Sozialräumliche Soziale Arbeit und Corona

Der Soziale Raum wird durch die Maßnahmen und die Krisen, die durch den Corona-Virus ausgelöst wurden und noch werden, stark beeinflusst. Besonders plakativ wurde das rund um die Frage, wie mit den Menschen in unserer Gesellschaft umgegangen wird, die ausgegrenzt werden, wie Menschen die von Wohnungslosigkeit betroffen, oder geflüchtet sind. Es stellen sich viele Fragen: Wie werden die Menschen vor Corona geschützt, die von gesellschaftlicher Marginalisierung besonders betroffen sind? Welche privaten Räume stehen diesen Menschen zur Verfügung? Wie werden sie behandelt, wenn sie sich – mangels anderer Alternativen – im öffentlichen Raum aufhalten? Wie können sie überleben, wenn der öffentliche Raum fürs Überleben besonders wichtig ist, wie für Menschen, die aufs Betteln angewiesen sind, oder Sexarbeiter*innen? Wie geht die Gesellschaft mit häuslicher Gewalt um? Wo können sich Jugendliche aufhalten, ohne von Repression betroffen zu sein? Wie können Schüler*innen erreicht werden, die nicht so einfach über digitale Möglichkeiten verfügen? Und wie gehen wir mit der Armut um, die durch und nach Corona auf uns zukommen wird?
Fragen über Fragen, die uns noch lange beschäftigen werden.

Glücklicherweise gibt es digitale Räume für den Austausch wie
https://forum.coview.info/ – z.B. mit einer „social and political covid-19 watchgroup“
https://connect-sozial.at/ – speziell für Austausch und Interessen der Sozialen Arbeit – ausgehend von Eva Grigori und Michaela Moser von der FH St. Pölten.

Die Stellungnahmen u.a. aus der Sozialen Arbeit zur aktuellen Situation sind überaus interessant und wichtig, wie von der Initiative Sommerpaket oder einem offenen Brief mit Forderungen zur Wohnungspolitik:
https://sommerpaket.noblogs.org/
https://www.derstandard.at/story/2000116106436/sozialarbeiter-warnen-vor-todesfaellen-unter-obdachlosen-waehrend-corona-krise
https://www.derstandard.at/story/2000116946324/wer-zahlt-die-krise-forderungen-zur-wohnungspolitik-in-und-nach

Diese Fragen werden auch uns am Masterstudiengang „Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit“ sicher noch länger beschäftigen. Aufgrund der Corona-Krise müssen wir u.a. auch die Bewerbung unseres Studiengangs anpassen. So laden wir ein zu einer online-Infosession: https://fh-campuswien.zoom.us/webinar/register/WN_5Evi2qORSJ-0W_r6oRma_Q

 – mehr Infos unten. Wir freuen uns, Interessierte am Studium begrüßen zu können!

Die Anmeldung zu unserem Studiengang ist noch bis 31.5.20 möglich – mehr Infos im Anhang und über
https://www.fh-campuswien.ac.at/departments/soziales/%20studiengaenge/detail/sozialraumorientierte-und-klinische-soziale-arbeit.html

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Betreff: Masterstudiengang Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit – Informieren Sie sich digital!

Sehr geehrte Studien-Interessierte!

Leider mussten wir aufgrund der aktuellen Situation mit Covid 19 das Open House am 13. März 2020 absagen. Aber keine Panik! Wir versorgen Sie natürlich trotzdem mit ausreichend Informationen, damit Sie sich entsprechend über unseren Studiengang informieren können.

Mit der Online-Infosession bringen wir den Masterstudiengang Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit zu Ihnen nach Hause.

Am Mittwoch, 29.04.2020 um 19 Uhr werden Ihnen die Studiengangsleiterin FH-Prof. in Mag.a Dr.in Elisabeth Steiner und die beiden Vertiefungs-Koordinatoren Mag.a Saskia Ehrhardt, MA (Klinische Soziale Arbeit) und FH-Prof. Christoph Stoik, MA (Sozialraumorientierte Soziale Arbeit) in einem kurzen Infovortrag die wichtigsten Eckdaten des Studiums und der beiden wählbaren Vertiefungsrichtungen vorstellen. Anschließend steht das Team mittels Live-Chat für Ihre individuellen Fragen zur Verfügung.

Link zur Online-Infosession: https://fh-campuswien.zoom.us/webinar/register/WN_5Evi2qORSJ-0W_r6oRma_Q

Sie können nicht am Live-Infovortrag teilnehmen? Auch kein Problem! Der Infovortrag sowie die wichtigsten Fragen aus dem Live-Chat werden aufgezeichnet und anschließend für Sie auf der Homepage bereitgestellt.

Wir freuen uns, Ihnen einen digitalen Einblick in unseren Studiengang geben zu können und hoffen auf zahlreiche Teilnahme.

Mit freundlichen Grüßen,

das Team des Masterstudiengangs Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit

KV-Abschluss im SWÖ-Bereich wird der gesellschaftlichen Bedeutung der Arbeit im Gesundheits- und Sozialbereich nicht gerecht

Angesichts der Corona-Krise ist die gesellschaftlich Bedeutung der Arbeit im Gesundheits- und Sozialbereich besonders sichtbar geworden. Deutlich wird – nicht nur in den Krankenhäusern, dass eine neoliberale Politik des Kapitalismus, die die Ressourcen im Gesundheits- und Sozialbereich am Limit hält, Einrichtungen, die darin Beschäftigten – und letztendlich alle Menschen – gefährden. Der aktuelle Abschluss der KV-Verhandlungen in der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) hätte diesen Erkenntnissen Rechnung tragen können und diese Arbeit endlich gesellschaftlich und materiell aufwerten können – überfällig, weil die Beschäftigten in diesen Bereichen im Vergleich zu vielen anderen Branchen viel schlechter bezahlt sind. Leider stellt der aktuelle KV-Abschluss alles andere als eine Aufwertung und eine Verbesserung der (materiellen) Arbeitsbedienungen dar. Besonders traurig sieht dabei die Gewerkschaft GPA-djp aus, die die Gunst der Stunde nicht nutzen kann. Es ist zu hoffen, dass die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich weiter kämpferisch bleiben und sich notfalls auch neben den Gewerkschaften organisieren, besonders wenn in der erwarteten Wirtschaftskrise, wieder von der Knappheit der Ressourcen geredet werden wird. Es reicht nicht, den Menschen, die „systemrelevante Arbeit“ verrichten, öffentlich zu applaudieren!

Übrigens: alle, die jetzt sagen, dass dieses Geld einfach nicht da ist, sagen nichts anderes, als, dass dieses System des Kapitalismus nicht geeignet ist, menschliche Bedürfnisse auch menschengerecht zu erfüllen – und dass das viele Kapital, das tatsächlich konzentriert vorhanden ist, nicht den Vielen dient…

Nur Brösel für die HeldInnen: Fataler Abschluss im Sozialbereich

https://www.facebook.com/sozialabernichtbloed/