kann man/frau gespannt sein!
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TITLE: Tagungsankündigung Sozialraumorientierung
CATEGORY: Sozialraum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 12/22/2008 10:46:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
„Gewusst und doch nicht im Blick?“

Herausforderungen für die Regionalentwicklung urbaner und ländlicher Räume am 19. und 20.03.2009 in der Evangelischen Akademie Meißen
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten Sie/ Euch auf eine Fachtagung des Studienbereiches Jugend der Evangelischen Akademie Meißen, der Landesarbeitsgemeinschaft Sachsen Quartiersmanagement und Gemeinwesenarbeit e.V., der Technischen Universität Dresden, dem Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. und dem Pro Jugend e.V., Freital aufmerksam machen.

Nähere Informationen finden sich im Anhang.
Mit liebe Grüße
Tobias Habermann


Quartiersladen Leipziger Westen

Quartiersmanagement Leipziger Westen

Lützner Straße 17

04177 Leipzig

Tel.: 0341–2419464

Fax: 0341–3375452

kontakt@leipzigerwesten.de

http://www.leipzigerwesten.de

Träger:

ZAROF. Gesellschaft für Organisations- und Regionalentwicklung mbH

Das Quartiersmanagement wird gefördert über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen von URBAN II Leipziger Westen.
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TITLE: Gemeinwesenarbeit und Sozialraumorientierung/Sozialraumarbeit I
CATEGORY: Sozialraum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 12/05/2008 05:06:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Das Verhältnis zwischen GWA und Sozialraumorientierung/Sozialraumarbeit hat mich in der gesamten vergangenen Woche beschäftigt:

Sozialraumorientierung in der Jugendarbeit, Ulrich Deinet am IFP:

Bei einer Veranstaltung am IFP am 27.11.08 mit Ulrich Deinet, Richard Krisch und Manuela Brandstätter haben wir über das unterschiedliche Verständnis zu Sozialraumarbeit diskutiert.

Meine Position dazu hab ich ja bereits veröffentlicht, u.a. in:

Stoik, Christoph: Sozialraumorientierung als theoretische Grundlegung der Sozialen Arbeit. In: Sozialarbeit in Österreich. Nr.: 1/08, Wien, 2008:

a) Sozialraumorientierung als Governance- und Sparstrategie:

Verlagerung von sozialstaatlicher Verantwortung in den „sozialen Raum“ und

Verlagerung von Aushandlungsprozessen in den territorialen lokalen Raum als Governance-Strategie

b) Tradition der Gemeinwesenarbeit

c) Sozialraumorientierung in der Jugendarbeit, Deinet, Krisch et al (Aneignungsraum)

e) Sozialraumarbeit als theoretische reflexive Haltung (Kessl/Reutlinger)
kritische Auseinandersetzung zu Sozialraumorientierung in der Jugendwohlfahrt, Hinte am Masterstudiengang:

Bei einer Lehrveranstaltung am Masterstudiengang klinische und sozialraumorientierte Soziale Arbeit mit Wolfgang Hinte als Gastreferent (3.12.08) wurde über Hintes Konzept der Sozialraumorientierung äußerst kontrovers diskutiert.

Zentrale Diskussionspunkte:

Problematik des Missbrauchs eines Fachkonzeptes für den Sparkurs von Kommunen

Soziale Arbeit, die „neutral“ Arrangements für Aushandlungen schafft (Hinte), Soziale Arbeit, die soziale Verhältnisse beeinflusst und Soziale Arbeit, als normierendes Instrument des Sozialstaats

Wolfgang Hinte berät Kommunen bei der sozialräumlichen Umgestaltung der Jugendhilfe in Deutschland, Schweiz und Österreich. Betont wird dabei die Fachlichkeit, u.a.:

– Ansetzen am „Willen“ der KlientInnen (lebensweltorientierter Zugang)

– Ressourcenorientierung in Bezug auf KlientInnen und dem „sozialen Raum“

Kritisiert wird, dass der Hintergrund für diese Umgestaltung als Strategie des aktivierenden Sozialstaats verstanden werden muss: Die Verantwortung wird verlagert von der staatlichen Ebene auf den sozialen Raum. Die Träger werden mitverantwortlich gemacht für die Nutzung der Jugendwohlfahrtsgelder („Sozialraumbudgets“) – staatliche Instanzen können sich der Verantwortung leichter entziehen.

Außerdem werden die Ressourcen in den „Sozialen Räumen“, u.a. die BewohnerInnen für die Erledigung der Aufgaben der Jugendwohlfahrt genutzt.
Beibehaltung des Begriffs „Gemeinwesenarbeit“ – DGS-Sektion GWA

In der Sektion „Gemeinwesenarbeit“ der deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (29.-30.11.08 in Jena) wurde u.a. über das Verhältnis Gemeinwesenarbeit und „Sozialraumarbeit“ (Kessl/Reutlinger) diskutiert. „Sozialraumarbeit“ wurde von den einen als theoretisch fundierte und stringente Weiterentwicklung innerhalb der Theoriebildung der Sozialen Arbeit verstanden, von den anderen als „alter Wein in neuen Schläuchen“.

Einigkeit herrschte darüber, dass Wissensbestände verloren gehen würden, wenn das Fachkonzept „Gemeinwesenarbeit“ aufgegeben werden würde.

Ich persönlich sehe folgende Bestände, die dafür sprechen, weiter auch von Gemeinwesenarbeit zu sprechen:

1.vorhandenes Handlungswissen und Methoden im Rahmen der GWA

2.zivilgesellschaftliche Tradition und theoretische Bezüge (von Settlementbewegung über Community Organizing bis educacion popular)

3.internationale Verwendung von „community work“ bzw. „community development“, inkl. aktuelle Entwicklungen der Gemeinwesenökonmie

Auch aus disziplinstheoretischer Perspektive macht es Sinn, den Begriff „Gemeinwesenarbeit“ als traditionsreiches Handlungskonzept der Sozialen Arbeit zu erhalten und nicht wegen jeder neuen Mode Begriffe andauernd zu ändern.
Wiener Vernetzungsfrühstück für Gemeinwesenarbeit

Auch im Vernetzungsfrühstück am 4.12.08 wurde die Diskussion zu Sozialraumorientierung/Sozialraumarbeit – GWA eröffnet. Trotz unterschiedlichem Verständnis zum Begriff „Sozialraum“ fließt der Begriff zunehmend ein in verschiedene Handlungsfelder und Disziplinen/Professionen (Stadtentwicklung, Stadtplanung, Soziale Arbeit, …). Eine Beschäftigung mit beiden Zugängen wurde daher im Vernetzungsfrühstück als wichtig erachtet – weitere Diskussionen sollen folgen.
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TITLE: Agenda Plattform Wien 08
CATEGORY: Demokratie
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 11/27/2008 00:09:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
am 25.11.08

im Skydome in Wien

Thema: Partizipation in Europa und Standards der Öffentlichkeitsbeteiligung
Vortrag 1:

„Formen und Strukturen der Partizipation in Österreich“

von Mag.a Eva More-Hollerweger, NPO-Institut der WU Wien

Präsentation der europäischen Studie „CINEFOGO“ über Partizipation in Europa – eine quantitative Vergleichsstudie.

einige Aussagen:

– Österreich befindet sich im Mittelfeld.

– In Ländern mit starkem Sozialstaat ist die Partizipation stärker ausgeprägt.

http://www.cinefogo.org/
Vortag 2:

„Standards der Öffentlichkeitsbeteiligung“

von DIin Kerstin Arbter, Büro Arbter

Die „Standards der Öffentlichkeitsbeteiligung“ wurden als Empfehlungen für die „Entwicklung von Plänen, Programmen und Politiken“ seitens der Verwaltung bzw. Politik am 2. Juli 2008 vom Ministerrat beschlossen. Damit besteht ein offizielles Papier zur Beteiligung der Öffentlichkeit bei top-down-Prozessen. Bei der Entwicklung war neben den Ministerien auch bereits die Öffentlichkeit beteiligt (v.a. NGOs). Betrieben wurde das Projekt v.a. vom Lebensministerium (Mag.a Rita Trattnig) und dem Bundeskanzleramt (Dr.in Elisabeth Dearing).

http://www.partizipation.at/
Fraglich erscheint, ob Verantwortlich in den Bezirken und in der Stadt sich durch die interessante Veranstaltung anregen lassen, mehr für die Partizipation von Menschen in Wien zu tun, mehr die aktive Teilhabe von Menschen an der Entwicklung der Gesellschaft zu befördern. Es ist frustrierend, wie vergleichsweise wenig investiert wird für die LA 21. Es ist zu befürchten, dass dabei die Chance verspielt wird, rechtzeitig Strukturen aufzubauen, für immer kompliziertere Aushandlungsprozessen. Es ist auch zu befürchten, dass sich immer mehr Menschen vor den Kopf gestoßen fühlen, wenn sie nicht aktiver einbezogen werden.
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TITLE: GWA und ältere Menschen
CATEGORY: X Diplomarbeiten etc.
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 11/20/2008 03:20:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Diplomarbeiten am FH Campus Wien zu

GWA und ältere Menschen

Göstl, Stefanie: Chancen und Grenzen von gemeinwesenorientierten Zugängen in der Arbeit mit älteren Menschen am Beispiel der Gesundheits- und Sozialzentren in Wien. Diplomarbeit am FH Campus Wien, Studiengang Sozialarbeit. Wien 2007

Rabl, Johannes: Gerontosozialarbeit im ländlichen Raum.

