Bemerkenswert

Anmeldung Masterstudiengang „Sozialraumorientierte Soziale Arbeit“

Bis 15.05.2022 ist es noch möglich, sich für unseren berufsbegleitenden Masterstudiengang „Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit“ der FH Campus Wien zu bewerben.

Weiter Informationen über
https://www.fh-campuswien.ac.at/studium/studien-und-weiterbildungsangebot/detail/sozialraumorientierte-und-klinische-soziale-arbeit.html
Zum Studienzeig Sozialraumorientierung zugelassen werden u.a. Bachelor-Absolvent*innen der Sozialen Arbeit, der Sozial- und Bildungswissenschaften, sowie diverser Raumwissenschaften.

Der Masterstudiengang bildet insbesondere für Felder der Sozialen Arbeit aus, wie der partizipativen Stadtentwicklung und Stadtteilarbeit, der Gemeinwesenarbeit im Wohnumfeld, der Streetwork und der offene Kinder- und Jugendarbeit, aber auch für die Durchführung von Sozialraumanalysen (qualitativ und quantitativ).

Buchpräsentation „Mobile Soziale Arbeit im öffentlichen Raum“

die Buchpräsentation „Mobile Soziale Arbeit im öffentlichen Raum“, 12.05.2022, 18h00 findet nun online statt:

die Präsentation des Fachbuches „Mobile Soziale Arbeit im öffentlichen Raum“ am 12. Mai 2022 um 18:00 Uhr findet aus organisatorischen Gründen nun online statt. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist unter folgendem Link möglich: https://sdw.wien/buchpraesentation

Zugangslink zur Buchpräsentation: https://stadtwien-gv.webex.com/stadtwien-gv-en/j.php?MTID=m7c795b84655e9e173490ee49e8be44e9

Meeting number: 2730 505 1293

Meeting password: Wien

Atlas der Gemeinwesenarbeit Deutschland – Österreich – Schweiz

Kolleg*innen der Sektion „Gemeinwesenarbeit“ der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit haben einen digitalen Atlas zu Gemeinwesenarbeit in Deutschland, Österreich und Schweiz erstellt. Er zeigt Standorte der gemeinwesenarbeitsorientierten Praxis in Deutschland, Österreich und dem deutschsprachigen Teil der Schweiz an.

Die Daten der hier aufgenommenen Einrichtungen und Projekte wurden im Rahmen eines trinationalen Forschungsprojekts zur finanziellen und trägerbezogenen Verankerung von GWA im deutschsprachigen Raum im Winter 2018/2019 erhoben und im Dezember 2021 aktualisiert. Sie beruhen auf Selbstdeklaration der Fachkräfte/Einrichtungen.

Der Atlas ist als «Work-in-Progress-Projekt» gedacht. Er wird zweimal pro Jahr, im Januar und Juli, ergänzt bzw. aktualisiert.

Neueinträge sind über einen eigenen link auf der website möglich.

https://t1p.de/Atlas-der-Gemeinwesenarbeit

Aktionen von Student*innen im WS 21/22

In der Lehrveranstaltung „Entwicklung sozialräumlicher Praxen“, die ich am Masterstudiengang „sozialraumorientierte Soziale Arbeit“ leiten darf, haben die Student*innen die Möglichkeit Aktionen durchzuführen. Im Wintersemester 2021/22 wurden folgende Aktionen durchgeführt:

eine Student*innen-Gruppe hat sich am Masterstudiengang „Sozialraumorientierte Soziale Arbeit“ sehr intensiv mit Büroleerstand auseinandergesetzt und einen überaus interessanten Stadtpaziergang rund um unseren Standort in der Kelsenstraße gestaltet:
https://leerstanderleben.wixsite.com/leerstand

sehr feine Aktion, Stadt neu zu erleben mit mehrsprachigen Hörspiel-derive am Reumannplatz durch eine Gruppe Student*innen am Masterstudiengang „Sozialraumorientierte Soziale Arbeit“:
https://www.youtube.com/user/Elly100ful/videos
https://www.facebook.com/stadt.neu.erleben
zahlt sich aus, es auch in lockdowns zu probieren – vor Ort oder digital!