Untersuchung der Bedürfnisse und des Informationsstandes über Unterstützungsangebote der Bevölkerung ab 65 Jahre im ländlichen Raum am Beispiel des nordöstlichen Niederösterreichs mit Schlussfolgerungen für ein ambulantes gerontosozialarbeiterisches Angebot. Diplomarbeit am FH Campus Wien, Studiengang Sozialarbeit. Wien 2007
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TITLE: Kultur und GWA
CATEGORY: X Diplomarbeiten etc.
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 11/17/2008 11:24:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Mende, Julia: Kunst im öffentlichen Raum. Der Nutzen für die Gemeinwesenarbeit. Diplomarbeit am FH Campus Wien, Studiengang Sozialarbeit. Wien 2008
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TITLE: sALTo – gut & selbstbestimmt älter werden im Stadtteil
CATEGORY: alternde Gesellschaft
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 11/14/2008 10:26:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Im Rahmen des Projekts

sALTo – gut & selbstbestimmt älter werden im Stadtteil

wurde gemeinwesenorientierte Arbeit mit älteren Menschen modellhaft umgesetzt. Neben innovativen Ansätzen die erarbeitet wurden, ist die ressortübergreifende Zusammenarbeit (Geschäftsgruppen Stadtentwicklung und Verkehr – GG Gesundheit und Soziales) besonders bemerkenswert. Dadurch konnte strukturelle, gesamtstädtische Perspektiven ebenso eingenommen werden, wie kommunikative, partizipative, lebensweltnahe. Betrachtet wurde der territoriale Raum ebenso wie der soziale Raum, bzw. soziale Verhältnisse.

Die Frage stellt sich nun, wie die Innovationen verstetigt werden können. Welche Funktion könnten dabei die Beratungszentren „Pflege und Betreuung zu Hause“ leisten. Immerhin ist ein gemeinwesenorientierter bzw. sozialraumorientierter Auftrag definiert, aber praktisch kaum umgesetzt. Könnte hier ein Ansatz liegen, ergebnisoffen vorzugehen, um zivilgesellschaftliche Strukturen zu befördern, gesellschaftliche Teilhabemöglichkeit von älteren Menschen zu befördern?

Nähere Informationen zum Projekt:

http://www.plansinn.at/plansinn/index.php?id=projekte&res=129&cHash=6cdbf8559e
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TITLE: Weiterbildungsveranstaltung
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 11/14/2008 10:24:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
ARBEITEN MIT GRÖßEREN GRUPPEN IN DER GEMEINWESENARBEIT

GemeinwesenarbeiterInnen sind gefordert, mit großen Gruppen zu arbeiten, „BürgerInnen-Versammlungen“ einzuberufen, zu organisieren und zu moderieren. Je nach Ziel (Information, Aktivierung, Konfliktbearbeitung, …) sind BewohnerInnen-Versammlungen adäquat zu gestalten.

Termin:

19. Jänner 2009, 09.00–16.00 Uhr

20. Jänner 2009, 09.00–16.00 Uhr

Referent:

DSA Christoph Stoik, MA Master of Community Development, Selbständiger in der Gemeinwesenentwicklung, Stadtteilarbeit und Partizipation (Projektentwicklung, -begleitung und -beratung, Fortbildung und Training), Lehrender an der FH Campus Wien, Bereich „Soziales“

TeilnehmerInnenzahl:

10-20

Zielgruppe:

SozialarbeiterInnen und Personen die in der Sozialen Arbeit tätig sind

Kosten: 120 Euro (inkl. Kursunterlagen)

Anmeldung: kosar@fh-campuswien.ac.at (bis 9.1.2009)

Seminarinhalt

Klassische Methoden der Gemeinwesenarbeit, wie die BewohnerInnen-Versammlung oder der runde Tisch werden vorgestellt. Moderationstechniken werden je nach Zielgruppe adaptiert angewendet. Anhand eines Fallbeispiels wird eine BewohnerInnen-Versammlung konzipiert und die Durchführung erprobt.
weitere Informationen:

FH Campus Wien

**Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit**

Daumegasse 5/2

1100 Wien

T: +43 1 606 68 77-8300

F: +43 1 606 68 77-109

kosar@fh-campuswien.ac.at

http://www.fh-campuswien.ac.at/forschung_entwicklung/kompetenzzentrum_fuer_soziale_arbeit/dienstleistung/fortbildung/
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TITLE: Diplomarbeiten zu GWA und ältere Menschen
CATEGORY: alternde Gesellschaft
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 11/14/2008 10:03:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Diplomarbeiten am FH Campus Wien zu

GWA und ältere Menschen

Göstl, Stefanie: Chancen und Grenzen von gemeinwesenorientierten Zugängen in der Arbeit mit älteren Menschen am Beispiel der Gesundheits- und Sozialzentren in Wien. Diplomarbeit am FH Campus Wien, Studiengang Sozialarbeit. Wien 2007

Rabl, Johannes: Gerontosozialarbeit im ländlichen Raum.

Untersuchung der Bedürfnisse und des Informationsstandes über Unterstützungsangebote der Bevölkerung ab 65 Jahre im ländlichen Raum am Beispiel des nordöstlichen Niederösterreichs mit Schlussfolgerungen für ein ambulantes gerontosozialarbeiterisches Angebot. Diplomarbeit am FH Campus Wien, Studiengang Sozialarbeit. Wien 2007
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TITLE: Internationales
CATEGORY: X Diplomarbeiten etc.
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 11/11/2008 10:56:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Frühwirth, Christiane (2008): Frauen – Protagonistinnen lokaler Entwicklung. Ermächtigende Wirkung Solidarökonomischer Initiativen am Beispiel der Mikroregion M.E.S. in der Gemeinde Tecoluca/El Salvador. Diplomarbeit am FH Campus Wien, Studiengang Sozialarbeit. Wien

Kemter, Dorit (2008): Partizipation und ihre Wirkung auf die Lokale Entwicklung am Beispiel der Gemeinde Tecoluca. Diplomarbeit am FH Campus Wien, Studiengang Sozialarbeit. Wien

Maislinger, Michaela (2008): Kinderarbeit in Bolivien. Eine Darstellung der derzeitigen Situation anhand allgemein gültiger Menschen- und Kinderrechte, sowie Möglichkeiten der Intervention für die Sozialarbeit als Menschenrechtsprofession. Diplomarbeit am FH Campus Wien, Studiengang Sozialarbeit. Wien

Emprechtinger, Julia (2006): Eine Gendersensible Annäherung an den Empowermentbegriff in Sozialarbeit und Entwicklungszusammenarebit. Analyse des Empowermentbegriffs anhand ausgewählter Projekte in Nicaragua. Diplomarbeit am FH Campus Wien, Studiengang Sozialarbeit. Wien

Polt, Johannes (2006): Lokale Entwicklung und Migration in El Salvador am Beispiel der Gemeinde Tecoluca. Diplomarbeit am FH Campus Wien, Studiengang Sozialarbeit. Wien
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TITLE: Big Brother Awards für MieterInnenbefragung
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/31/2008 10:27:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
MieterInnenbefragung von Wiener Wohnen (siehe Beitrag unten) wurde mit dem Big Brother Awards 2008 ausgezeichnet:

http://www.bigbrotherawards.at/2008/Preistraeger
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TITLE: „Das Dreieck meiner Kindheit – eine jüdische Vorstadtgemeinde in Wien XV“
CATEGORY:
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/31/2008 10:21:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
29.10.08: große Eröffnung der Ausstellung „Das Dreieck meiner Kindheit – eine jüdische Vorstadtgemeinde in Wien XV“ u.a. mit NR-Präsidentin Prammer und Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Muzicant. Besonders beeindruckend war, wie die Dimensionen Zeit und Raum in der Person der Zeitzeugen sicht- und spürbar wurden (ehemalige NutzerInnen des jüdischen Zentrums Herklotzgasse, der Storchenschul oder des Turnertempels vor dem Holocaust) und Bezugnahme auf das gegenwärtige Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kultur in Rudolfsheim-Fünfhaus. Ich bin sehr gespannt auf die Ausstellung, die ich mir demnächst in Ruhe ansehen werde, und auf die ein oder andere Veranstaltung:

http://www.herklotzgasse21.at
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TITLE: Buch zur Lust an der Überwachung
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/31/2008 10:13:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Neues Buch zur Lust an der Überwachung von Hans Zeger: Mensch. Nummer. Datensatz. Unser Lust an totaler Kontrolle. Residenz.

– siehe auch Falter Nr. 44/08 vom 29.10.08
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TITLE: Mikrokredite im Falter
CATEGORY: Gemeinwesenökonomie
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/31/2008 10:12:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Das Thema „Mikrokredite“ wird von immer mehr Medien entdeckt: diesmal auch im Falter Nr. 44/08 vom 29.10.08 – mit einer kurzen kritischen Einschätzung von Luise Gubitzer.
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TITLE: Literaturlisten
CATEGORY: X Literatur
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/12/2008 10:16:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Hier sind sind drei Literaturlisten zu finden:

1. eine von mir zusammengestellt für eine Lehrveranstaltung zu Sozialraumarbeit;

2. eine zu einer LV GWA;

3. und meine persönliche Publikationsliste
eine sehr umfangreiche Literaturliste ist auch zu finden auf

http://www.stadtteilarbeit.de/
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TITLE: Literaturliste für LV zu Sozialraumarbeit
CATEGORY: X Literatur
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/12/2008 10:13:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Stoik, November 2007

soziale Ungleichheiten / sozialer Raum / Sozialraumorientierung

Bourdieu, Pierre: Sozialer Raum und Klassen. Frankfurt am Main, 1985

Bourdieu, Pierre: Ortseffekte. In: Bourdieu, Pierre (et al): Das Elend der Welt. Konstanz, 1997

Budde, Wolfgang; Früchtel, Frank; Hinte, Wolfgang: Sozialraumorientierung. Wege zu einer veränderten Praxis. Wiesbaden 2006

Burzan, Nicole: Soziale Ungleichheiten. Eine Einführung in die zentralen Theorien. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden. 2005, 2. Aufl.

Deinet, Ulrich / Krisch, Richard: Der sozialräumliche Blick in der Jugendarbeit. Methoden und Bausteine zur Konzeptentwicklung und Qulaifizierung. Opladen, 2002

Elias, Norbert; Scotson, John L: Etablierte und Außenseiter. Frankfurt/M., 2002

Kessl, Fabian; Reutlinger, Christian: Sozialraum. Eine Einführung. Wiesbaden, 2007

Kessl, Fabian / Otto, Hans-Uwe / Ziegler, Holger: Einschließen oder aufmachen? Der Raum, sein Kapital und deren Nutzer. In: Riege, Marlo / Schubert, Herbert (Hg.): Sozialraumanalyse, Grundlagen – Methoden – Praxis. Wiesbaden. 2005, 2. Aufl.