Eine Gruppe Student*innen hat sich damit beschäftigt, wie der vom MIV verstellte Platz anders genutzt werden könnte und dazu eine aktivierende Aktion im öffentlichen Raum durchgeführt:
https://www.instagram.com/last_car_on_earth/

eine vierte Gruppe hat sich mit dem Männlichkeitsbild im öffentlichen Raum auseinandergesetzt und dazu eine sehr feine Aktion am Schwedenplatz durchgeführt.

Ich bin beeindruckt und freue mich über diese Arbeiten der Student*innen!!

Call for Papers: Urbane Transformationen: Öffentliche Räume

Die dritte INUAS-Tagung zu öffentlichen Räumen wird von der ZHAW in Winterthur veranstaltet. Papers können bis 31.1.22 eingereicht werden.

Konferenzreihe Urbane Transformationen: Wohnen | Ressourcen | Öffentliche Räume
7.9.2022 – 9.9.2022, ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Lagerplatzareal, CH-Winterthur

Die dritte internationale Konferenz dieser INUAS-Konferenzreihe widmet sich nun im September 2022 in Winterthur-Zürich dem Thema Öffentliche Räume als Experimentierfelder der innovativen, nachhaltigen Stadtentwicklung. In den fünf Sektionen TEILHABE / ÖKOLOGIE / MOBILITÄT UND ENERGIE / GESTALTUNG UND ENTWICKLUNG sowie METHODISCHES werden ökologische, politische, planerische, soziale und technologische Fragen rund um öffentliche Räume behandelt.

Der Call for Papers, Projects and Interventions richtet sich an Forschende, Fachleute und Studierende unterschiedlicher Disziplinen sowie an Akteur*innen und Initiativen in angewandten Arbeitsfeldern.

Die Einreichung der Beiträge ist bis zum 31. Januar 2022 möglich:

Für Referent*innen, die im Rahmen der Konferenz ihren Beitrag präsentieren, wird die Tagungsgebühr deutlich reduziert: Eine ermässigte Tagungsgebühr von CHF 200.– (für Studierende CHF 50.–) ist zu bezahlen als Beitrag an die Organisation und Durchführung der Konferenz, inkl. Lokalität, Verpflegung und Online-Kommunikation.

Die Kosten für Anreise und Unterkunft von Referent*innen werden nicht übernommen.

Judith Haberhauer ist am 09.11.2021 verstorben

Judith hat bei tausenden Student*innen Eindruck hinterlassen und sie in ihrem Denken über Soziale Arbeit beeinflusst. Ihr Leben lang hat sie sich für eine Stärkung der Profession eingesetzt – im Berufsverband genauso wie als Lehrende und Forschende in der Sozialakademie Freytaggasse und auf der FH Campus Wien. Sie hat hunderte Masterarbeiten betreut und die Student*innen sehr engagiert unterstützt. Die systematische Erfassung von Wissen zur Entwicklung der Sozialen Arbeit war ihr immer ein Anliegen. Ihr Engagement für die Soziale Arbeit hinterlässt starke Spuren – danke dafür!

Aber Judith war im Kolleg*innen-Team am Masterstudiengang und in der Arbeit mit den Student*innen auch menschlich sehr wichtig. Sie war anderen Menschen immer zugewandt, interessiert und offen für sie. Selten habe ich einen so guten Menschen erleben können.

Du wirst uns fehlen!

Die Trauerfeier findet am Mittwoch,
den 01.12.2021 um 15:30 in der Feuerhalle 2,
Simmeringer Hauptstraße 337, 1110 Wien statt.

Polarisierende Konflikte in Krisenzeiten.