Kessl, Fabian; Reutlinger, Christian; Maurer Susanne; Frey, Oliver (Hg.): Handbuch Sozialraum. Wiesbaden, 2005

Kessl, Fabian; Otto, Hans-Uwe (Hg.): Soziale Arbeit und Soziales Kapital. Zur Kritik lokaler Gemeinschaftlichkeit. Wiesbaden 2004

Löw, Martina: Raumsoziologie. Frankfurt am Main, 2001

Riege, Marlo & Schubert, Herbert (Hg.): Sozialraumanalyse, Grundlagen – Methoden – Praxis. Opladen, 2002

Otto, Hans-Uwe / Ziegler, Holger: Sozialraum und sozialer Ausschluss (I+II). In: neue praxis, 2+3/2004. Neuwied, 2004

Richter, Rudolf: Österreichische Lebensstile. Wien, 2006

Stadtsoziologie

Segregation, Gentrification, Urbanisierung, schrumpfende Städte, …

Bremer, Peter: Ausgrenzungsprozesse und die Spaltung der Stadt. Opladen, 2000

Fassmann, Heinz; Kohlbacher, Josef; Reeer, Ursula (Hg.):Zuwanderung und Segregation. Europäische Metropolen im Vergleich, Klagenfurt/Celovec, 2002

Fassmann, Heinz; Kohlbacher, Josef; Reeer, Ursula (Hg.): Abgrenzen Ausgrenzen Aufnehmen. Empirische Befunde zu Fremdenfeindlichkeit und Integration. Klagenfurt/Celovec, 1999

Gestring, Norbert / Glasauer, Herbert / Hannemann, Christine / Petrowsky, Werner / Pohlan, Jörg: Jahrbuch StadtRegion 2004/ 05: Schwerpunkt: Schrumpfende Städte. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2005

Häussermann, Hartmut; Siebel, Walter: Stadtsoziologie. Eine Einführung. Campus. 2004

Häussermann, H. (Hg.): Grossstadt. Soziologische Stichworte. Opladen, 2000

Löw, Martina; Steets, Silke; Stoetzer, Sergej: Einführung in die Stadt- und Raumsoziologie. Opladen u.a., 2007

Oswalt, Philipp (Hg.): Schrumpfende Städte. Band 1+2. Hatje Cantz Verlag, Ostfiildern-Ruit, 2004+2005
Stadtentwicklung, -planung und Stadtgeographie

Heineberg, Heinz: Grundriß Allgemeine Geographie: Stadtgeographie. Paderborn ; Wien [u.a.], 2000

Krätke, Stefan: Stadt. Raum. Ökonomie. Einführung in aktuelle Problemfelder der Stadtökonomie und Wirtschaftsgeographie. Basel [u.a.], 1995.

Schindegger, Friedrich: Raum, Planung, Politik. Wien, 1999

Seiß, Reinhard: Wer baut Wien? Salzburg – München. 2007

Stratmann, B., Stadtentwicklung in globalen Zeiten. Lokale Strategien, städtische Lebensqualität und Globalisierung. Basel [u.a.], 1999.

Politik, Demokratie und Partizipation

Lüttringhaus, Maria: Stadtentwicklung und Partizipation, Fallstudien aus Essen, Katernberg und der Dresdner Äußeren Neustadt, Stiftung Mitarbeit, 2000

Schade, Jeanette: Zivilgesellschaft – eine vielschichtige Debatte. INEF Report. Dusiburg. Heft 59/2002

Sickinger, Hubert: Bezirkspolitik in Wien. Innsbruck-Wien-Bozen, 2006

Sozialtheorien

Bordieu, Pierre: Ortseffekte. In: Bordieu, Pierre (et al): Das Elend der Welt. Konstanz 1997

Horster, Detlef: Jürgen Habermas. zur Einführung. Hamburg 2001 (2. Aufl.)

Joas, Hans; Knöbl, Wolfgang: Sozialtheorie. Zwanzig einführende Vorlesungen. Frankfurt am Main 2004

Sozialarbeits-Theorie

Dewe, Bernd / Otto, Hans-Uwe: Reflexive Sozialpädagogik. Grundstrukturen eines neuen Typs dienstleistungsorientierten Professionshandelns. In: Thole, Werner (Hg.): Grundriss Soziale Arbeit. Ein einführendes Handbuch. Wiesebaden, 2005, 2. Aufl.

Galuske, Michael: Methoden der Sozialen Arbeit. Eine Einführung. Weinheim und München, 2007

Grunwald, Klaus / Thiersch, Hans: Lebensweltorientierung. Zur Entwicklung des Konzepts Lebensweltorientierter Sozialen Arbeit. In: Otto, Hans-Uwe / Thiersch, Hans: Handbuch Sozialarbeit/Sozialpädagogik. München, 2005

Heiner, Maja u.a.: Methodisches Handeln in der Sozialen Arbeit. Freiburg im Breisgau 1994

IFSW – International Federation of Social Work: Definition von Sozialarbeit. Online im Internet: http://www.ifsw.org/en/p38000409.html [27.02.2007], 2005

Merten, Roland (Hg.): Hat Soziale Arbeit ein politisches Mandat? Positionen zu einem strittigen Thema. Opladen, 2001

Staub-Bernasconi, Silvia (2007): Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft. Systemtheoretische Grundlagen und professionelle Praxis – Ein Lehrbuch. Bern-Stuttgart-Wien

Staub-Bernasconi, Silvia: Systemtheorie, soziale Probleme und Soziale Arbeit: lokal, national, international. oder: vom Ende der Bescheidenheit. Bern, Stuttgart, Wien, 1995

weitere Theorie-Bezüge

Freire, Paolo: Pädagogik der Unterdrückten. Stuttgart/Berlin, 1972

Herriger, Norbert: Empowerment in der Sozialen Arbeit. Eine Einführung. Stuttgart 1997
GWA-Theorie

AkteurInnen, Demokratie, Konfliktorientierung, Intermediarität, Macht, Institutionen, (Methoden), …

Alinsky, S.: Anleitung zum Mächtigsein; Bornheim, 1984

Alisch, Monika: Stadtteilmanagement. Voraussetzungen und Chancen für die soziale Arbeit. Opladen, 2001

Bitzan, Maria; Klöck, Tilo (Hg.): Jahrbuch Gemeinwesenarbeit 5. Politikstrategien – Wendungen und Perspektiven. München, 1994

Bitzan, Maria; Klöck, Tilo: „Wer streitet denn mit Aschenputtel?“. Konfliktorientierung und Geschlechterdifferenz. München, 1993

Campfens, Hubert: Community-Development Around the World. Toronto, Buffalo, London, 1999

Diebäcker, Marc: Partizipative Stadtentwicklung und Agenda 21, Diskurse – Methoden – Praxis. Wien, 2004

Elsen, Susanne: Die Ökonomie des Gemeinwesens. Sozialpolitik und Soziale Arbeit im Kontext von gesellschaftlicher Wertschöpfung und -verteilung, Juventa. 2007

Elsen Susanne: Gemeinwesenökonomie – eine Antwort auf Arbeitslosigkeit, Armut und soziale Ausgrenzung?. Neuwied, Kriftel, 1998

Hinte, Wolfgang: Studienbuch Gruppen- und Gemeinwesenarbeit. Eine Einführung für Ausbildung und Praxis; Frankfurt, 1989

Hinte, Wolfgang; Lüttringhaus, Maria; Oelschlägel, Dieter: Grundlagen und Standards der Gemeinwesenarbeit. Reader; Münster, 2001

Klöck, Tilo (Hg.): Solidarische Ökonomie und Empowerment. Neu-Ulm, 1998

Krummacher, Michael/Kulbach, Roderich/Waltz, Viktoria/Wohlfahrt, Norbert: Soziale Stadt – Sozialraumentwicklung – Quartiersmanagement, Opladen, 2003

Litges, Gerhard; Lüttringhaus, Maria; Stoik, Christoph: Quartiersmanagement. In: Kessl, Fabian; Reutlinger, Christian; Maurer Susanne; Frey, Oliver (Hg.): Handbuch Sozialraum. Wiesbaden, 2005

Lüttringhaus, Maria: Stadtentwicklung und Partizipation, Fallstudien aus Essen, Katernberg und der Dresdner Äußeren Neustadt, Stiftung Mitarbeit, 2000

Maier, Konrad; Sommerfeld, Peter: Inszenierung des Sozialen im Wohnquartier. Darstellung, Evaluation und Ertrag des Projekts ´Quartiersaufbau Riselfeld´. Freiburg, 2005

Mohrlok, Marion: Lets organize! Gemeinwesenarbeit und Community Organization im Vergleich. Neu-Ulm,1993

Müller, C. Wolfgang: Wie Helfen zum Beruf wurde. Band 1 und Band 2. Weinheim. 1999, überarbeitete Neuausgabe

Munsch, Chantal (Hg.): Sozial Benachteiligte engagieren sich doch. Weinheim, München, 2003

Rohrmoser, Anton: GemeinWesenArbeit im ländlichen Raum. Zeitgeschichtliche und aktuelle Modelle aus den Bereichen Bildung, Kultur, Sozialarbeit und Regionalentwicklung. Innsbruck, 2004

Roessler, Marianne; Schnee, Renate; Spitzy, Christine; Stoik, Christoph (Hg.): Gemeinwesenarbeit. Bürgerschaftliches Engagement. Eine Abgrenzung. Wien, 2000

Ries, Heinz A.; Elsen, Susanne; Steinmetz, Bernd; Homfeldt, Hans Günther: Hoffnung Gemeinwesen. Innovative Gemeinwesenarbeit und Problemlösung in den Bereichen lokaler Ökonomie, Arbeitslosigkeit, Gesundheit, Benachteiligung; Berlin, 1997

Stoik, Christoph: Wien als neues junges Zentrum für Gemeinwesenarbeit? Eine Annäherung über die Wiener Praxis. In: Sozialarbeit in Österreich. Nr.: 2/05, Wien, 2005
GWA-Methoden

Deinet, Ulrich / Krisch, Richard: Der sozialräumliche Blick in der Jugendarbeit. Methoden und Bausteine zur Konzeptentwicklung und Qulaifizierung. Opladen, 2002

Hongler, Hanspeter; Willener, Alex: Die Projektmethode in der soziokulturellen Animation. Luzern, 1998

Kollmann, Gerhard; Leuthold, Margit; Pfefferkorn, Wolfgang; Schrefel, Christian (Hg.): Partizipation. Ein Reiseführer für Grenzüberschreitung in Wissenschaft und Planung. München-Wien, 2003

Ley, Astrid; Weitz, Ludwig: Praxis Bürgerbeteiligung. Ein Methodenhandbuch. Bonn, 2003

Lüttringhaus, Maria; Richers, Hille: Handbuch Aktivierende Befragung. Konzepte, Erfahrungen, Tipps für die Praxis. Bonn, 2003

weiterführende GWA-Literatur

Boulet, J. Jaak; E. Jürgen Krauss; Dieter Oelschlägel: Gemeinwesenarbeit als Arbeitsprinzip: eine Grundlegung. AJZ-Dr. u. Verl.-Ges., Bielefeld 1980

Calouste Gulbenkian Fondation (Hg.): Gemeinwesenarbeit und sozialer Wandel; Freiburg, 1972

Dangschat, Jens S./Breitfuss, Andrea (2000): Lokale Agenda 21 in Wien – Von der Betroffenenbeteiligung zur Akteurskooperation, Wien.

Douthwaite, Richard; Diefenbacher, Hans: Jenseits der Globalisierung. Handbuch für lokales Wirtschaften. Mainz, 1998

Ebbe, K. Friese, P.: Milieuarbeit. Stuttgart, 1989

Elsen, Susanne; Ries, Heinz A.; Löns Nikola; Homfeldt, Hans Günther (Hg.): Sozialer Wandel gestalten – Lernen für die Zivilgesellschaft. Neuwied, Kriftel, 2000

Fehren, Oliver: Gemeinwesenarbeit als intermediäre Instanz: emanzipatorisch oder herrschaftsstabilisierend?. In der Neuen Praxis 06/2006. Lahnstein

Flieger, Burghard: Sozialgenossenschaften. Wege zu mehr Beschäftigung, bürgerschaftlichen Engagement und Arbeitsformen der Zukunft. Neu-Ulm, 2003

Froessler, Rolf; Lang, Markus; Selle, Klaus; Staubach, Reiser (Hg.): Lokale Partnerschaften. Die Erneuerung benachteiligter Quartiere in europäischen Städten. Basel-Boston-Berlin, 1994

Gillich, Stefan (Hg.): Gemeinwesenarbeit: Die Saat geht auf. Grundlagen und neue sozialraumorientierte Handlungsfelder (Dokumentation der 12. Werkstatt Gemeinwesenarbeit). Weinheim, München, 2003

Gillich, Stefan: Nachbarschaften und Stadtteile im Umbruch. Kreative Antworten der Gemeinwesenarbeit auf aktuelle Herausforderungen. Gelnhausen, 2007

Gruber, Sabine: Intermediäre Organisationen in der Stadtentwicklung. Möglichkkeitsräume für kollektives Lernen und Demokratieentwicklung. Neu-Ulm, 2007

Hangartner, Gabi: Urbanes Trendquartier oder gespaltener Sozialraum? Szenarien möglicher Auswirkungen des Novartis Campus auf das Basler St. Johann Quartier als Sozialraum. Neu-Ulm, 2007

Heimgartner, Arno (Ed.): Face of Research on European Social Development. Community Work, Civil Society an Professionalisation of Social Work. Wien, 2006

Hinte, Wolfgang; Treeß, Helga: Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe. Theoretische Grundlagen, Handlungsprinzipien und Praxisbeispiele einer kooperativ-integrativen Pädagogik. Weinheim-München, 2007

Kumpfmüller, Bernd; Melinz, Gerhard: Vom Engagement im Sozialen Brennpunkt zur Stadtteilarbeit. Gemeinwesenarbeit in Linz. Linz, 2005

Maier, Konrad; Meßmer, Manfred (Hrsg.): Soziale Kommunalpolitik für lebenswerte Wohnquartiere. Beiträge zu Wohnungspolitik, Bürgerbeteiligung, Quartiersmanagement und Indikatoren sozialer Nachhaltigkeit. Freiburg, 2004

Malleier, Elisabeth: Das Ottakringer Settlement. Zur Geschichte eines frühen internationalen Sozialrojekts. Wien, 2005

Odierna, Simone; Berendt, Ulrike (Hg.): Gemeinwesenarbeit. Entwicklungslinien und Handlungsfelder. Neu-Ulm, 2004

Oehler, Patrick: Pragmatismus und Gemeinwesenarbeit. Die pragmatische Methoden von John Dewey und ihr Beitrag zur Theorie und Praxis der Gemeinwesenarbeit. Neu-Ulm, 2007

Rausch, Günter: Gemeinschaftliche Bewältigung von Alltagsproblemen. Gemeinwesenarbeit in einer Hochhaussiedlung, Münster, 1998

Romppel, Joachim; Lüters, Rosemarie (Hg.): Erfolgsgeschichten Gemeinwesenarbeit. Bonn, 2005

Ross, M.: Gemeinwesenarbeit – Theorie, Prinzipien, Praxis; Freiburg 1971

Runge, Markus: Der Aufbau von brückenbildendem sozialen Kapital. Bereitschaft zu und Hindernisse von quartiersübergreifenden Austauschprozessen und Netzwerken. Neu-Ulm, 2007

Spierts, Marcel: Balancieren und Stimulieren. Methodisches Handeln in der soziokulturellen Arbeit, Luzern, 1998

Stövesand, Sabine: Mit Sicherheit Sozialarbeit! Gemeinwesenarbeit als innovatives Konzept zum Abbau von Gewalt im Geschlechterverhältnis unter den Bedingungen neoliberaler Gouvernementalität. Lit-Verlag, Wien, 2007
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TITLE: Literaturliste für LV GWA/Stoik – 01/10
CATEGORY: X Literatur
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/12/2008 10:04:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
einführende Literatur

Diebäcker, Marc: Partizipative Stadtentwicklung und Agenda 21, Diskurse – Methoden – Praxis. Wien 2004

Fehren, Oliver: Wer organisiert das Gemeinwesen? Zivilgesellschaftliche Perspektiven Sozialer Arbeit als intermediärer Instanz. Berlin. 2008

Gillich, Stefan (Hrsg.): Gemeinwesenarbeit: Die Saat geht auf. Grundlagen und neue sozialraumorientierte Handlungsfelder (Dokumentation der 12. Werkstatt Gemeinwesenarbeit). Weinheim, München 2003

Hinte, Wolfgang; Karas, Fritz: Studienbuch Gruppen- und Gemeinwesenarbeit. Eine Einführung für Ausbildung und Praxis; Frankfurt 1989

Hinte, Wolfgang; Lüttringhaus, Maria; Oelschlägel, Dieter: Grundlagen und Standards der Gemeinwesenarbeit. Reader; Münster 2001

Kessl, Fabian; Reutlinger, Christian: Sozialraum. Eine Einführung. Wiesbaden, 2007

Landhäußer, Sandra: Communityorientierung in der Sozialen Arbeit. Die Aktivierung von sozialem Kapital. Wiesbaden, 2009

Lüttringhaus, Maria; Richers, Hille: Handbuch Aktivierende Befragung. Konzepte, Erfahrungen, Tipps für die Praxis. Bonn, 2003

Roessler, Marianne; Schnee, Renate; Spitzy, Christine; Stoik, Christoph (Hg.): Gemeinwesenarbeit. Bürgerschaftliches Engagement. Eine Abgrenzung. Wien, 2000

Ries, Heinz A.; Elsen, Susanne; Steinmetz, Bernd; Homfeldt, Hans Günther: Hoffnung Gemeinwesen. Innovative Gemeinwesenarbeit und Problemlösung in den Bereichen lokaler Ökonomie, Arbeitslosigkeit, Gesundheit, Benachteiligung; Berlin 1997

Sing, Eva; Heimgartner, Arno: Gemeinwesenarbeit in Österreich. Graz, 2009

Stoik, Christoph: Sozialraumorientierung als theoretische Grundlegung der Sozialen Arbeit. In: Sozialarbeit in Österreich. Nr.: 1/08, Wien, 2008

Stoik, Christoph: Strukturelle Veränderungen und partizipative Demokratieentwicklung. Gemeinwesenarbeit in Österreich an Beispielen aus Wien. In: sozial extra 1/2 08. Wiesbaden 2008

Stoik, Christoph: Wien als neues junges Zentrum für Gemeinwesenarbeit? Eine Annäherung über die Wiener Praxis. In: Sozialarbeit in Österreich. Nr.:2/05, Wien, 2005

Stoik, Christoph; Posch Johannes (Hg.): Akte Aktivierung. Aktivierende Methoden in der Gemeinwesenarbeit, in Stadt- und Regionalentwicklung in Praxis und Theorie. Eigenverlag Büro Plansinn, Wien, 2004

weiterführende Literatur:

Alisch, Monika: Stadtteilmanagement. Voraussetzungen und Chancen für die soziale Arbeit. Opladen 2001

Bakic, Josef; Diebäcker, Marc; Hammer, Elisabeth: Aktuelle Leitbegriffe der Sozialen Arbeit. Ein kritisches Handbuch. Wien, 2008

Bitzan, Maria; Klöck, Tilo (Hg.): Jahrbuch Gemeinwesenarbeit 5. Politikstrategien – Wendungen und Perspektiven. München 1994

Bitzan, Maria; Klöck, Tilo: „Wer streitet denn mit Aschenputtel?“. Konfliktorientierung und Geschlechterdifferenz. München 1993

Budde, Wolfgang; Früchtel, Frank; Hinte, Wolfgang: Sozialraumorientierung. Wege zu einer veränderten Praxis. Wiesbaden 2006

Campfens, Hubert: Community-Development Around the World. Toronto, Buffalo, London 1999

Clausen Jens; Hahn Harald; Runge Markus (Hg.): Das Kieztheater. Forum und Kommunikation für den Stadtteil. Stuttgart, 2009

Deinet, Ulrich / Krisch, Richard (2002): Der sozialräumliche Blick in der Jugendarbeit. Methodenund Bausteine zur Konzeptentwicklung und Qulaifizierung. Opladen

Douthwaite, Richard; Diefenbacher, Hans: Jenseits der Globalisierung. Handbuch für lokales Wirtschaften. Mainz 1998

Elsen, Susanne: Die Ökonomie des Gemeinwesens. Sozialpolitik und Soziale Arbeit im Kontext von gesellschaftlicher Wertschöpfung und -verteilung, Juventa. 2007

Elsen Susanne: Gemeinwesenökonomie – eine Antwort auf Arbeitslosigkeit, Armut und soziale Ausgrenzung?. 1998, Neuwied, Kriftel.