Verranstaltung, 12.11.21, Salzburg

Herausforderungen für Politische Erwachsenenbildung und Kommunale Friedensarbeit.

am Freitag, 12. November 2021, 09:45 – 17:00,

Antoniussaal/ABZ Itzling, Kirchenstraße 34, 5020 Salzburg

http://www.friedensbuero.at/polarisierende-konflikte-in-krisenzeiten/

Die Pandemie und die begleitenden Maßnahmen intensivieren Spaltungs- und Polarisierungstendenzen!

ich bin sehr gespannt auf die Diskussion mit Kolleg*innen aus unterschiedlichen Disziplinen!

Vorträge auf der GWA-Tagung „Mit und nach der Corona-Krise: Transformation der Gemeinwesenorientierung in Erwachsenenbildung und Sozialer Arbeit?“ in Strobl 2021

hier links zu den Vorträgen auf der diesjährigen GWA-Tagung „Mit und nach der Corona-Krise: Transformation der Gemeinwesenorientierung in Erwachsenenbildung und Sozialer Arbeit?“ in Strobl 2021.
Links zu den Vorträgen:

Emma Dowling (Politikwissenschaft & Soziologie): „Gemeinsam auf Distanz? Teilhabe, Care & Digitalisierung“


Roland Roth (Politikwissenschaft & Bürgerrecht): „Demokratie und Bürgerbeteiligung in und nach der Corona-Pandemie“

https://youtu.be/KnCgmv6d6r0

Simon Güntner (Soziologie und Raumplanung): „Gemeinwesenorientierung Post-Covid“ (Anhang: Vortrag Simon Güntner_Resümee)

GWA-Tagung 2021 – Mit und nach der Corona-Krise: Transformation der Gemeinwesenorientierung in Erwachsenenbildung und Sozialer Arbeit

20. – 22. September 2021

Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb) in St. Wolfgang

Die Corona-Pandemie hat gesellschaftliche Entwicklungen verstärkt, die schon vor der Pandemie bestanden haben. Neben der drängenden, durch Einsparungen mitverursachten Gesundheitskrise verschärfen sich bestehende ökonomische und soziale Ungleichheiten. Distanz wird zur Tugend, ersetzt Nähe und Solidarität. Der pandemische Ausnahmezustand beeinträchtigt demokratische Prozesse, Grundrechte können schnell außer Kraft gesetzt werden. Durch die eingeschränkte Nutzbarkeit des öffentlichen Raums hat eine Verschiebung in private und digitale Räume stattgefunden.

Folgende Fragen wollen wir im Rahmen der Tagung u.a. behandeln:

  • Was bedeuten die politischen und ökonomischen Verwerfungen, die sozialen und psychischen Auswirkungen der Corona-Krise für die Gemeinwesenarbeit?
  • Welche Erfahrungen haben wir mit Gemeinwesenorientierung in der Pandemie gemacht und welche Herausforderungen stellen sich?

Dabei nehmen wir drei gesellschaftliche Entwicklungen in den Blick

  • Verteilungsfragen
  • Demokratische Veränderung
  • Räumliche Verschiebung zwischen öffentlich, privat und digital

Hier zur aktuellen Ausschreibung und Tagungsanmeldung: https://www.bifeb.at/programm/termin/calendar/2021/09/20/event/tx_cal_phpicalendar/mit_und_nach_der_corona_krise/

Platzverbot am Karlsplatz ist undemokratisch

Inzwischen ist das Platzverbot am Karlsplatz zwar aufgehoben – aber es könnte jederzeit wieder verhängt werden. Deswegen ist es wichtig, dass es eine politische Diskussion über den Umgang der Polizei mit dem öffentlichen Raum geben muss.