Elsen, Susanne; Ries, Heinz A.; Löns Nikola; Homfeldt, Hans Günther (Hg.): Sozialer Wandel gestalten – Lernen für die Zivilgesellschaft. Neuwied, Kriftel 2000

Fehren, Oliver „Emanzipatorisch oder herrschaftsstabilisierend?“ in der Neuen Praxis 06/2006

Flieger, Burghard: Sozialgenossenschaften. Wege zu mehr Beschäftigung, bürgerschaftlichen Engagement und Arbeitsformen der Zukunft. Neu-Ulm, 2003

Freire, Paulo (2007): Unterdrückung und Befreiung. Münster

Freire, Paulo (2007): Bildung und Hoffnung. Münster

Freire, Paulo (2008): Pädagogik der Autonomie. Notwendiges Wissen für die Bildungspraxis. Münster

Freire, Paulo: Pädagogik der Unterdrückten. Stuttgart/Berlin, 1972

Froessler, Rolf; Lang, Markus; Selle, Klaus; Staubach, Reiser (Hg.): Lokale Partnerschaften. Die Erneuerung benachteiligter Quartiere in europäischen Städten. Basel-Boston-Berlin, 1994

Gillich, Stefan: Nachbarschaften und Stadtteile im Umbruch. Kreative Antworten der Gemeinwesenarbeit auf aktuelle Herausforderungen. Gelnhausen, 2007

Gruber, Sabine: Intermediäre Organisationen in der Stadtentwicklung. Möglichkkeitsräume für kollektives Lernen und Demokratieentwicklung. Neu-Ulm, 2007

Hangartner, Gabi: Urbanes Trendquartier oder gespaltener Sozialraum? Szenarien möglicher Auswirkungen des Novartis Campus auf das Basler St. Johann Quartier als Sozialraum. Neu-Ulm, 2007

Heimgartner, Arno (Ed.): Face of Research on European Social Development. Community Work, Civil Society an Professionalisation of Social Work. Wien, 2006

Herriger, Norbert: Empowerment in der Sozialen Arbeit. Eine Einführung. Stuttgart 1997

Hinte, Wolfgang; Treeß, Helga: Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe. Theoretische Grundlagen, Handlungsprinzipien und Praxisbeispiele einer kooperativ-integrativen Pädagogik. Weinheim-München, 2007

Hongler, Hanspeter; Willener, Alex: Die Projektmethode in der soziokulturellen Animation. Luzern 1998

Kessl, Fabian; Otto, Hans-Uwe (Hg.): Soziale Arbeit und Soziales Kapital. Zur Kritik lokaler Gemeinschaftlichkeit. Wiesbaden 2004

Kessl, Fabian; Reutlinger, Christian; Maurer Susanne; Frey, Oliver (Hg.): Handbuch Sozialraum. Wiesbaden 2005

Klöck, Tilo (Hrsg.): Solidarische Ökonomie und Empowerment. Neu-Ulm 1998

Krisch, Richard (2009): Sozialräumliche Methodik der Jugendarbeit. Aktivierende Zugänge und praxisleitende Verfahren. Weinheim

Kollmann, Gerhard; Leuthold, Margit; Pfefferkorn, Wolfgang; Schrefel, Christian (Hg.): Partizipation. Ein Reiseführer für Grenzüberschreitung in Wissenschaft und Planung. Müchen-Wien, 2003

Krummacher, Michael/Kulbach, Roderich/Waltz, Viktoria/Wohlfahrt, Norbert: Soziale Stadt – Sozialraumentwicklung – Quartiersmanagement, Opladen 2003

Kumpfmüller, Bernd; Melinz, Gerhard: Vom Engagement im Sozialen Brennpunkt zur Stadtteilarbeit. Gemeinwesenarbeit in Linz. Linz, 2005

LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. (Hg.): Die soziale Stadt. Chancen für die Gemeinwesenentwicklung. Bonn 2004

Lauermann, Karin; Knapp Gerald (Hg.): Sozialpädagogik in Österreich. Perspektiven in Theorie und Praxis. Verlag Hermagoras, Klagenfurt 2003

Ley, Astrid; Weitz, Ludwig: Praxis Bürgerbeteiligung. Ein Methodenhandbuch. Bonn 2003

Litges, Gerhard; Lüttringhaus, Maria; Stoik, Christoph: Quartiersmanagement. In: Kessl, Fabian; Reutlinger, Christian; Maurer Susanne; Frey, Oliver (Hg.): Handbuch Sozialraum. Wiesbaden, 2005

Lüttringhaus, Maria: Stadtentwicklung und Partizipation, Fallstudien aus Essen, Katernberg und der Dresdner Äußeren Neustadt, Stiftung Mitarbeit, 2000

Maier, Konrad; Sommerfeld, Peter: Inszenierung des Sozialen im Wohnquartier. Darstellung, Evaluation und Ertrag des Projekts ´Quartiersaufbau Riselfeld´. Freiburg. 2005

Maier, Konrad; Meßmer, Manfred (Hrsg.): Soziale Kommunalpolitik für lebenswerte Wohnquartiere. Beiträge zu Wohnungspolitik, Bürgerbeteiligung, Quartiersmanagement und Indikatoren sozialer Nachhaltigkeit. Freiburg, 2004

Malleier, Elisabeth: Das Ottakringer Settlement. Zur Geschichte eines frühen internationalen Sozialrojekts. Wien, 2005

Merten, Roland (Hrsg.): Hat Soziale Arbeit ein politisches Mandat? Positionen zu einem strittigen Thema. Opladen 2001

Mohrlok, Marion: Lets organize! Gemeinwesenarbeit und Community Organization im Vergleich. Neu-Ulm. 1993

Müller, C. Wolfgang (1999): Wie Helfen zum Beruf wurde. Band 1 und Band 2. Weinheim. Überarbeitete Neuausgabe

Munsch, Chantal (Hrsg.): Sozial Benachteiligte engagieren sich doch. Weinheim, München 2003

Odierna, Simone; Berendt, Ulrike (Hg.): Gemeinwesenarbeit. Entwicklungslinien und Handlungsfelder. Neu-Ulm, 2004

Oehler, Patrick: Pragmatismus und Gemeinwesenarbeit. Die pragmatische Methoden von John Dewey und ihr Beitrag zur Theorie und Praxis der Gemeinwesenarbeit. Neu-Ulm, 2007

Rausch, Günter: Gemeinschaftliche Bewältigung von Alltagsproblemen. Gemeinwesenarbeit in einer Hochhaussiedlung, Münster, 1998

Riege, M. & Schubert, H. (Hrsg.): Sozialraumanalyse, Grundlagen – Methoden – Praxis. Opladen, 2002

Rohrmoser, Anton: GemeinWesenArbeit im ländlichen Raum. Zeitgeschichtliche und aktuelle Modelle aus den Bereichen Bildung, Kultur, Sozialarbeit und Regionalentwicklung. Innsbruck 2004

Romppel, Joachim; Lüters, Rosemarie (Hg.): Erfolgsgeschichten Gemeinwesenarbeit. Bonn, 2005

Runge, Markus: Der Aufbau von brückenbildendem sozialen Kapital. Bereitschaft zu und Hindernisse von quartiersübergreifenden Austauschprozessen und Netzwerken. Neu-Ulm, 2007

Spierts, Marcel: Balancieren und Stimulieren. Methodisches Handeln in der soziokulturellen Arbeit , Luzern, 1998

Stark, W.: Empowerment, Neue Handlungskompetenzen in der psychosozialen Praxis; Lambertus-Verlag, Freiburg im Breisgau, 1996

Staub-Bernasconi, Silvia (2007): Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft. Systemtheoretische Grundlagen und professionelle Praxis – Ein Lehrbuch. Bern-Stuttgart-Wien

Staub-Bernasconi, Silvia: Systemtheorie, soziale Probleme: lokal, national, international. oder vom Ende der Bescheidenheit. Bern, Stuttgart, Wien 1995

Stövesand, Sabine: Mit Sicherheit Sozialarbeit! Gemeinwesenarbeit als innovatives Konzept zum Abbau von Gewalt im Geschlechterverhältnis unter den Bedingungen neoliberaler Gouvernementalität. Lit-Verlag, Wien, 2007

Stoik, Christoph: Sozialraumorientierung als strukturelle und kommunikative Maßnahme. In: Der Mehrwert guter Wohnversorgung. 18. Wohnwirtschaftliche Tagung 2007. Wien, 2008

Wendt, W. R. u.a.: Zivilgesellschaft und soziales Handeln. Freiburg im Breisgau, 1996

einige Klassiker:

Alinsky, S.: Anleitung zum Mächtigsein; Bornheim 1984

Alinsky, S.: Die Stunde der Radikalen; Gelnhausen 1973

Boulet, J. Jaak; E. Jürgen Krauss; Dieter Oelschlägel: Gemeinwesenarbeit als Arbeitsprinzip: eine Grundlegung. AJZ-Dr. u. Verl.-Ges., Bielefeld 1980

Calouste Gulbenkian Fondation (Hg.): Gemeinwesenarbeit und sozialer Wandel; Freiburg 1972

Ebbe, K. Friese, P.: Milieuarbeit. Stuttgart, 1989

Müller, C.W.: Die Rezeption der Gemeinwesenarbeit in der Bundesrepublik Deutschland; in: Müller, C.W./Nimmermann,P (Hg.): Stadtplanung und Gemeinwesenarbeit. Texte und Dokumente; München 1971; 217 ff.

Oelschlägel, D.: Gemeinwesenarbeit in Armutsquartieren. In: neue Praxis 1/94. Neuwied.

Ross, M.: Gemeinwesenarbeit – Theorie, Prinzipien, Praxis; Freiburg 1971

Specht, H.: Disruptive Taktiken in der Gemeinwesenarbeit; in: Müller, C.W./Nimmermann, P (Hg.): Stadtplanung und Gemeinwesenarbeit. Texte und Dokumente; München 1971; 208 ff.
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TITLE: MieterInnen-Befragung als „Law and Order“-Ansatz?
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: yes
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/12/2008 05:25:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Mitte/Ende September 2008 kurz vor der Nationalratswahl hat die Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnau und Stadterneuerung mit Begleitbrief von Bürgermeister Michael Häupl und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig eine MieterInnen-Befragung an alle 220.000 GemeindemieterInnen versendet. Wobei das Ansinnen, die MieterInnen zu Ihrer Lebenssituation im Gemeindebau zu befragen sehr begrüßenswert ist, muss der Brief aus fachlicher Sicht sehr kritisch betrachtet werden. Die Inhalte des Begleitfolders lassen darauf schließen, dass Teile der offiziellen Stadt Wien weiterhin auf eine „Law and Order“-Strategie setzen will, wenn sie „Aktion Scharf bei Hausordnung“ ankündigt und die Videoüberwachung in städtischen Wohnhausanlagen positiv bewertet. Auch wenn es aus Wahl-strategischen Überlegungen noch nachvollziehbar wäre, auf diese Strategie zu setzen, scheint den Verantwortlichen nicht bewusst zu sein, welche unumkehrbaren Folgen diese Politik mit sich bringen wird: Vermittelt wird den Menschen nämlich, dass Probleme des Zusammenlebens durch Kontrolle geregelt werden können. Statt nach den Ursachen von Problemen und Konflikten zu suchen (zunehmende Ungleichverteilung von Ressourcen, zunehmende Perspektivenlosigkeit von „ModernisierungsverliererInnen“, etc.), statt nach geeigneten Gegenmaßnahmen zu suchen, wird einer Sündenbock-Politik, die die Schuld bei Einzelnen sucht, nachgegeben und damit befördert.

Diese MieterInnenbefragung regt die GemeindebaubewohnerInnen an, die Schuld beim Nachbarn zu suchen und nicht auf Kommunikation und Verständigung zu setzen. Diese Art von Politik muss sich letztlich vorwerfen lassen, dass sie zur Eskalation beiträgt.

Wie diese MieterInnen-Befragung durchgeführt wurde, ist außerdem zu problematisieren: Die MieterInnen mit einem Gewinnspiel zum Mitmachen zu ködern, hat zur Folge, dass die Ergebnisse nur bedingt ernst genommen werden können – die Anonymität ist nicht gewährleistet, die Motivation der TeilnehmerInnen sind hinterfragenswürdig, die Ergebnisse niemals repräsentativ . Dass ein Strichcode am Fragebogen ohnehin die Herkunft der jeweiligen Fragebogen offenlegt – ohne, dass die Befragten darüber informiert wurden – ist m.E ein Skandal. Es stellt sich die Frage, was die Geschäftsgruppe mit diesen personenbezogenen Daten unternehmen wird. In die Logik der „Law and Order“- Politik würde es passen, Informationen an die Wohnhausverwaltung und die Gebietsbetreuung weiter zugeben. Zu hoffen ist, dass nach der Wahl Ernüchterung und Vernunft wieder eingekehrt ist!

Christoph Stoik
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TITLE: Publikationen Stoik Christoph
CATEGORY: X Literatur
SHOWONFRONT: no
EDITABLEBY: author
DISCUSSIONS: yes
DATE: 10/12/2008 05:19:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Stoik Christoph (2014): Sozialraumorientierung zwischen neoliberaler Umprogrammierung und Perspektive für die Disziplinentwicklung. In: soziales_kapital 12/2014. http://soziales-kapital.at/index.php/sozialeskapital/article/view/347/596 [05.02.2015]

Stövesand Sabine, Stoik Christoph (2014): Recht auf Stadt! Aus Sicht und im Rahmen professioneller GWA. In: stadtteilarbeit.de. http://www.stadtteilarbeit.de/theorie-gwa-146/grundlagen-gwa/402-stadt_gwa.html [05.02.2015]

Stoik Christoph (2014): Gemeinwesenarbeit in einem deutschsprachigen Verständnis. Theoretische Grundlagen und Diskurse. In: Artega Eneyda, Klawatsch-Treitl (Hg.): Soziale Arbeit und ihre Beitrag zu einer gerechten und inklusiven Entwicklung. Zentrale Themen des akademischen Austausches zwischen Wien und San Salvador. San Salvador: Universidad Luterana Salvadorena

Kirsch-Soriano da Silva, Stoik Christoph (2014): Das Wiener Pilotprojekt Grätzeleltern. Herstellung von Zugehörigkeit durch Orte und soziale Bezüge. In: Busse Beatrix, Warnke Ingo H. (Hg.): Place-Making in urbanen Diskursen. Berlin/Münschn/Boston: DeGruyter
Jauschneg M. & Stoik C. (2012). Zielgruppeneinbindung in Verkehrsplanungsprozesse mittels neuer Technologien? In Schrenk M., Popovich V., Zeile P. (Ed.) Proceedings REAL CORP 2012, Schwechat

Stoik, Christoph (2013): Gemeinwesen und Parteilichkeit. In: Bakic, Josef; Diebäcker, Marc; Hammer, Elisabeth: Aktuelle Leitbegriffe der Sozialen Arbeit. Ein kritisches Handbuch. Band 2. Wien: Löcker

Krisch, Richard; Stoik, Christoph (2013): Soziale Arbeit und demokratiepolitische Positionierung in Wien. Ein Glossar „Soziale Arbeit im öffentlichen Raum“. In: Sozial Extra. 7/8 2013. Wiesbaden

Stövesand, Sabine; Stoik, Christoph; Troxler, Ueli (Hg.) (2013): Handbuch Gemeinwesenarbeit. Traditionen und Positionen, Konzepte und Methoden. Deutschland – Schweiz – Österreich. Theorie, Forschung und Praxis der Sozialen Arbeit, Band 4. Opladen, Berlin; Toronto: Verlag Barbara Budrich

Kirsch-Soriano da Silva, Katharina; Stoik, Christoph (2013): Partizipation und Sozialraumanalyse bei der Gestaltung des öffentlichen Raums – Erfahrungen aus der Wiener Stadtteilentwicklung. In: Drilling, Mathrias; Oehler, Patrick (Hg.): Soziale Arbeit und Stadtentwicklung. Forschungsperspektiven, Handlungsfelder , Herausforderungen. Wiesbaden: Springer VS

Krisch, Richard; Stoik, Christoph: Soziale Arbeit im öffentlichen Raum – Glossar. online: http://www.sozialraum.de/soziale-arbeit-im-oeffentlichen-raum-glossar.php , [10.12.2012]

Kirsch-Soriano da Silva, Katharina; Stoik, Christoph (2012): Wiener Gebietsbetreuung Stadterneue-rung: Quo vadis? In: dérive, Zeitschrift für Stadtforschung, Nr. 49, Okt – Dez 2012, S. 37-41.

Emprechtinger, Julia; Gruber, Sonja; Stoik, Christoph: Vernetzung von Mieter_innen-Vertreter_innen – Organisation der Bewohner_innen im Rahmen der Mieter_innen-Mitbestimmung im Gemeindebau. online: http://www.soziales-kapital.at/index.php/sozialeskapital/article/view/242 [27.12.2012]

Gruber, Christine; Stoik Christoph: Forschung braucht Politik – braucht Politik Forschung? In: Schneider, Armin (Hg): Forschung, Politik und soziale Arbeit. Opladen 2012

Stoik, Christoph: Gemeinwesenarbeit und Sozialraumorientierung – Ein „entweder – oder“ oder ein „sowohl – als auch“?. online: http://www.sozialraum.de/gemeinwesenarbeit-und-sozialraumorientierung.php, [20.09.2012]

Stoik, Christoph; Krisch, Richard: Soziale Arbeit im öffentlichen Raum. Ressortübergreifende Rollen- und Begriffsklärung in Wien. In: Sozialarbeit in Österreich. Sondernummer: 1/12. Wien, 2012

Stoik, Christoph; Studer, Heide: Chancen und Grenzen von Sozialraumanalysen. In: zoll+ Österreichische Schriftenreihe für Landschaft und Freiraum. Nr. 19. Wien 2011

Raiby, Tove; Stoik, Christoph: „Hofpalaver“: angeleiteter Aushandlungsprozess im Gemeindebau. online: http://www.sozialraum.de/hofpalaver.php [28.03.2011]

Stoik, Christoph: Aktivierende Befragung / Aktivierendes Gespräch. online: http://www.sozialraum.de/aktivierende-befragung-aktivierendes-gespraech.php [12.10.2009]