Die Sperrung des Karlsplatzes für alle Menschen in Wien ist demokratiepolitisch sehr gefährlich. Es ist nicht nur ungerecht, unverhältnismäßig, völlig überzogen und unangebracht gegenüber den Menschen, die den Platz zum Treffen und Feiern am Abend und in der Nacht genutzt haben. Die Begründung, dass Gefährdung bestehe, ist absurd – einerseits angesichts der aktuellen Infektionszahlen, andererseits angesichts dessen, dass das öffentliche Leben seit Tagen hochgefahren wird und in der Arbeitswelt in den letzten Monaten teilweise kaum eingeschränkt war. Dass Menschen den öffentlichen Raum dafür nutzen, sich zu treffen und zu feiern, stellt einen verantwortungsvollen Umgang mit der Pandemie dar. Der öffentliche Raum wird dafür genutzt, wofür er unter anderem da ist. In Kontakt mit anderen zu treten, zu kommunizieren, sich zu zeigen. Die konsumzwangfreie Nutzung des öffentlichen Raums scheint durch die Pandemie eine neue Qualität zu erlangen. Nun alle Menschen die Nutzung eines zentralen öffentlichen Raums zu untersagen und zwar ohne zeitliche Begrenzung (das Verbot könnten 3 Monate aufrecht bleiben), stellt einen neue undemokratische „Qualität“ dar. Der Karlsplatz wird nicht nur von jungen Menschen am Abend genutzt, sondern ist ein Treffpunkt für alle Menschen in Wien. Er hat eine transitorische Funktion, aber auch eine Erholungs- und Freizeitfunktion – auch für Kinder und deren Eltern am Spielplatz. Er ist eins symbolhafter innerstädtischer Raum (ohne Wohnbevölkerung in unmittelbarer Nachbarschaft), an dem sich die unterschiedlichsten urbanen Bedürfnisse treffen – ein Ort für die Universität, für Kulturinteressierte, für Tourist*innen – neben den lokalen Bedürfnissen des Aufenthalts und Treffens aus der Umgebung.

Es stellt sich die Frage, was offizielle (und gewählte) Repräsentant*innen der Stadt Wien zu dieser Polizeimaßnahme und Beschränkung „ihres“ öffentlichen Raums sagen.

Das Platzverbot am Karlsplatz stellt aber eine noch viel größere Gefahr für die Demokratie dar: Dass es möglich ist, dass die Polizei einen öffentlichen Platz mit fadenscheinigen Argumenten für 3 Monate für alle sperren kann, muss als Akt gegen die Demokratie gesehen werden. Das Treffen in öffentlichen Räumen hat nicht nur die Funktion der Erholung für Menschen. Er ist ein Ort, in dem Menschen sich freier von gesellschaftlichen Zwängen und Pflichten aufhalten können (außerhalb der Familie, außerhalb der Bildungs- und Arbeitswelt). Das ist nicht nur für die Entwicklung jugendlicher Menschen wichtig – und nicht nur für die Menschen, die sich weniger in kommerziellen Räumen aufhalten können. Der öffentliche Raum ist auch Begegnungsort von Menschen aus unterschiedlichen Milieus und Gruppen. Hier können sich Menschen außerhalb der Räume begegnen, in denen sie sich üblicherweise aufhalten (außerhalb ihrer „Blasen“). Der öffentliche Raum ist damit der Ort, an dem sich die Unterschiedlichkeit und Widersprüchlichkeit von Gesellschaft zeigen kann. Dabei geht es nicht in erster Linie um Kommunikation, sondern darum sichtbar zu sein und einander zu sehen und damit auch Teil von Gesellschaft zu sein. Wenn die Nutzung des öffentlichen Raums autoritär beschränkt wird, dann wird die Gesellschaft in ihrer Vielfalt unterdrückt – bekannt ist dies ja v.a. aus Diktaturen. Für diese demokratiepolitische Bedeutung des öffentlichen Raums muss wohl mehr Bewusstsein geschaffen werden – nicht nur bei der Polizei, sondern offensichtlich auch bei politisch Verantwortlichen.

Der öffentliche Raum gehört den Menschen und nicht der Polizei!