Stoik, Christoph: Wiener Gemeinwesenarbeit am Scheideweg. Wiener Ausprägungen zwischen Emanzipation und lokaler Steuerung. In: Sing, Eva; Heimgartner, Arno: Gemeinwesenarbeit in Österreich. Graz, 2009

Stoik, Christoph: Sonderstellung Stadtteilarbeit Franckviertel. In: Schmidsberger, Brigitta; Spitzenberger, Elfa: Leben im Franckviertel. Linz, 2009

Stoik, Christoph: BewohnerInnen-Vernetzungsforen. Milieuspezifisches Vorgehen in der Gemeinwesenarbeit. In: standpunkt: sozial. Nr. 1+2/2008, Hamburg, 2008

Stoik, Christoph: Sozialraumorientierung als theoretische Grundlegung der Sozialen Arbeit. In: Sozialarbeit in Österreich. Nr.: 1/08, Wien, 2008

Stoik, Christoph: Strukturelle Veränderungen und partizipative Demokratieentwicklung. Gemeinwesenarbeit in Österreich an Beispielen aus Wien. In: sozial extra 1/2 08. Wiesbaden, 2008

Stoik, Christoph: Sozialraumorientierung als strukturelle und kommunikative Maßnahme. In: Der Mehrwert guter Wohnversorgung. 18. Wohnwirtschaftliche Tagung 2007. Wien, 2008

Gerlich, Wolfgang/Stoik, Christoph: Lokale lebensweltnahe Interessen und gesamtstädtische Entwicklungsprozesse. In: Hamedinger, Alexander/Frey, Oliver/Dangschat, Jens S./Breitfuss, Andrea (Hg): Strategieorientierte Planung im kooperativen Staat. Wiesbaden, 2008

Kofler Michael; Rebel-Burget, Michaela; Stoik, Christoph: Das Gedächtnis des Bezirks. In: Kofler, Michael; Pühringer, Judith; Traska, Georg (Hg.): Das Dreieck meiner Kindheit. Eine jüdische Vorstadtgemeinde in Wien. Wien, 2008

Stoik, Christoph: Vienna – A New Young Centre of Community Work? Taking a Closer Look at the Viennese Model. In: Face of Research on European Social Development. Community Work, Civil Society and Professionalisation of Social Work. Wien, 2006

Litges, Gerhard; Lüttringhaus, Maria; Stoik, Christoph: Quartiersmanagement. In: Kessl, Fabian; Reutlinger, Christian; Maurer Susanne; Frey, Oliver (Hg.): Handbuch Sozialraum. Wiesbaden, 2005

Stoik, Christoph: Wien als neues junges Zentrum für Gemeinwesenarbeit? Eine Annäherung über die Wiener Praxis. In: Sozialarbeit in Österreich. Nr.: 2/05, Wien, 2005

Stoik, Christoph; Posch Johannes (Hg.): Akte Aktivierung. Aktivierende Methoden in der Gemeinwesenarbeit, in Stadt- und Regionalentwicklung in Praxis und Theorie. Eigenverlag Büro Plansinn, Wien, 2004

Stoik, Christoph: Lokale Lösungen in einer globalen Welt? In: Sozialpädagogische Impulsen Nr. 1/2004

Kern, Gottfried; Stoik, Christoph: „Wenn viele Profis am Ruder sitzen …“ – Eine Aktivierende Befragung mit einer großen Projektgruppe in Wien. In: Lüttringhaus, Maria; Richers, Hille: Handbuch Aktivierende Befragung. Konzepte, Erfahrungen, Tipps für die Praxis. Bonn, 2003

Stoik, Christoph: Empowerment in der Stadtteilarbeit. In: Lauermann, Karin; Knapp, Gerald (Hg.): Sozialpädagogik in Österreich. Perspektiven in Theorie und Praxis. Klagenfurt, 2003

Stoik, Christoph: BürgerInnen sind immer aktiv – die Betroffenen sind die ExpertInnen!; In: Kontraste, Nummer 10/Dezember 2002, Linz

Stoik, Christoph: Die BewohnerInnen sind die ExpertInnen!. In: sozial aktuell, 17/2001 Oktober; Bern, 2001

Roessler, Marianne; Schnee, Renate; Spitzy, Christine; Stoik, Christoph: Gemeinwesenarbeit. Bürgerschaftliches Engagement. Eine Abgrenzung. Wien, 2000;

Empowerment Schöpfwerk; Reihe Planung & Kommunikation, Büro Plansinn und Verein KIK, Wien, 1999

Stoik, Christoph: Empowerment ist eine Haltung. In: Sozialarbeit in Österreich, Nr. 118, Österreichischer Berufsverband Diplomierter SozialarbeiterInnen, Wien 3/98. 1998

Stoik, Christoph: Hochhäuser sprengen – oder Empowerment, Gemeinwesenarbeit und Freiraumplanung. In: Zolltexte, Nr. 26, Forum Landschaftsplanung, 12/1997

Forschungstätigkeiten

Angleitner, Barbara/ Floner, Christoph/ Haselbacher, Christine/ Kofler, Michael/ Stoik, Christoph: IKAP – Interkultureller Kommunaler Aktionsplan Wien 20, Brigittenau. Wien 2007

Hammer, Elisabeth/ Kofler, Michael/ Musil, Nora/ Schaurhofer, Martin/ Stoik, Christoph/ Gerlich, Wolfgang: Partizipation an der Stadtentwicklung in Wien. Akteurs-Überblick & Orientierungsmodell zu Projekten & Empfehlungen für Beteiligungsstrategien. Studie im Rahmen des STEP 05. Wien 2004
Arbeiten am Masterstudiengang Gemeinwesenentwicklung, Stadtteilmanagment und lokale Ökonomie

Stoik, Christoph: Gemeinwesenarbeit als Handlungskonzept der Sozialen Arbeit zwischen lebensweltlich kommunikativen Handeln

und strategischen Handeln. Masterarbeit am Masterstudiengang Gemeinwesenentwicklung, Stadtteilmanagment und lokale Ökonomie. München 2007

Stoik, Christoph: Professionelles Handeln in BürgerInnen-Vernetzungsforum am Beispiel der „Projekt und Ideenwerkstatt“ des Lokalen Agenda 21-Prozesses in Wien-Alsergrund. Forschungsbericht am Masterstudiengang Gemeinwesenentwicklung, Stadtteilmanagment und lokale Ökonomie. München 2005
Betreung von Forschungswerkstätten im Rahmen des Diplomstudiengangs Sozialarbeit:

2005 – 2007: Methodisches Vorgehen in der Gemeinwesenarbeit und Stadtentwicklung

2004 – 2006: Wandel des lokalen Sozialstaates

2003 – 2005: Forschen in der Gemeinwesenarbeit
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TITLE: Methoden
CATEGORY: X Diplomarbeiten etc.
SHOWONFRONT: no
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 09/30/2008 08:16:00 AM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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Floner, Christoph: Gemeinwesenorientierte soziale Gruppenarbeit. Methodisches Handeln von SozialarbeiterInnen in Wiener Stadtteilprojekten. Diplomarbeit am FH Campus Wien, Studiengang Sozialarbeit. Wien 2006
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TITLE: Arbeiten zu Aktivierung
CATEGORY: X Diplomarbeiten etc.
SHOWONFRONT: no
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 09/21/2008 10:46:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Balham/Fitzka/Gerstgrasser/Oliva/Rosskopf/Stiebler: „Beteiligung von Frauen im Grätzelmanangment“, Abschlussbericht zur Forschungswerkstatt, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2005

Hackl/Stadelmann/Wolf/Winter: „AlleinerzieherInnen und ihre Beteiligung an gemeinwesenorientierten Projekten in der Wiener Praxis“, Abschlussbericht zur Forschungswerkstatt, FH Campus Wien, Sozialarbeit, 2007
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TITLE: Mikrokredite
CATEGORY: Gemeinwesenökonomie
SHOWONFRONT: yes
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 09/18/2008 03:09:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
EMAIL:
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BODY:
Im heutigen Standard gibts eine Bericht über Mikrokredite – durchaus auch mit kritischen Hinweise. Interessant: es gibt einige websites, über die Mikrokredite (in den Süden) vermittelt werden.
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TITLE: 30. Wohnsymposium, 5.3.08
CATEGORY: öffentlicher Raum
SHOWONFRONT: no
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 09/17/2008 11:42:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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fürs Archiv nachträglich eingetragen:

Liebe KollegInnen,

das 30. Wohnsysmposium am 27.2.08, an dem ich teilnehmen konnte und das in einer Beilage des heutigen Standards (Mittwoch) dokumentiert wurde, endete mit dem Ergebnis, dass die Sicherheit in Wohnanlagen v.a. kommunikativ herzustellen sei und nicht mit der Installation von Videokameras. ExpertInnen v.a. aus dem Bereich der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft, aber auch Sicherheits- und RechtsexpertInnen formulierten in sogen. Tischgespräche Vorschläge zur Verbesserung des Schutzbedürfnisses von BewohnerInnen in Form von Schlagzeilen, wie „Wiederbelebung sicherer Kontake im Wohnumfeld“, „Soziale Durchmischung“ oder „Sicherheit durch wiederbelebte Nachbarschaften“. Es diskutierten u.a. Heinz Mayer (Juridicum Wien), Franz Schnabl (Magna International und vormals Polizeigeneral), Waltraud Kotschy (Datenschutzkommission) und Herbert Ludl (Sozialbau) unter der Leitung von Gerfried Sperl (der Standard).

Bemerkenswert auch die rechtliche Lage: alle Videoanlagen , mit denen Menschen ohne deren Zustimmung gefilmt und aufgezeichnet werden (und auch Attrappen), müssen bei der Datenschutzkommission gemeldet werden. Wohnbauträger, die das bisher verabsäumt haben (z.B. in Alterlaa), müssen die Genehmigung jetzt nachträglich einholen, sonst wird die Datenschutzkommission von sich aus aktiv.

Wiener Wohnen wurde inzwischen der befristete Einsatz von Videokameras in 8 Wohnhausanlagen genehmigt. Danach soll aber evaluiert werden, ob diese Installation tatsächlich eine Verminderung von „Vandalismus“ bzw. Einbrüchen gebracht hat. Interessant wäre dabei auch, die Kosten der Videoüberwachung (Installierung, Betrieb, Entgegennahme der Meldungen der BewohnerInnen, Durchsicht der aufgezeichneten Daten) den Kosten durch „Vandalismus“ und Einbrüchen gegenüber zu stellen.

Langzeitstudien zeigen, dass Kriminalität durch Videoüberwachung langfristig nicht vermindert wird, sondern sich lediglich in nicht überwachte Zonen verschiebt („Birmingham-Effekt“). Es ist also fraglich, ob die Sicherheit durch den Einsatz von Videoüberwachung erhöht wird. Andererseits zeigen Studien, dass sich Überwachung negativ auf das Selbstbewusstsein von Menschen auswirke, so Heinz Mayer.

Klar wurde bei der Tagung auch, dass Videokameras nur installiert werden dürfen, wenn es um die Vermeidung und Aufklärung strafrechtlich relevanter Handlungen geht. Wenn es um die Einhaltung der Hausordnung geht, ist die Videoüberwachung unzulässig.

Mit diesem vielfältigen Hintergrund- und ExpertInnen-Wissen erscheint es nicht mehr verwunderlich, dass das Symposium zum Ergebnis kommt, dass es wirksamer wäre in die Kommunikation und Wiederbelebung von Nachbarschaft zu investieren. Reinhard Kreissl, Rechts- und Kriminalsoziologe aber warnt: Trotz allem Wissen, wird die Überwachung zunehmen, alleine deshalb, weil sie ein großes und wachsendes Geschäft ist!

Mit diesem kurzen Bericht will ich also die Wachsamkeit von uns GemeinwesenarbeiterInnen wahrnehmen und einfordern, und freu mich daher auf weitere Diskussionen!

liebe Grüße, christoph stoik
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TITLE: Videoüberwachung im Gemeindebau, 16.1.08
CATEGORY: öffentlicher Raum
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 09/17/2008 11:20:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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fürs Archiv nachträglich eingetragen:

Liebe KollegInnen,

wie im. Kurier am 11.1.08 nachzulesen war, wird seitens der Stadt Wien überlegt, Überwachungskameras in „heiklen Breichen“ in Gemeindebauten anzubringen (z.B. im Keller oder Garage um „Mülltourismus“ vorzubeugen).

folgende Fragen/Einwände ergeben sich da aus meiner Sicht:

1. Was soll damit erreicht werden?

Soll „spontanes Fehlverhalten“ unterbunden werden, gezielt bestimmte (wenige) Plätze überwacht werden, oder symbolisch ein Zeichen gesetzt werden, dass etwas für die MieterInnen getan wird?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ablagerung von Sperrmüll oder Konflikte im öffentlichen Raum (inklusive durch „Aneignung“ von Jugendlichen) verhindert werden können. Denn da müssten ja einige 100 Kameras aufgestellt werden. Da stellen sich dann weitere Fragen wie:

2. Wurde überlegt, welche Konsequenzen, dass auf das Verhalten der MieterInnen hat.

Es ist zu erwarten, dass es zu noch mehr Anfragen von MieterInnen in Bezug auf „Fehlverhalten“ von MitbewohnerInnen führen wird. Es würde vermittelt werden, dass „Fehlverhalten“ mit Videoüberwachung bekämpft werden könnte.

Wer wird diese Anfragen der MieterInnen entgegennehmen? Die ohnehin schon überlasteten Gebietsbetreuungen, oder die Wohnhausverwaltung? Diese Nachfragen haben wieder zur Folge, dass je nach Anzahl der Videokameras mindestens mehrere hunderte Stunden Videomaterial jede Woche überprüft werden müssen. Die Sichtung des Materials und die Betreuung der Kameras wird also sehr kostenintensiv sein.

3. Wer soll denn das Video-Material auswerten?

Diese Anfragen der MieterInnen werden dazu führen, dass das Material gesichtet werden muss, auch wenn dann nichts erkennbar ist. Und es wird zur Folge haben, dass immer mehr Kameras gefordert werden. Die „störenden“ MitbewohnerInnen werden andere Plätze aufsuchen, wo noch keine Kameras stehen ….

4. Mit wieviel Kosten wird da gerechnet und wer soll das bezahlen?

Werden die MieterInnen zahlen oder der Steuerzahler?

5. „Spontanes Fehlverhalten“ wird dadurch sicher nicht verhindert. Und Videoüberwachung hat da auch keine präventive Wirkung! Menschen unter Alkoholeinfluss beispielsweise werden sich von den Kameras kaum beeinflussen lassen. Und die dann festgestellten Delikte werden ja nicht dazu führen, dass die dann nie wieder vorkommen werden, da sie nicht zu dauerhaften „Wegsperren“ der Täter führen kann, oder ist das dann die nächste Konsequenz?
Es ist also nicht zu erwarten, dass Viedeoüberwachung symbolisch Wirkung hat, dass die MieterInnen das Gefühl bekommen, dass etwas getan wird. Im Gegenteil, es ist zu erwarten, dass Erwartungen geweckt werden, mit sicherheitspolitischen Maßnahmen Probleme in den Griff zu bekommen, die eine soziale Natur haben (z.B. zu wenig Platz für Jugendliche, Perspektivenlosigkeit, wachsende Ungleichheiten, Kommunikationsprobleme, …).

Diese Erwartungen können so aber nicht erfüllt werden.

Es stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, wenn die Gebietsbetreuungen mehr Personal erhalten, um verstärkt konfliktpräventiv arbeiten zu können. So könnte eher an den Wurzeln der Probleme angesetzt werden und wirksamere Maßnahmen gemeinsam mit den MieterInnen entwickelt werden, die erstens mehr Wirkung haben, zweitens von vielen mitgetragen werden.

Meiner Ansicht nach braucht es eine breitere öffentliche Diskussion zu diesem Thema, um nicht Wege zu beschreiten, die später einmal bereut werden. Diese Diskussion ist sicher auch mit den MieterInnen zu führen, die Überwachung als Mittel zur Lösung sozialer Probleme sehen.

Wenn Sie/Ihr Infos zu diesen Fragen haben/habt, wär ich sehr daran interessiert!

liebe Grüße, Christoph Stoik
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TITLE: Videoüberwachung
CATEGORY: öffentlicher Raum
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 09/17/2008 11:16:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Die Videoüberwachung von öffentlichen Raum kommt zunehmend zum Einsatz im öffentlichen Raum und auch in Wohnhausanlagen. Hier sind Beiträge von mir zu diesem Thema gesammelt, die sich kritisch mit dieser Entwicklung auseinandersetzen.
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TITLE: Eröffnung zum Diskurs
CATEGORY:
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 09/17/2008 10:59:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Dieser Webblog soll den öffentlichen fachlichen Diskurs über Gemeinwesen- und Stadttteilarbeit speziell in Wien befördern. Meine Tagebucheinträge setzen sich kritisch damit auseinander, wie sich die Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit v.a. in Wien entwickelt. Dabei geht es um gesellschaftspolitische Themen, wie demokratiepolitische oder soziale Entwicklungen, aber auch um Rahmenbedingungen für eine professionelle Gemeinwesen- und Stadttteilarbeit, inklusive der theoretischen Verortung.
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TITLE: Diplomarbeiten zum Projekt „Empowerment Schöpfwerk“ 1995-1997
CATEGORY: X Diplomarbeiten etc.
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DISCUSSIONS: yes
DATE: 04/05/2007 00:02:00 PM
AUTHOR: Christoph Stoik
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Im Rahmen des Projekts „Empowerment Schöpfwerk“ entstanden in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsladen Wien 1995-1997 folgende Diplomarbeiten:

Irene Berlach-Pobitzer,

Institut für Soziologie, Grund- und Integrativwissenschaftliche Fakultät d. Universität Wien

„Eine Stunde macht hundert Schöpfer“. Eine Untersuchung zum Talentetauschsystem am Schöpfwerk

Diplomarbeit

Betreuer: Univ.Prof. Dr. Rudolf Richter

Dokumentation und Evaluation des „100 Schöpfer – Projektes“. Oliver Schrader,

Institut für Soziologie, Grund- und Integrativwissenschaftliche Fakultät d. Universität Wien

Zur Aneignung bedingt geeignet. Soziale, mikropolitische und architektonische Bedingungen der Aneignung und Gestaltung des Wohnumfeldes durch die Bewohner in einem Wiener Gemeindebau

Diplomarbeit

Betreuer: Univ.Prof. Dr. Rudolf Richter

Untersuchung, welche Hoffnungen und Befürchtungen bei den BewohnerInnen bezüglich Stiegengemeinschaften und deren deren Möglichkeiten und Grenzen bestehen. Christa Peinhaupt,

Institut für Soziologie, Grund- und Integrativwissenschaftliche Fakultät d. Universität Wien

„Wir haben uns immer ewige Programme vorgenommen“: Eine qualitative Analyse der Kommunikationsmuster im Projekt „Empowerment Sch–pfwerk“

Diplomarbeit

Betreuer: Univ.Prof. Dr. Rudolf Richter

Qualitative Untersuchung der Interaktions- und Kommunikationsformen der am Projekt Beteiligten untereinander. Martina Grossegger,

WU Wien

Die Entwicklung der Wohnungskosten im Vergleich zur Einkommensentwicklung in Wien

Diplomarbeit

Betreuerin: Univ.Ass. Dr. Luise Gubitzer Katharina Kunz,

Institut für Publizistik, Universität Wien

Stadtteilmedien in der Siedlung „Am Schöpfwerk“

Diplomarbeit

Betreuer: Univ.Prof. Dr. Roman Hummel Inge Schrattenecker,

TU Wien

Bestimmungsgründe der Wohnqualität am Beispiel zweier Wohnhausanlagen in Wien

Diplomarbeit
Quelle: http://members.chello.at/wilawien/Projbass.html [05.04.09]
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